Frage von Henry1412, 147

Über Rot gefahren um Unfall zu verhindern was tun?

Wurde geblitzt während ich über rot gefahren bin, um ein Unfall zu verhindern. Es lief so ab, ich bin mit 50 gefahren +/- 3ca und der Fahrer vor mir hat bei gelb plötzlich wäre gelogen aber schon sehr schnell gebremst (da er den Blitzer gesehen hat) ich hatte nur noch die Möglichkeit links auszuweichen und bin dabei, weil alles so spontan ablief über rot gefahren. Habe zwei Zeugen die es bestätigen können. Was kann oder muss ich tun ? 

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für Fahrerlaubnis, StVO, Verkehrsrecht, 147

Du möchtest als Grund für den Rotlichtverstoß angeben das ein Vorausfahrender bei Gelb vor der Ampel gehalten hat, Du aber nicht?

Mach das und Du zahlst gleich mal das Doppelte weil Du damit Vorsatz zugibst.

Ich würde Dir ja gern helfen wie ich sonst auch immer versuche, hier zu fällt mir aber nichts ein...

Kommentar von Henry1412 ,

es geht ja darum, dass er schnell gebremst hat, da er den Blitzer gesehen hat und ich ausweichen musste

Kommentar von Crack ,


Du hattest zu wenig Sicherheitsabstand, wem willst Du dafür die Schuld geben? Bei Gelb bremst man nicht plötzlich sondern so wie es die StVO verlangt.

Antwort
von clemensw, 83

Lass mich deine Ausrede mal anders formulieren:

"Das vorausfahrende Fahrzeug hat gebremst, weil die Ampel zu gelb wechselte. Mein Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug war zu gering, um rechtzeitig bremsen zu können, daher bin ich links (evtl. noch auf der Abbiegespur?) ausgewichen, konnte auch dort nicht mehr bremsen und bin bei Rotlicht über die Kreuzung gefahren."

Merkst Du was? Die Aussage entlastet dich in keinster Weise - ganz im Gegenteil!

Was kann oder muss ich tun ?

Besser (vorausschauender!) Auto fahren und die Strafe zahlen.

Antwort
von MorganLeFay7, 144

Wenn sie dir den Brief schicken, dann kannst du dir ja immer noch überlegen ob du vor Gericht gehst... Auf jeden Fall solltest du darauf achten immer im Kontakt zu deinen Zeugen zu stehen

Kommentar von Henry1412 ,

Naja inwiefern ist es denn sinnvoll vor Gericht zu gehen, können sie mir vor Gericht sagen nein es lief nicht so ab ? was wurde denn vom Blitzer alles mit aufgenommen ?. Ja die Zeugen sind bereit auszusagen. Nur wäre es doof wenn es eh nichts bringt und ich auch für die Anwaltskosten aufkommen muss

Kommentar von Crack ,

dann kannst du dir ja immer noch überlegen ob du vor Gericht gehst...

Was soll er denn da?

Mit welchen Argumenten könnte er sich entlasten?

Antwort
von TobiTobs23, 113

Erstmal musst du abwarten bis das entsprechende Schreiben kommt. Dann kannst du Widerspruch einlegen und deine Version der Geschichte schildern würde ich sagen.

Trotzdem hast du ja einen Fehler gemacht. Damit dass das Auto vor dir bremst must du ja rechnen. Erst recht wenn die Ampel (die du ja auch sehen kannst) schon auf gelb ist.

Kommentar von Henry1412 ,

Naklar habe ich auch Schuld, streite ich ja garnicht ab nur hatte es halt seine Gründe, dass es so lief. Also wenn der Brief kommt an wen muss ich mich wenden ? direkt an einen Anwalt ? 

Kommentar von TobiTobs23 ,

Klar hatte das seine Gründe, aber die entlasten dich eben nicht. Du hättest vorausschauend fahren müssen und eben UNABHÄNGIG davon, was der vor dir macht bremsen müssen. Ich meine nur weil der Fahrer vor dir bei gelb drüber fährt, heisst das ja nicht dass du das auch darfst. Der Beinaheunfall ist ja also nur die Folge davon, dass du vorher schon einen Fehler gemacht hast.

Was dir jetzt bleibt ist eben auf das Schreiben zu warten und dann zu schauen was genau drin steht. Bei roten Ampeln hängt die Strafe zum Beispiel auch davon ab wie lange die Ampel schon rot war. Auf jeden Fall kann dir hier glaub ich jetzt niemand eine Patentlösung präsentieren. Von daher geh eben zu einem Anwalt sobald du das Schreiben hast. Wird dann eben teuer.

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