Frage von lilia1983,

übernimmt arge heizkosten-nachzahlung in höhe von 600euro

guten tag! ich beziehe mit meiner 3jährigen tochter eine 70qm grosse 3zimmer wohnung und wir leben zur zeit vom alg2 ,mein vermieter hatte mich auf 45euro monatlich heizkosten eingestuft was meiner meinung nach deutlich zu wenig ist für eine 70qm grosse wohnung ,das haus in dem ich wohne ist freistehend und wir haben keine wärmedemmung! der letzte winter war ja sehr hart gewesen und mit einem kleinen kind muss man ja heitzen, habe nie die heizungen ganz aufgedreht sie steht bei mir in 3räumen (kinderzimmer,küche,wohnzimer) grade mal auf 2-2 1/2 ,im schlafzimmer heitze ich nie und im badezimmer nur ganz selten,naja jetzt komme ich mal zum punkt ich muss um die 600euro nachzahlen,die ich natürlich nicht habe meine frage ist jetzt ob die arge diese heizkostennachzahlung komplett übernimmt und da ich ja jetzt natürlich um das doppelte höher an heizkosten eingestuft werde,diese kosten auch übernimmt oder ob ich die aus eigener tasche tragen muss! dieser winter ist auch wieder so hart,habe jetzt schon angst vor der nächsten abrechnung seid dem ich die abrechnung habe ,habe ich alle heizungen abgedreht und wir frieren uns hier wort wörtlich den hintern ab,aber das kanns ja auch nicht sein!!! naja wie gesagt möchte wissen ob die arge diese kosten übernimmt und auch die neuen heizkostenabschläge von 90euro mtl.

Antwort von VirtualSelf,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Grundsätzlich hat die ARGE Heizkosten in tatsächlicher Höhe zu übernehmen, es sei denn, sie können dir unwirtschaftliches Verhalten nachweisen. In der Konstellation - ungedämmt, 70m² - liegen die Heizkosten m.E. aber durchaus im Rahmen, sodass dieser Nachweis kaum zu erbringen ist.
Sind der ARGE aus irgendwelchen Gründen die Heizkosten zu hoch (z.B. weil die Wohnung zu groß für 2 Personen ist), kann sie dich nur mit Wirkung für die Zukunft auffordern, die Kosten zu senken.
Das heißt nicht: dass die ARGE die Heizkosten anstandslos übernimmt; im Gegenteil: viele ARGE bescheiden am Gesetz und der Rehtsprechung vorbei. Das heißt: finde dich schon mal mit dem Gedanken ab, einen Anwalt einzuschalten; wenn das nicht nötig ist, freu dich.

Kommentar von letiki05,

Genau so.

Antwort von friggel,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ja, die Arge muss(!) die Heizkostennachzahlung bewilligen. Schlecht isolierte Wände und dazu noch alles Außenwände und ein kleines Kind (in Bodennähe ist es stets kälter und zugiger, was schlecht für das Kind ist) sind eindeutige Gründe. Von den gesammten Energiekosten dürfen lediglich die im Regelsatz enthaltenen Haushaltsstromkosten abgezogen werden. Bzw. wenn Strom (+Warmwasserkosten) und Heizkosten strikt getrennt abgerechnet werden, dann musst du allerhöchstens den Stromanteil selber zahlen der den Haushaltsstromanteil übersteigt. Kann man Strom + Warmwasserkosten und die Heizkosten jedoch nicht trennen, muss wie erwähnt die gesammten Haushaltsstromanteil übersteigenden Kosten übernommen werden. Der Haushaltsstromanteil ist so ca 28 Euro.

Kommentar von friggel,

PS: Die zu übernehmenden Abschläge orientieren sich normalerweise strikt an den Heizkosten die sich monatlich aus der letzten genauen Jahresabrechnung ergeben, also den vorraussichtlich tatsächlichen. Erwirkst du per Widerspruch/Gericht die Nachzahlung der Kosten, erhöhst sich auch automatisch der monatlich übernommene Abschlag.

