Frage von WhoozzleBoo, 131

Über viele Jahre gezahlte Nebenkosten zurückverlangen?

Ein Mieter bezahlt seine Heizkosten direkt an die Stadtwerke. Gleichzeitig zahlt er eine Heizkostenpauschale an den Vermieter...und das 16! Jahre lang.  Also ungefähr doppelt so viel, wie er verbraucht. Für wie viele Jahre muss der Vermieter die zuviel zuviel gezahlte Pauschale erstatten?

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Antwort
von SiViHa72, 88

Verjährungsfristen sind eins, das andere ist.. wenn die NK im Vertrag festgelegt waren,warum meldete man sich dann bei den SW an? Sprich. ist das wirklich "Schuld" des VM oder dessen, der sich quasi doppelt anmeldete? Und wäre dann +berhaupt6 was vom VM zu fordern?

Denn die NK werden ja im Mietvertrag genannt sein?

Das wäre unbedingt mit zu klären, bevor weitere Schritte kommen.

Zum Verständnis: Wenn die Flurreinigung per Umlage durch eine Putzkraft für alle erledigt wird, ich aber gleichzeitig selber eine "einkaufe" und zahle,. kann ich das ja nachher nicht dem VM zum Vorwurf machen?

Oder wenn ich immer mit Auto fahre, aber gleichzeitig jedesmal ein Zugticket zahle?

Kommentar von WhoozzleBoo ,

Super Erklärung, danke. Und nachvollziehbar. Die Pauschale ist auf jeden Fall im Vertrag vereinbart, auf welcher Grundlage der Mieter nochmal an die Stadtwerke zahlt, kann ich gerade noch nicht sagen.

Antwort
von ChristianLE, 72

Hier ist die vertragliche Vereinbarung wichtig. Wenn hier vereinbart wurde, dass der Mieter eine Pauschale an den Vermieter zu zahlen hat, muss der Vermieter gar nichts erstatten.

Es stellt sich dann aber die Frage, auf welcher Grundlage der Mieter extra an die Stadtwerke gezahlt hat.

Gibt es für die Pauschale keine vertragliche Grundlage, greifen die 3jährigen Verjährungsfristen nach § 195 BGB.

Antwort
von albatros, 51

Hast du denn tatsächlich sowohl mit den Stadtwerken einen Liefervertrag als auch in deinem Mietvertrag zu berechnende Betriebskosten (hier Heizkosten)  als monatliche Vorauszahlungen vereinbart? Sind Heizkosten im Mietvertrag als abzuwälzende Betriebskosten vereinbart, darf das nicht pauschal erfolgen. Das wäre ein Verstoß gegen die Heizkostenverordnung. Heizkosten müssen (fast immer) nach Verbrauch abgerechnet werden.

Antwort
von schelm1, 42

Hätte der M.ieter über 16 Jahre hinweg zusätzlich die Heizkosgen an die "Heilsarmee" als drittem Empfänger überwiesen, wie würde dann ihre Frage lauten!?!

An wen konnte denn der Mieter mit befreiender Wirkung gemäß Mietvertag die Heizkosten überweisen? - Eine evtl. Spendenfreudigkeit wäre in jedem Falle seine Angelegenheit.

Antwort
von Owntown, 56

Verjährungsfristen sind im (§ 78 Strafgesetzbuch) niedergelegt. bei dir ist das etwas schwieriger glaube ich .... da die Pauschale wohl im Mietvertrag drin steht und das das vll deine eigene schuld ist da du dich da sicherlich selbst angemeldet hast. (Meine damit bei den Stadtwerken oder was auch immer bei dir zutrifft.)

Kommentar von anitari ,

Verjährungsfristen sind im (§ 78 Strafgesetzbuch) niedergelegt

Hier geht es aber nicht um Straf-, sondern Zivilrecht. Da gilt das BGB §195

Antwort
von anitari, 50

Die exakte vertragliche Vereinbarung wäre interessant.

Antwort
von PaulBuchhorn, 57

Was ist denn im Mietvertrag vereinbart? Wenn jemand Geld ohne einer Forderung bekommt, so kann dieses Geld grundsätzlich zurück verlangt werden.

Antwort
von Novos, 57

Was decken die Heizkosten ab und was die Heizkostenpauschale?

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