Frage von Knaui89, 38

Überstunden bisher verfallen lassen. Mögliche Probleme bei Änderung?

Ich arbeite im Einzelhandel und meine Überstunden die ich mache verfallen einfach, so hatten wir das besprochen, jedoch häufen sich diese Stunden inzwischen und ich habe einfach keine Lust mehr ständig meine Freizeit zu verschenken, da die Bezahlung auch nicht so toll ist. Meine Frage ist ob mein Chef mir das Gehalt kürzen kann oder mich gar kündigen kann, wenn ich in Zukunft verlange das meine Stunden gezählt werden und ich Überstunden abfeiern kann? Bzw. verlangen kann meinen Nebenjob aufzugeben?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, 22

Was ist denn arbeitsvertraglich vereinbart? Wie viele Wochenstunden? Gibt es im Betrieb ein Zeitkonto? Hast Du eine Vereinbarung über Überstunden?

Grundsätzlich müssen Überstunden bezahlt werden wenn es keine Vereinbarung über Freizeitausgleich oder über eine bestimmte Anzahl Überstunden die im Gehalt mit drin sind gibt.

Den Nebenjob kann der AG nur verbieten wenn Du bei einem Konkurrenten arbeiten würdest, die Arbeitszeitgesetze (Höchstarbeitszeit, Ruhezeit) verletzt oder Deinen Hauptjob nicht mehr anständig ausführen würdest. Solltest Du nicht mehr permanent Überstunden arbeiten wollen, ist das kein Grund den Nebenjob zu verbieten da Überstunden nicht die Regel sondern die Ausnahme sein sollten.

Wenn es einen Betriebsrat gibt, rede mal mit dem. Der muss Überstunden vorab genehmigen.

Kommentar von Hexle2 ,

 entstehen nur, wenn eine Arbeitszeitänderung als Mehrarbeit durch einen Vorgesetzten angewiesen wurde und keine besondere Vergütungsvereinbarung besteht.

Du sagst Deinem Chef dass er Dir die Überstunden ab jetzt anweisen soll (schriftlich, Schichtplan, Zeugen) und Du diese nicht mehr "freiwillig, d.h. ohne Weisung" machst. Dann muss der AG Dir diese Stunden lt. Arbeitsvertrag entweder als Freizeitausgleich geben oder bezahlen.

Antwort
von Knaui89, 17

Betriebsrat gibt es nicht. Zeitkonto gibt es in schriftlicher Form aber nur für die Personen, die nicht Vollzeit arbeiten. Im Vertrag steht folgendes: Die Dauer der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit richtet sich nach den betrieblichen Regelungen und beträgt derzeit 37,50 Stunden. Und dann noch: Der Mitarbeiter verpflichtet sich, in den Grenzen der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen auf Weisung der Firma über die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit hinaus tätig zu werden. Vergütungs- und/oder Freizeitansprüche wegen vorübergehender Änderung der regelmäßigen Dauer und/oder Lage der Arbeitszeit entstehen nur, wenn eine Arbeitszeitänderung als Mehrarbeit durch einen Vorgesetzten angewiesen wurde und keine besondere Vergütungsvereinbarung besteht. Das ist alles was über Zeit im Vertrag steht.

Antwort
von Mamoal, 15

Sorry aber auf diesen Deal wäre ich gar nicht erst eingegangen. Wo gibt's denn sowas ? Klar wenn ich ein super Gehalt bekommen inklusiver Überstunden; das gibt es . Aber da das Verhältnis eh nicht so rosig ist....
Hört sich jetzt als Außenstehender doof an aber such dir einen neuen Job. Wo dich kein Chef vera.....  .
Bei uns z.B. wird jede Minute genau erfasst und ausbezahlt. So sollte das auch üblich sein - ist aber hier Gang und gäbe-leider

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist einer der Fälle, wo ich mir fast schon fassungslos an den Kopf packe und mich frage - ohne wirklich auf eine erhellende Antwort hoffen zu können -:

Warum macht ein Arbeitnehmer das?? Warum lässt er sich das gefallen??

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