Frage von daud1, 67

Über 400€ zurückerstattet bekommen?

Hallo,

Ich habe am 23. August einen Artikeln in Höhe von 430€ gekauft, per Überweisung. Ich habe das Geld überwiesen, aber nix bekommen. Ich habe ihn auch eine Frist von 5 Tagen gegeben, mein Geld zurück zu überweisen. Nix passiert. Paar Tage später erhielt er innerhalb eines Tages 4 negative Bewertungen als Verkäufer (Als ich den Artikel kaufte hatte er nur eine negative Bewertung, mit Rechtfertigung). Darin stand, dass er ein Betrüger sei und er nur Geld abzockt. Das stimmte. Mittlerweile sind ca. 1, 5 Monate vergangen, und ich habe nix bekommen, und sein Ebay Acc. wurde gebannt. Ich stehe nicht unter dem Ebay Käuferschutz, da ich das Geld ÜBERWIESEN habe. Nun lautet meine Frage: Kann ich mein Geld in Höhe von 430€ zurückbekommen, indem ich (z.B) zur Polizeiwache gehe und ihn anzeige, oder sowas?

Antwort
von wilees, 32

Du kannst Anzeige erstatten und auf dem Zivilweg versuchen Dein Geld zurückzubekommen.

Du kannst auch selbst für wenig Geld einen Mahnbescheid erlassen, soweit denn die bei Ebay hinterlegten Daten richtig sind, was jedoch fragwürdig ist.

Antwort
von petrapetra64, 5

Das sieht schlecht aus wegen deinem Geld. Du kannst natürlich Anzeige erstatten bei der Polizei wegen Betruges. Das solltest du wohl sogar besser tun, Kopier alles, was du hast und gebe es der Polizei. 

Mit deinem Geld hat das aber nichts zu tun und es bringt dir auch dein Geld nicht wieder. Das ist eine rein strafrechtliche Sache.

Wegen deines Geldes müsstest du privat gegen die Person vorgehen, ggf. mit einem Mahnbescheid oder drauf klagen. Das kostet erst mal noch mehr von deinem Geld und ob bei dem Verkäufer überhaupt was zu holen ist, das ist sehr fraglich.

Das sieht nach einem planmäßigem Betrug aus, man erstellt einen neuen Account mit falschen Angaben oder übernimmt möglicherweise sogar einen gehackten Account und verkauft dann großzügig viele Sachen, bis es zur Sperrung kommt. Da kann man keine Person wirklich ergreifen. 

Antwort
von flareb, 40

Auf jeden Fall Anzeige erstatten bei der Polizei. Die werden das weiterleiten an die Staatsanwaltschaft. Das ganze Prozedere dauert natürlich. Aber immerhin kennst du ja den Namen und die Adresse (falls die noch aktuell ist).

Logischerweise den Vorfall auch bei ebay melden, falls noch nicht geschehen.

Antwort
von dresanne, 31

Du kannst den Verkäufer anzeigen - ist sogar ratsam - , aber das bringt Dir Dein Geld nicht wieder. Das müsstest Du zivilrechtlich über einen Anwalt einklagen.
Das Dumme daran ist nur, wenn beim Verkäufer kein Geld zu holen ist, bleibst Du auf den ganzen Kosten sitzen. Aber Anzeige erstmal auf jeden Fall.

Antwort
von JurekaBFF, 38

Du kannst es versuchen. Ich glaube jedoch nicht dass du es schaffst, da du ja nich unter Käuferschutz stehst. Trotzdem viel Glück.

Kommentar von Sirius66 ,

Nur weil man nicht unter dem Rockzipfel Ebay-Käuferschutz steht, verliert man noch noch lange nicht seinen gültigen Rechtsanspruch.

Gruß S.

Kommentar von daud1 ,

Weißt du vielleicht wie ich mein Geld zurückbekommen könnte?

Antwort
von sahov, 24

Das Geld wirst du als Lehrgeld abschreiben können.

Es hat schon einen Grund wieso man bei Amazon, ebay etc. über deren Zahlungssystem zahlen sollte und NICHT per Überweisung.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 25

Gehe zur Polizei und erstatte Anzeige wegen Betrug. Nimm alle Unterlagen mit, die beweisen, dass du ihm das Geld überwiesen hast. Bitte in deiner polizeilichen Vernehmung um Rückgewinnungshilfe nach § 73 StGB. Die Polizei hat die Möglichkeit, alleine zur Auffindung und Beschlagnahme rechtswidrig Erlangtem Durchsuchungen und Beschlagnahmen durchzuführen. Dadurch ersparst du dir ggf. zivilrechtliche Schritte und Kosten. 

Kommentar von Drizzt1977 ,

Mmh, wenn ich mir einige Kommentare zur Rückgewinnungshilfe durchlese, kommt der Staat aber erst ins Boot, wenn es dem
Geschädigten nicht zumutbar und möglich ist, zivilprozessuale Eilmaßnahmen zu treffen.

Das sollte hier eigentlich bei der Höhe der Summe fast nicht zutreffen. Versuchen kann man es sicher, aber die Hürden, vor allem für eine Beschlagnahme von irgendwelchen Gegenständen des Täters, sind so hoch, dass für solche (ich nenn es mal so) Peanuts kaum ein Richter sich bemüßigen wird, darüber zu entscheiden.

Kommentar von furbo ,

Unser Strafrecht verbietet, dass sich Verbrechen lohnt. Deshalb muss dem Täter das Erlangte aus Straftaten entzogen werden. Das bedeutet also, dass die Polizei/Staatsanwaltschaft das Erlangte bzw. den Wertersatz oder Surrogate beschlagnahmen muss.

Selbst wenn es keinen unmittelbaren Geschädigten gibt, muss das Erlangte beschlagnahmt werden. Es ergäbe sich also z.B. die Situation, dass jemand beklaut wurde, die Justiz beschlagnahmt die Beute. Nun müsste der Geschädigte deiner Lesart zufolge, zivilrechtlich (gegen wen?) vorgehen, um sein Eigentum wieder zu bekommen?

Seltsamerweise stellt sich diese Frage nur bei Geld. Würde dem Geschädigten ein Auto geklaut, findet niemand etwas dabei, wenn das Auto an den Eigentümer zurückgegeben wird. Bei Geld soll er nun zivilrechtlich vorgehen?

Sicherlich ist es bei der Rückgewinnungshilfe bei Geld etwas anderes, da nicht unmittelbar festgestellt werden kann, ob gerade dieser Geldschein geklaut wurde. Auch muss der Geschädigte den Nachweis führen, dass ihm der Schaden entstanden ist. Es gibt bei den Staatsanwaltschaften eingespielte Mechanismen, die die Form der Rückgewinnungshilfe regeln. Es gibt aber keinen Vorrang von zivilrechtlichen Schritten vor den strafrechtlichen. 

Antwort
von Biberchen, 19

du kannst ihn anzeigen, aber das Geld mußt du auf zivilem Weg einklagen.

Antwort
von MancheAntwort, 22

du kannst Zivilrechtliche Klage einreichen..... aber ob das etwas bringt

steht in den Sternen.....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community