Frage von LoparkaLisa, 65

Übermacht einer Gruppe, eines Menschen?

Hallo, ich möchte eine Frage/Überlegung von mir festhalten, und würde gern um eure Meinung bitten. Das Geld, die Werte der Welt, müssen mehr und mehr zusammengelaufen / sein .

Es gibt viele Theorien über Mächtige Personen , Illuminati, die Elite. Und dann gibt es den " Mainstream" der diese Theorie* ( im weitesten Sinne einfach nur die Annahme, dass irgendjemand mehr hat, als der andere - und das ganze irgendwo - zumindest Periodenweise sein ende(eine Spitze) haben muss.)* als Lächerlichkeit abtun möchte .

Ist es aber nicht fast logisch ,dass sich dieser umstand ergibt - eine Elite ? Einer hat mehr , ein anderer mehr, und irgendjemand muss mehr als alle anderen haben . Wenn wir nun sogar schon wissen ,dass das Geld dieser Welt unter der Kontrolle von den großen Banken liegt, und diese Banken mehr oder weniger verknüpft sind - ähnliche interessen haben - diese Banken teils noch vor den Weltkriegen entstanden(diese Überstanden).

ist es dann nicht eher eine Verschwörungstheorie, dass irgendwie schon alles gleich aufgeteilt sein wird, dass die mächtigen sich irgendwie scheinbar selbst oder gegenseitig regulieren , um nicht zuviel einfluss auf Politik und das Weltgeschehen zu haben ? Kurze Abschweifung in die offensichtliche Realität. Amerika, ist übermächtig. Sehen wir Amerika Macht verteilen ? Nein, wir sehen Zentralisierung, und immer größer werdende Bünde , welche letztendlich im Sinne Amerikas handeln . Doch wer fördert diese Zentralisierung - wenn nicht jemand der einen zentralen Plan hat .

muss noch kurz anmerken... bei solchen Fragen gibt es immer ein paar, welche auf mich böse zu sein scheinen, weil ich diese Frage stelle . Es tut mir leid ,dass ich euch schonwieder damit belästige, und dass ich mir das recht nehme diese Behauptungen aufzustellen , trotz eurer unzähligen Belehrungen. Bitte ,fasst euch kurz, wenn ihr mich/die Frage nur runtermachen wollt.

Antwort
von Marcel89GE, 20

Du solltest den Gedanken fortführen und das Wort "Macht" erstmal genau definieren. Was heißt Macht? Macht über was ? Welche Grenzen hat diese Macht ?

Macht über mich als Mensch, hat höchsten die Instanz, die mir Gewalt antun darf, ohne Vergeltung fürchten zu müssen. Also der Staat. Grenze der Macht ist die Zustimmung des Souverän (In Demokratien das Volk) oder die Grenzen der Durchführbarkeit, d.h. ich muss Festzusetzen sein oder mich im Machtbereich des Staates bewegen. Du siehst ich kann mich dieser Macht auch entziehen oder bei ausufernder Unverhältnismäßigkeit würde die Vollzugsmacht durch den Demos reguliert.

An all diesen neuralgischen Punkten der Macht müsste jetzt jemand "Superreiches" der genug Geld hat die Beamten-Besoldungs/Absicherungs-Grenze bzw. bei Politiker die Ehr- oder Rufgrenze zu überwinden - einwirken um die Macht in seine Bahnen zu lenken. Da die Macht aber (Global gesehen) dezentral verteilt ist, ist es schwierig eindimensionale Strategien zur Machtentfaltung zu verfolgen. Im Einzelnen kann man die Macht aber durchaus für sich wirken lassen (Bestechung, Lobbyismus etc.). Ein globaler Herrscher allerdings wäre unrealistisch, da es zu viele Superreiche und damit zu unterschiedliche Dimensionen gibt (Von der Masse an neuralgischen Punkten mal abgesehen). Natürlich könnten sich dort Gemeinsamkeiten rauskristalisieren (Bilderberger ?!) aber auch hier wäre nur der kleinste gemeinsame Nenner gemeinsam durchsetzbar. Und dieser kleinste gemeinsame Nenner wäre nicht gefährlich für das weltweite Machtgefüge.

Dieser Logik folgend, sind die meisten Verschwörungstheorien auch als Blödsinn entlarft ohne gleichzeitig das blaue vom Himmel zu predigen.

*PS: Meine These hat natürlich argumentative Lücken, die es noch zu schließen gilt.

