Frage von IMMOBA, 25

Überschreibung eines potenziellen Erbteils 12 Jahre verheimlicht. Welche Rechte haben die Erben ?

Zwei Erben, zwei Immobilien, ganz einfach eigentlich. Die IMMOB "A" ist ca. 50 TEUR wert, die IMMOB "B" ca. 250 TEUR. Jetzt stellt sich nach 12 Jahren heraus, das IMMOB "B" bereits an einen der Erben vor 12 Jahren überschrieben wurde. Dieser Erbe will nun zur Hälfte an IMMOB "A" im Erbfall partizipieren. Was kann der andere, offensichtlich geprellt Erbe tun? Gibt es die Möglichkeit nachträglich beide IMMOB als Erbmasse zu erklären? Ich bin verzweifelt, bin der Erbe der MMOB "A".

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von schelm1, 7

Sofern ein spätere Erblasser vor 12 Jahren Teile seines Vermögens durch Übertragung verschenkt hat, sind alle Fristen für einen Einspruch innerhalb von 10 Jahren verstrichen.

Es ist es völlig unerheblich, welche Wertvorstellugnen da seinerzeit vorgeherrscht haben.

Zu Lebzeiten kann im Übrigen jeder mit seinem Vermögen machen, was immer er will!

Antwort
von sergius, 5

Ich kann für Sie nur hoffen, dass bei der Übertragung der Immobilie B vor 12 Jahren im Vertrag die Anrechnung auf den späteren Erbteil des Übernehmers vereinbart worden ist. Wenn das der Fall war, hätte  der B-Mann jertzt keine Erbansprüche mehr, weil sie ja durch die Schenkung weit mehr als erfüllt sind. Ansonsten wäre die fiktive Zurechnung der Immobilie B zum Nachlass und Teilung des Gesamtwerts von 300.000 verfristet (Nach 10 Jahren nach Schenkung gibts keinen Ergänzungsanspruch mehr, es sei denn, der Schenker hätte sich den Nießbrauch oder ein Wohn-recht vorbehalten; dann wäre die Frist von 10 Jahren noch nicht angelaufen !)). CDEr Rat, einen Anwalt zu nehmen, ist richtig.

Antwort
von sassenach4u, 2

A ist kein geprellter Erbe, denn die Immobilie B ist kein Erbteil/Nachlass da sie zum Zeitpunkt des Todes nicht mehr im Besitz des Erblassers war. Vererben kann man nur, was man noch besetzt.

A wird B auszahlen müssen, wenn bei der Übertragung an B nicht festgehalten wurde, dass B im Erbfall nichts mehr bekommt.

 

Antwort
von Irgendwerxyz, 8

Hi,
ich kann Dir  raten zu einem Anwalt zu gehen und zu hoffen, dass die Überschreibung irgendwie fehlerhaft ist und auch um ein evtl. vorhandenes Testament zu prüfen. Das ist der einzig zuverlässige Weg.


Kommentar von schelm1 ,

"Der Zug ist abgefahren"! - Anwälte da noch nachfristlich  "fett machen" ist schlechter Rat!

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Da man nur mit einer Schenkung die Erbmasse schmälern kann und der Threadsteller von einer Übertragung spricht, sollten geprüft werden was es für Verträge gibt, wer im Grundbuch steht, ob alles Notariell beglaubigt ist usw.

So eine Prüfung ist von eigentlich jeder Rechtsschutz Versicherung abgedeckt. Ist man nicht versichert muss man natürlich abschätzen ob man das Geld für diese Einschätzung ausgeben möchte. Was das kostet wird einem ein Anwalt im Vorhinein sagen können.

Antwort
von Mignon5, 13

Kein Eigentümer ist verpflichtet, die Übertragung einer Immobilie irgendjemandem mitzuteilen. Es wird Gründe für die Verheimlichung gegeben haben, die möglicherweise im familiären Bereich zu suchen sind.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Verschenken kann man sie jedoch problemlos und auch ohne wem irgendwas zu sagen. Nach 10 Jahren entfällt der verschenkte Gegenstand zu 100% aus der Erbmasse (pro Jahr 10% -). 

Die Verträge müssen von einem Anwalt geprüft werden!

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