Frage von Mutter76, 128

Über 6 Wochen wegen gleichem krank, aber musste zwischendurch einen Arzt suchen, da meiner Urlaub hatte. Wie läuft das mit Krankengeld, da Erstbescheinigung?

Hallo,

eine Person ist über 6 Wochen krank. Die ersten 3 Wochen durch den gewohnten Hausarzt und die 4. Woche wurde bei einem ANDEREM Arzt krankgeschrieben, da der gewohnte Hausarzt in Urlaub ging. Anschließende wurden vom gewohnten Hausarzt weitere 4 Wochen als Folgebescheinigung krankgeschrieben. Die Krankenkasse ist der Meinung, das sie kein Krankengeld zahlen muss, da die 4. Woche von dem ANDEREN Arzt als Erstbescheinigung ausgestellt wurde.

Wird das wirklich so gehandhabt ?

Immerhin war ich ja durchgehend krank und kann ja nix dazu, wenn mein Arzt ab der 4. Woche nicht da ist und ich einen Ersatz suchen muss.

Antwort
von johnnymcmuff, 61

Über 6 Wochen wegen gleichem krank, aber musste zwischendurch einen Arzt suchen, da meiner Urlaub hatte. Wie läuft das mit Krankengeld, da Erstbescheinigung?

Es ist keine Erstbescheinigung.

Du hättest dem Arzt einfach sagen müssen, dass Du bisher von einem anderem Arzt krank geschrieben wurdest.

Ab dem 43. Tag erhälst Du Krankengeld, wende Dich an Deine Krankenkasse, wenn Du noch keine Unterlagen bekommen hast.


Die Krankenkasse ist der Meinung, das sie kein Krankengeld zahlen muss, da die 4. Woche von dem ANDEREN Arzt als Erstbescheinigung ausgestellt wurde.


Da hat aber ein Angestellter der Krankenkasse so gar keine Ahnung.



Antwort
von habakuk63, 81

Die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber deckt die ersten 6 Wochen einer Erkrankung ab, danach tritt die Krankenkasse mit dem Krankengeld ein, welches deutlich unter der nomalen Lohnzahlung liegt.

Wenn deine Krankenkasse nicht eintritt, wegen "Erstbescheinigung", dann scheint dein Vertretungsarzt eine andere Diagnose auf die AU geschrieben zu haben als dein Hausarzt. Mit der neuen / anderen Diagnose starten die 6 Wochen der gesetzlichen Lohnfortzahlung neu.

Also muss dein Arbeitgeber weiterhin den normalen Lohn weiter zahlen.

Normalerweise regeln das die Arbeitgeber und Krankenkasse auf dem "kleinen Dienstweg" und erst wenn die 6 Wochen für dieselbe Diagnose ( auch mit einer Unterbrechung durch erneutes Arbeiten) erreicht sind meldet sich der Arbeitgeber bei der Krankenkasse und sagt "ab jetzt muss du zahlen".

Antwort
von wilees, 66

Blödsinn, außer es hat irgendeine Unterbrechung                       ( z. B. 1 Tag , das bescheinigte Krankheit unterschied sich ) gegeben.

Es macht immer Sinn Kopien solcher Atteste zu behalten. Sonst beim Arzt holen und Zusammenhang darstellen.

Ironie : Also wieso hast Du dem Arzt auch einen Urlaub genehmigt?

Kommentar von Mutter76 ,

Ich hab eben mal die Kopien zusammen gesucht.Folgendes steht beim Hausarzt:

B34.9 G     Virusinfektion, nicht näher bezeichnet

und dieses steht beim ANDEREN Arzt:

J44.19 G      Chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Exazerbation, nicht näher bezeichnet

Ist einerseits verschieden, denoch fast die gleichen Symptome....

Kommentar von wilees ,

Hier sollte Dein Dich üblicherweise behandelnder Hausarzt angesprochen werden, der die Unterschiede hilft mit der KK zu klären.

Antwort
von eulig, 59

hat denn der Vertretungsarzt die selbe Diagnose angegeben wie dein Hausarzt?

normalerweise ist es irrelevant, wer die Krankmeldung ausstellt und ob da Erst- oder Folgebescheinigung steht, da die Diagnose und das Ausstellungsdatum maßgeblich sind. bei der selben Diagnose werden alle Krankmeldungen zusammengerechnet.

Kommentar von Mutter76 ,

Ich hab eben mal die Kopien zusammen gesucht.Folgendes steht beim Hausarzt:

B34.9 G     Virusinfektion, nicht näher bezeichnet

und dieses steht beim ANDEREN Arzt:

J44.19 G      Chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Exazerbation, nicht näher bezeichnet

Ist einerseits verschieden, denoch fast die gleichen Symptome....

Kommentar von eulig ,

das sind zwei völlig verschiedene Erkrankungen. ein Virusinfekt ist die typische Erkältung die jeden mal erwischt.

die chronische obstruktive Lungenkrankheit ist eine ernsthafte unheilbare Krankheit.

das ist der Grund warum nichts angerechnet wird. die Diagnose des Vertretungsarztes würde ich anzweifeln. sprich mit deinem Hausarzt darüber. COPD kann man erst nach eingängigen Untersuchungen diagnostizieren. z.B. durch einen Lungenfacharzt.

Antwort
von slos8, 63

Äh, ich dachte normale Ärzte dürfen maximal 2 Wochen krankschreiben, vielleicht ist es ja von Bundesland zu Bundesland anders, aber gut.

Ansonsten zählt nicht wer dich krankgeschrieben hat, sondern warum du krankgeschrieben wurdest. Bist du wegen der gleichen Erkrankrung 6 Wochen krankgeschrieben, so tritt die Krankenkasse nach der 6 Woche ein.


Kommentar von Mutter76 ,

Ja wegen der gleichen Krankheit. Der "Ersatz-Arzt", kreuzte Erstbescheinigung an, daher wäre ich erst ab diesem datum krank und die anderen 3 Wochen vorher zählen nicht.

Kommentar von wilees ,

Für den vertretenden Arzt war dies eine Erstbescheinigung.

Kommentar von slos8 ,

So einfach ist das nicht. Normalerweise tritt da schon die Krankenkasse mit dir in Kontakt und möchte genauer wissen was los ist, wie man helfen kann etc.

Kommentar von jentolon ,

Ist das nicht die Rentenversicherung, die dann das Krankengeld (oder wie das heißt) zahlt nach der 6ten Woche?

Kommentar von wilees ,

Substanzloser Kommentar. Schick sie doch gleich in Altersrente.

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