Überleben im All und seine Mythen?

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4 Antworten

Zu Mythen kommt es bei dem Thema gerne, da sich hier die Bereiche Physik und Humanmedizin stark überschneiden. Ich werde dir kurz eine Erläuterung und Aufklärung zu den gängigsten Mythen liefern und im Endeffekt auch beschreiben, wozu ein Aufenthalt im Weltall ohne Anzug tatsächlich führt;

1) Erfrieren: Nein, man würde selbstverständlich nicht erfrieren. Das Weltall ist ein annähernd vollständiges Vakuum. Wo es kein Medium (beliebiger Stoff der den Raum ausfüllt) gibt, kann auch keine Hitze abgegeben werden. Somit bleibt der Körper für eine lange Zeit warm. 

2) Überhitzen: Jetzt könnte man meinen, wenn keine Hitze abgegeben werden kann und der Körper weiterhin Energie produziert wird er immer heißer. Dazu kommt es tatsächlich aber erst gar nicht. Die vorher eintretenden Todesursachen, welche ich weiter unten beschreiben werde, verhindern dies.

3) Platzen: Auch das würde nicht geschehen, da die menschliche Haut, bzw. tierisches Zellgewebe im Allgemeinen zu elastisch ist und ein Einreißen weitestgehend verhindern kann.

4) Verbrennen: Wenn man davon ausgeht, dass man sich über der Erde im strahlenden Sonnenschein befindet, dann ja. Allerdings liegt die Temperatur bei direkter Sonneneinstrahlung, etwas über 300°C. Damit würde man auch nur über Minuten gemächlich verschmoren/verkohlen. Selbiges gilt für die UV bzw. Teilchenstrahlung. Sie ist zwar intensiv, aber für den Zeitraum in dem man sich ohne Anzug im All bewegt vollkommen zu vernachlässigen.

Was stimmt nun also? 
Mit dem Sauerstoffmangel liegst du schon ziemlich richtig. Aber es geht noch genauer:

Sobald man den Anzug nicht mehr an hat oder den Helm abnimmt etc. passiert je nachdem was du tust folgendes; Hältst man die Luft an, wird sich die Lunge durch den noch vorhandenen Luftdruck schlagartig ausdehnen und platzen. Die führt zu einem sofortigen Kreislaufkollaps und durch den, in den Kapillaren herrschenden CO² Partialdruck, auch zum Aufbrechen der Blutgefäße und den damit verbundenen internen Blutungen. Diese halten aber durch die Raumausdehnung und die damit ermöglichte Verdampfung nicht lange an. Sobald Blut aus den Gefäßen tritt wird es also gasförmig.

Ähnlich läuft es ab wenn man ausatmet. Nur dass hier die Lunge augenblicklich kollabieren wird und das Blut durch das abgeatmete CO² noch in sämtlichen Blutgefäßen in den gasförmigen Zustand übergeht. Die Folge - ein synchrones Multiorganversagen, dass vor allem durch die Beteiligung des Herzens in einem tödlichen Kreislaufversagen endet. Neurogene Effekte (also vom Gehirn) habe ich hier wohlgemerkt nicht miteinbezogen, da ja sowieso schon in beiden Fällen eine Bewusstlosigkeit nach den ersten paar   Sekunden eintritt.

Ich hoffe ich konnte dir damit einen kleinen, aber dennoch detaillierten Überblick zu dem Thema verschaffen. Solltest du dazu noch Fragen haben, werde ich sie dir natürlich gerne beantworten!

Grüße ScienceBuster

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Im All platzt bzw. Explodiert man nicht sondern Implodiert

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Kommentar von bartman76
24.08.2016, 19:21

Warum sollte man implodieren? Im Körper herrscht doch Überdruck im Vergleich zum Vakuum drumrum? (Für eine Explosion reicht das auch nicht, aber implodieren geht überhaupt nicht.)

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Kommentar von lucha1
25.08.2016, 00:11

hab mich vertan

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Wie Mythen galbust dus etwa nicht ??? Du würdest platzen

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Kommentar von lucha1
24.08.2016, 19:02

nein würde man nicht

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Kommentar von max230
24.08.2016, 19:05

nur wenn man ausatmet

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Kommentar von max230
24.08.2016, 19:40

Mann man Platz nur wenn man nicht ausatmen weil die Luft in der Lunge sich ausdehnt

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Kommentar von max230
24.08.2016, 19:40

und beim ausarmen schon garicht

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Laserstrahlen machen im All Zzzzzzing ZZiiiiinggggg

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