Kommentar von friggel,

Da die Abschläge an den Vermieter gehen, muss sie allerdings auch nur das zahlen, was der Vermieter verlangt. Also musst du das mit dem Vermieter regeln und den bitten die Abschläge künftig anzupassen.

Kommentar von friggel,

Indiz für die Wirtschaftlichkeit ist der örtliche Heizkostenspiegel. Abweichungen von diesem musst du technisch begründen (Heizart, Isolation der Wände, gesundheitliche und soziale Gründe).

Antwort von co2online Partner,

Die Heizspiegelkampagne, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, hat das kostenlose Angebot verlängert: lassen Sie bis 31.01.2011 kostenlos Ihre Heizkostenabrechnung oder Energierechnung überprüfen. Es müssen Belege für mindestens 365 Tage vorliegen. Bewertet werden der Heizenergieverbrauch und die Heizkosten auf Angemessenheit. Ein entsprechender Gutschein ist unter www.heizspiegel.de verfügbar. Mit dem Gutachten erhält man auch ein Schreiben, das an den Vermieter weitergeleitet werden kann, um ihn über die Ergebnisse der Überprüfung und Einsparpotenzial am Gebäude zu informieren. Neu ist übrigens, dass das Heizgutachten auch die Heiznebenkosten (Messdienstleister, Betriebsstrom) bewertet und etwaige Überzahlungen bei diesem Teil der Abrechnung sichtbar macht! Mit dem Heizgutachten erfährt man die Ursache eines hohen Heizenergieverbrauchs.

Antwort von anitari,

Bezüglich der Übernahme der Nachzahlung siehe die Antwort von VirtualSelf.

Ich frage mich allerdings, wenn Du wußtest das 45 € Heizkostenvorauszahlung zu wenig sind (das sind sie übrigens wirklich), warum Du nicht von Dir aus gesagt hast der Vermieter möchte diese bitte höher ansetzten.

Einzelne Räume oder gar die ganze Wohnung gar nicht zu heizen ist das Schlimmste was Du tun kannst.

Da ist Schimmelbildung vorprogrammiert. Mal davon abgesehen vom Einfrieren des Wassers in den Heizungsrohren. Das wird dann, für Dich, richtig teuer.

Irgendwie kommt es mir vor als ob hier der Mietvertrag "ALG2-gerecht gemacht" wurde.

Denn 70 m² für 2 Personen wird nur äußerst selten genehmigt. Es sei denn Miete und Betriebskosten sind sehr günstig.

Kommentar von lilia1983,

naja die mietkosten sind nicht sehr günstig,bei uns ist es sehr schwer eine angemessene wohnung zu finden ich wurde darauf hingewiesen dass die arge nicht die gesamten kosten übernimmt aber da ich damals in der not stand mit meiner kleinen tochter und dringend eine wohnung brauchte habe ich sie genommen 100euro muss ich von meinem lebensunterhalt zuzahlen!!!!

Kommentar von VirtualSelf,

Da die Wohnung quasi "offiziell" nicht den Angemessenheitskriterien entspricht, wird die ARGE mit ziemlicher Sicherheit Probleme bei der Nachzahlung machen, zumal die Rechtsprechung für diesen Fall relativ unübersichtlich ist.

Kommentar von anitari,

"Da die Wohnung quasi "offiziell" nicht den Angemessenheitskriterien entspricht, wird die ARGE mit ziemlicher Sicherheit Probleme bei der Nachzahlung machen..."

Das sehe ich auch so. Zumal bei der BK-Abrechnung ja genaue Angaben, wie z. B. die Wohnfläche, erforderlich sind.

Antwort von taigafee,

gestern kam im fernsehen, dass die arge das nicht übernimmt. das tröstet dich jetzt nicht, aber vielleicht für die zukunft: ich brauche für 65qm im jahr nur 200€ bei ungedämmten wänden. ich trage im zimmer schneehose und mind. 2 wollpullis. wer sparen muss, der muss es eben. auch mit kindern, so hart das klingt, aber man gewöhnt sich dran, und gesund ist es auch.

Kommentar von friggel,

taigafee, lass dir son unsinn nicht einreden und wehre dich!

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