Frage von lilia1983 08.01.2011

übernimmt arge heizkosten-nachzahlung in höhe von 600euro

  • Antwort von VirtualSelf 08.01.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Grundsätzlich hat die ARGE Heizkosten in tatsächlicher Höhe zu übernehmen, es sei denn, sie können dir unwirtschaftliches Verhalten nachweisen. In der Konstellation - ungedämmt, 70m² - liegen die Heizkosten m.E. aber durchaus im Rahmen, sodass dieser Nachweis kaum zu erbringen ist.
    Sind der ARGE aus irgendwelchen Gründen die Heizkosten zu hoch (z.B. weil die Wohnung zu groß für 2 Personen ist), kann sie dich nur mit Wirkung für die Zukunft auffordern, die Kosten zu senken.
    Das heißt nicht: dass die ARGE die Heizkosten anstandslos übernimmt; im Gegenteil: viele ARGE bescheiden am Gesetz und der Rehtsprechung vorbei. Das heißt: finde dich schon mal mit dem Gedanken ab, einen Anwalt einzuschalten; wenn das nicht nötig ist, freu dich.

  • Antwort von friggel 08.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ja, die Arge muss(!) die Heizkostennachzahlung bewilligen. Schlecht isolierte Wände und dazu noch alles Außenwände und ein kleines Kind (in Bodennähe ist es stets kälter und zugiger, was schlecht für das Kind ist) sind eindeutige Gründe. Von den gesammten Energiekosten dürfen lediglich die im Regelsatz enthaltenen Haushaltsstromkosten abgezogen werden. Bzw. wenn Strom (+Warmwasserkosten) und Heizkosten strikt getrennt abgerechnet werden, dann musst du allerhöchstens den Stromanteil selber zahlen der den Haushaltsstromanteil übersteigt. Kann man Strom + Warmwasserkosten und die Heizkosten jedoch nicht trennen, muss wie erwähnt die gesammten Haushaltsstromanteil übersteigenden Kosten übernommen werden. Der Haushaltsstromanteil ist so ca 28 Euro.

  • Antwort von co2online 10.01.2011

    Die Heizspiegelkampagne, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, hat das kostenlose Angebot verlängert: lassen Sie bis 31.01.2011 kostenlos Ihre Heizkostenabrechnung oder Energierechnung überprüfen. Es müssen Belege für mindestens 365 Tage vorliegen. Bewertet werden der Heizenergieverbrauch und die Heizkosten auf Angemessenheit. Ein entsprechender Gutschein ist unter www.heizspiegel.de verfügbar. Mit dem Gutachten erhält man auch ein Schreiben, das an den Vermieter weitergeleitet werden kann, um ihn über die Ergebnisse der Überprüfung und Einsparpotenzial am Gebäude zu informieren. Neu ist übrigens, dass das Heizgutachten auch die Heiznebenkosten (Messdienstleister, Betriebsstrom) bewertet und etwaige Überzahlungen bei diesem Teil der Abrechnung sichtbar macht! Mit dem Heizgutachten erfährt man die Ursache eines hohen Heizenergieverbrauchs.

  • Antwort von anitari 08.01.2011

    Bezüglich der Übernahme der Nachzahlung siehe die Antwort von VirtualSelf.

    Ich frage mich allerdings, wenn Du wußtest das 45 € Heizkostenvorauszahlung zu wenig sind (das sind sie übrigens wirklich), warum Du nicht von Dir aus gesagt hast der Vermieter möchte diese bitte höher ansetzten.

    Einzelne Räume oder gar die ganze Wohnung gar nicht zu heizen ist das Schlimmste was Du tun kannst.

    Da ist Schimmelbildung vorprogrammiert. Mal davon abgesehen vom Einfrieren des Wassers in den Heizungsrohren. Das wird dann, für Dich, richtig teuer.

    Irgendwie kommt es mir vor als ob hier der Mietvertrag "ALG2-gerecht gemacht" wurde.

    Denn 70 m² für 2 Personen wird nur äußerst selten genehmigt. Es sei denn Miete und Betriebskosten sind sehr günstig.

  • Antwort von taigafee 08.01.2011

    gestern kam im fernsehen, dass die arge das nicht übernimmt. das tröstet dich jetzt nicht, aber vielleicht für die zukunft: ich brauche für 65qm im jahr nur 200€ bei ungedämmten wänden. ich trage im zimmer schneehose und mind. 2 wollpullis. wer sparen muss, der muss es eben. auch mit kindern, so hart das klingt, aber man gewöhnt sich dran, und gesund ist es auch.

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