Kommentar von LoparkaLisa ,

Puuh , du sagst so manches;) Ich gehe mal auf den Anfang ein  .Was stelle ich mir unter Macht vor? Macht, so weit sie gehen kann . Macht könnte(!) soweit gehen, dass alle Staaten, alle Regierungen, einer zentralen Kontrolle unterliegen . Nicht unbedingt in jedem Detail - bitte nicht im Detail verfangen, es wäre aber nicht undenkbar, dass man sich in weiten Grenzen bewegt, so das Gefühl einer Vielfalt der Möglichkeiten verspürt, und nie auf die Idee kommen würde, dass diese Grenzen existieren. Wenn jemand in eine Welt geboren wird, welche er nicht mal annähernd erfassen kann in ihrer Komplexität, so wäre es nicht schwer, ihm die Grenzen der Möglichkeiten vorzuenthalten - solange er sie nicht sucht, und auf sie stößt. Wir haben ja genügend Beschäftigung in unserer Welt. 

Doch wie wollen wir sicher sein, dass nicht bereits das gesamte Weltgeschehen sich eben in diesen Grenzen bewegt? Dass gewisse Dinge einfach nicht passieren, weil sie durch Musterhafte Prozesse in Sackgassen verlaufen. 

Das alles war eine Theorie, ich sage nicht es ist so . Ich sage, es könnte so sein ! Und wenn dem so wäre, dann gäbe es keine bessere Art es zu verbergen, als die Existenz als komplett absurd abzutun, da ja offensichtliches Chaos existiert. Ich kenne Obama nicht, ich kenne Putin nicht . Es wirkt so, als wären sie Gegner, doch wer sagt mir,dass sie nicht nur hervorragende Schauspieler sind ? Klar, unwahrscheinlich. Doch, es birgt Möglichkeiten in sich . 

Antwort
von berkersheim, 21

Na ja, aus 1.000 Halbwahrheiten wird noch keine Superwahrheit. D.h. vieles ist zumindest vordergründig nachvollziehbar, doch dass im Herbst ständig Raben auf einem Apfelbaum sitzen (Tatsache 1) und im Herbst die Äpfel von dem Baum fallen (Tatsache 2) bedeutet noch nicht, obwohl weder Tatsache 1 noch Tatsache 2 falsch sind, dass der Baum im Herbst aus Angst vor den Raben seine Äpfel fallen lässt. Nur Leute, die selbst wenig Geld haben, meinen, dass für die Mächtigen Geld das Wichtigste sei. Vielleicht wirst Du selbst noch erfahren, dass Beziehungen, Verbindungen, Seilschaften viel wichtiger sein können als Geld.

Wir leben in einer Welt menschlicher Gemeinschaften. Was die Laien alle nicht kapieren, dass die wichtigsten Beziehungen in dieser Welt die Rechtsbeziehungen sind und die Tatsache, dass man sein Recht durchsetzen kann. Auch Geld ist nur eine Form von Rechtsbeziehungen, weniger wichtig als z.B. Aktien, Schuldpapiere, Eigentumsrechte z.B. als Schürfrechte an seltenen Rohstoffen oder Ölquellen. Das meiste, was über Vermögen veröffentlicht wird sind in Geld ausgedrückte Schätzungen, denn der Wert von Immobilien oder Produktionsstätten schwankt. Wie soll der Wert einer Strohhütte in Afrika eingeschätzt werden, die für einen Europäer nicht mal das Hingucken wert ist, für den Besitzer mit seinen Ziegen sein ganzes Leben. Wie willst Du diese verschiedenen Welten in Geld ausdrücken?

Dass es immer Mächtige gab und gibt und - ich behaupte mal - geben wird ist eine Tatsache. Warum das so ist, darüber gibt es viele Spekulationen. Dass die untereinander kommunizieren, ja. Dass sie immer einer Meinung sind - siehe jetzt die Machtspielchen des Herrn Erdogan - erst USA, jetzt Russland - das übersieht die Konkurrenz innerhalb der Machteliten. Und wenn manche mit ihrem Zauberwort, dem modernen Teufel "Kapitalismus" daherkommen: Was von dem Kapitalismus und den Großkapitalisten der Marxchen Zeit ist denn übrig. Noch vor 50 Jahren hätte niemand auch nur annähern etwas von den zwei superreichen Männern Marc Zuckerberg und Gill Gates geahnt. Und was ist von der Industriellenfamilie Engels, dem spendablen Marxfreund übriggeblieben: Zwei Häuser in Wuppertal als Museen. Die Dynamik der Geschichte und damit auch der Verteilung von Macht und Reichtum ist komplizierter, als man sich das auf einer DIN A 4 Seite ausmalen kann.

