Frage von esmeray68,

Überhangmandate bitte simple erklären!?!

Ein Hinweis zur Frage Support

Liebe/r esmeray68,

ich hoffe, dass das nicht Deine Hausaufgaben sind, die Du Dir hier von anderen lösen lassen möchtest. Das wird hier nämlich nicht gerne gesehen. gutefrage.net ist Ratgeberplattform und nicht Hausaufgabendienst.

Viele Grüße

Verena vom gutefrage.net-Support

Antwort von anjanni,
15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du hast bei einer Wahl in Deutschland zwei Stimmen: - mit einer Stimme wählst Du einen Kandidaten direkt (der meist auch einer Partei angehört) - mit der anderen Stimme wählst Du die Partei bzw. eine Liste

Du bist nicht gezwungen, beide Stimmen für dieselbse Partei abzugeben: Du kannst beispielsweise einen Direktkandidaten der Partei A und die Liste der Partei B wählen.

Nun werden die Stimmen ausgezählt: Die Listen-Stimmen werden getrennt von den Direktkandidaten-Stimmen gezählt.

Dann kann das passieren, wonach Du fragst: Anhand der Stimmen für die Liste wird berechnet, wer wieviel Sitze im Parlament hat. Gleichzeitig kann aber eine Partei so viele tolle Direktkandidaten aufgestellt haben, daß davon viel mehr gewählt wurden, als nach der Listen-Stimmen-Verteilung Plätze sind. Dann sind auf jeden Fall alle Direktkandidaten im Parlament, auch wenn das mehr sind, als nach Listen-Stimmen der Partei zustehen würden. Und das sind dann die Überhangmandate.

Einfach genug?

Kommentar von esmeray68,

Ja,jetzt habe ich es wirklich verstanden!Warst mir ´ne große Hilfe^^gracias

Kommentar von anjanni,

Jo - dann könntest Du ja noch auf den Daumen clicken! Danke! ;-)

Kommentar von Patron,

das war zwar einfach, aber nicht vollständig genug. es wird nämlich so verfahren, dass die auszählung der errungenen parlamentssitze nach der zählmethode d'hondt - siehe wiki - fortgesetzt wird, obwohl die reguläre zahl der sitze schon erreicht ist, und das bedeutet, dass durch das erringen von überhangmandaten durch die vielen direktmandate, wie richtig beschrieben, dann auch die anderen parteien unter umständen noch mehr mandate bekommen. also ist es leider so, dass man den schwierigen vorgang nicht so simpel erklären kann, wie du gern möchtest... es wird also so lange weiter ausgezählt, bis die errungene direktmandatezahl erreicht ist.

Kommentar von anjanni,

Patron - ich glaube, da mußt Du nun noch mal nachlesen...

Durch die Überhangmandate passiert es ja gerade, daß eine einzelne Partei mehr Mandate hat, als der prozentuale Anteil ausmacht.

Es wird eben nicht das prozentuale Verhältnis wiederhergestellt durch Vergabe von Listenplätzen der anderen Parteien.

Antwort von Lissa,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Überhangmandat bekommt eine Partei, wenn sie bei der Direktwahl in den Wahlkreisen mehr Sitze gewinnt, als ihr prozentual zustehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberhangmandat

Antwort von titanic0944,

Hallo, Wenn eine Partei durch ihre Erststimme (Direkmandate) mehr Sitze erhällt als ihnen nach ihrem Anteil an Zweitstimmen zustehen , dann kommt es zu Überhangmandaten . Denn die direkt gewählten Kanditaten ziehen auf jeden Fall in den Bundestag ein .

Ich hoffe es ist hilfreich genug, MFG Ömer

Antwort von Patron,

bisherige antworten waren zwar richtig, aber nicht vollständig genug. es wird nämlich so verfahren, dass die auszählung der errungenen parlamentssitze nach der zählmethode d'hondt - siehe wiki - fortgesetzt wird, obwohl die reguläre zahl der sitze schon erreicht ist, und das bedeutet, dass durch das erringen von überhangmandaten durch die vielen direktmandate, wie richtig beschrieben, dann auch die anderen parteien unter umständen noch mehr mandate bekommen. also ist es leider so, dass man den schwierigen vorgang nicht so simpel erklären kann, wie du gern möchtest... es wird also so lange weiter ausgezählt, bis die errungene direktmandatezahl erreicht ist. das verfahren der auszählung nach d'Hondt, auch höchstzahlverfahren genannt, wird fortgesetzt, als ob noch nicht alle sitze vergeben seien, bis die zahl der direkt errungenen sitze erreicht ist. zu den überhangmandaten gehören also nicht von vornherein nur die von einer partei erreichten direkt gewählten sitze, sondern je nach wählerstimmen der zweitsitze, auch weitere sitze anderer parteien.

Kommentar von Patron,

korrektur: nicht zweitsitze, sondern zweitstimmen natürlich...

Kommentar von anjanni,

Nee, nee - durch die Überhangmandate können sich im Ernstfall sogar Mehrheiten verschieben. Die anderen Parteien bekommen keine weiteren Mandate.

Antwort von Indy72,

Bei den Bundestagswahlen hat jeder Wahlbürger 2 Stimmen. Mit der ersten wählt man den Direktkandidaten des Wahlkreises. Mit der zweiten - eine Partei, deren Einzug in den Bundestag man wünscht. Die verteilung dieser Mandate entscheidet jede Partei für sich, i.d.R. mittels einer Kandidatenliste. Diese Zweitstimmen bestimmen also die prozentuale Verteilung des Sitze im Bundestag. Wenn man aber nicht mit der Zweitstimme die Partei wählt, der sein Wunschkandidat angehört, dann ergibt sich eine Differenz zwischen der durch die zweitstimmen vorgegebenen Sitzanteilen und der Summe aus den Listenplätzen und Direktmandaten einer Partei. Bekommt eine Partei mehr Direktmandate als ihr nach dem Verteilungsschlüssel der Zweitstimmen zusteht, dann sind dies die Überhangsmandate.

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