Kommentar von LoparkaLisa ,

Du gehst damit also davon aus, dass dir die Spitze bekannt ist, es niemanden gibt, außer ein paar Lobbyisten, welche hier und da etwas wirtschaftlichen, wohlmöglich sogar politischen Einfluss nehmen, dies aber eher chaotisch verläuft, und dadurch auch keinen größeren Plan verfolgt. 

Eben das, Zweifel ich an . Meine Überlegung ist, dass all das Chaos , eine Ordnung besitzt, welche durch das Chaos nicht als solche erkannt wird. Mir fällt keine bessere Verschleierung für etwas ein, als den Eindruck zu erwecken es existiere nicht. Niemand greift etwas nicht existentes an . Der ultimative Streich eines Machthabers wäre so zu tun, als hätte er keine, und dieses Bild aufrecht zu erhalten . Kontrolliertes Chaos schaffen, den Gedanken an eine Ordnung dahinter Absurd zu machen ! 

Ich behaupte nicht unbedingt ,dass es geschehen ist/geschieht. Ich behaupte aber ,das kann funktionieren ! Vielleicht kam einer dahinter;) 

Falls deine Antwort(sorry für die Prophezeiung) darauf abzielen sollte diese Möglichkeit(!!) als unsinnig/unmöglich hinzustellen - so behaupte ich jetzt schon -> ein waages Urteil . Denn wäre es so, wäre ja das wichtigste, dass du(ich) es für unmöglich hältst;)  - das macht es ja so knifflig;) Wie will man sich da sicher sein .  Sorry-falls du was ganz anderes schreiben wolltest : ) 

Kommentar von berkersheim ,

Dass das mit dem Chaos schaffen immer selektiv versucht und auch erfolgreich praktiziert wird, bestreite ich nicht. Das wird in dem Schubertlied von der Forelle (Schubart) bereits als Bild gebracht: Er macht das Wasser trübe... und fängt dann die Forelle. Der Vorwurf "Lügenpresse" zielt auch auf dieses Spiel, der bewussten Fehlinformation oder Präsentation von Halbwahrheiten. Ich bestreite auch nicht, dass immer wieder versucht wurde, Geheimorganisationen zu gründen und ihre Verstrickungen zu verschleiern - z.B. OPUS DEI. Doch bis jetzt handelt es sich immer um Menschen und auch in Geheimbünden geht es um Macht und man bekämpft sich auch innerhalb der Organisation. Du kennst den Spruch: Der größte Feind ist der Parteifreund! Nimm die Türkei, wo Erdogan und Gül mal Verbündete waren und sich jetzt bis aufs Blut bekämpfen obwohl sie die gleiche Ideologie verfolgen. Darum glaube ich nicht an die globale Verschwörung. Sowas klappt nicht mit Menschen, die alle machtgierig sind.

Kommentar von LoparkaLisa ,

Naja , dann sind wir uns im letzten punkt nur nicht ganz einig. Ich halte es für garnicht so unwahrscheinlich ;) Aber ich kann verstehen ,dass dies komisch klingt.

Antwort
von Hasenmann81, 27

Was Du beschreibst ist doch schlicht und einfach Kapitalismus. Nur weil politisch jede Stimme eines Bürgers gleich viel zählt, man hier also keinen Unterschied zwischen Arm und Reich macht, heißt es doch noch lange nicht, dass jeder privat für sich so viel erstreben und verdienen kann, wie er es möchte und seine Fähigkeiten es zulassen.

Wenn Jeder seinen Teil zum großen Ganzen beträgt und eben jener Teil gleich viel Wert inne hat, wie der eines Anderen, dann wären wir bei den Grundüberlegungen von Marx und Engels. Aber dazu müssten wir uns vom Kapitalismus verabschieden.

Deine Feststellung, dass Amerika übermächtig ist, finde ich schon weit hergeholt. Nur weil sie sich überall einmischen, heißt es noch lange nicht, dass sie übermächtig seien. Wirtschaftlich gesehen ist Amerika schon lange keine Übermacht mehr.

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