Frage von Petcos, 42

Über 10 Jahre Erfahrung mit Joomla CMS. Jetzt möchte ich damit Geld verdienen. Was meint ihr, ist es noch möglich in der Branche als Webdesigner?

Antwort
von medmonk, 34

10 Jahre Erfahrung und die ganzen Jahre mit Joomla verbummelt? ;-) Wenn du deinen Lebensunterhalt damit bestreiten möchtest, solltest du auf jeden Fall genügend auf dem Kasten haben. Den Mitbewerber gibt es in der Medienbranche zu genüge. Hinzukommen noch diese ganzen Dumping-Portale á la »designenlassen« und Co. Leicht wird es auf keinem Fall. Erst recht nicht, wenn noch keine aussagekräftigen Referenzen in deinem Portfolio vorhanden sind. 

Deine Frage nach, hast du keine Ausbildung (Mediengestalter o.v.) in dem Bereich vorzuweisen. Da trennt sich dann auch wieder schnell die Spreu vom Weizen. Was nicht heißt, das Leute vom Fach per se besser sind. Auch umgekehrt schon erlebt. Jedoch bekommen all jene ohne Ausbildung schnell den Stempel aufgedrückt. Daher sollte man mit den eigenen Leistungen glänzen, etwas vorweisen (Portfolio) und sich vor allem gut verkaufen können.

Schuster bleib bei deinen Leisten. Was ich damit meine? Biete nur Dienstleistungen an, die du auch zu 100% erbringen kannst. Back lieber kleinere Brötchen, dafür welche die schmecken. Deine Kunden werden es dir sicher danken. Der Rest kommt eigentlich mit der Zeit. Zu guter Letzt sind Kontakte wichtig. Wenn du etwas erreicht hast - sprich vorweisen kannst, eventuell mit viel Glück auch die ein oder andere Agentur auf dich zu kommt, die Projekte outsourcen wollen. 

LG medmonk   

  

Kommentar von Petcos ,

Hallo Medmonk,

angefangen hat es alles mit HTML und "Hello World". Die bereue ich ein wenig, hätte mich schon damals lieber gleich zusätzlich mit PHP beschäftigen müssen. Jetzt habe ich ehrlich gesagt kein nerv dafür. 

Alles was du ober geschrieben hast ist zur 100% richtig und da gibt es nichts was man korrigieren könnte. 

Leider habe ich kein Webdesign studiert aber im der Medienbranche war ich tätig als Technische Lichtassi, auch als Fachkraft für Veranstaltungstechnik bekannt. Die ganzen HTML, CSS, Joomla! CMS habe ich mir selber beigebracht und kenne mich auch mit Joomla ganz gut aus. 

Stecke nicht nur Zeit sondern auch Geld in die Sache und das ist nicht gerade Billig wenn man art Portfolio für Kunden erstellen möchte. Ich habe auch noch ein Job und möchte das hier erstmal als nebenbei machen mit kleinen Sachen etc.  

An sich habe ich schon ein Bereich wo ich mich überwiegen weiterentwickeln möchte. Möchte meine Zeit mehr in Buchungs und Reservierungs Systeme von Joomla stechen und erstmal ein kleines Kreis an Kunden die ich mir so vorstelle erreichen. 

Natürlich muss ich unter dem Preis bleiben als die in den Mediengestaltung Bereich verlangen würden. Das aber ist auch meine einzige Chance.

Kommentar von medmonk ,

angefangen hat es alles mit HTML und "Hello World". Die bereue ich ein wenig, hätte mich schon damals lieber gleich zusätzlich mit PHP beschäftigen müssen.

Ne ne, davon gestern abgeraten hätte und heute immer noch tue. Lieber eins nach dem anderen, dafür aber richtig. Wenn ich teilweise so sehe, was manch einer/eine für einen Bockmist baut, mich frage wo der oder die ihr »Wissen« aufgegabelt hat. ;-) 

Valides Markup und CSS? Fehlanzeige. Semantik, was ist das? ;-) Alles sowohl bei gelernten als auch bei ungelernten »Webis« erlebt. Ich selber bin auch nicht allwissend, trotzdem immer 110% in jedes Projekt rein buttere.  

 Die ganzen HTML, CSS, Joomla! CMS habe ich mir selber beigebracht und kenne mich auch mit Joomla ganz gut aus. 

Licht-Assi also. Ist doch schon mal was. Was jetzt dein Wissenstand angeht, kann und will ich diesen gar nicht beurteilen. Wenn du HTML und CSS um Schlaf beherrschst, die Client- und Server-seitige Programmierung auch kein Thema ist, du sicher hier und da Kunden gewinnen kannst. 

Wenn es nur nebenbei ist, du auch »Arbeit für die Katz« weg stecken kannst, vielleicht einfach mal die Dumping-Portale ausprobieren. Selbst wenn es nichts wird, kannst du es (sofern es die Teilnahmebedingungen erlauben) immer noch für deine Referenzen verwenden. Gleichzeitig auch dein gelerntes immer wieder wieder anwendest. Heißt ja nicht umsonst, wer rastet der rostet. 

An sich habe ich schon ein Bereich wo ich mich überwiegen weiterentwickeln möchte. Möchte meine Zeit mehr in Buchungs und Reservierungs Systeme von Joomla stechen und erstmal ein kleines Kreis an Kunden die ich mir so vorstelle erreichen. 

Wie schon gesagt, ich weiß nicht wie dein Wissenstand ist. Aber vielleicht wäre ja auch die Entwicklung von solchen Plugins etwas für dich. Das kannst du wunderbar ohne Zeitdruck vorantreiben und sofern Einsatztauglichkeit, auf den Markt schmeißen. Die Nachfrage wird sicher da sein. Kommt dann nur auf deinen Funktionsumfang an. 

Natürlich muss ich unter dem Preis bleiben als die in den Mediengestaltung Bereich verlangen würden. Das aber ist auch meine einzige Chance.

Du musst vor allem wissen was dir selbst deine Arbeit wert ist. Sch** einfach mal darauf, mit welchem Background du an den Start gehst. Setz dir selber eine Grenze, unter der du nicht arbeiten würdest. Im zweiten Schritt dann Kunden finden, die eben jenen Preis zahlen. 

Bei mir ist Kunde auch König, ich aber spiel aber nicht den Hofnarr. Soll heißen, wenn ein Kunde plötzlich Realitätsverlust oder andere Kuriositäten an den Tag legt, auch mal sag: »Such dir einen anderen Dummen«. Kam bis jetzt (Gott sei Dank) nur einmal vor. Aber eben nicht als letzter Depp abtrete. ;-)

Was jetzt die Joomla-Geschichte angeht. Solange du damit arbeiten kannst, klar kommst und weißt an welchen Schrauben du drehen kannst um dieses oder jenes zu realisieren. Weitermachen wie bisher. Wenn es dir (so ging es mir) jedoch irgendwann mal auf den Zwirn geht, weißt du ja das es noch genügend Alternativen gibt. 

So denn, dir viel Erfolg wünsche. 

Kommentar von Petcos ,

Danke dir!

Wir möchten ja den Kunden nicht die CMS verkaufen sondern das Ergebnis auf der Index Seite :) 

In dieser Buchung etc. Systeme Geschichte bin ich nur Reseller & Support inkl. das ganze anpassen und so weiter. Also ich programmiere da nichts, das machen die Profis. ;)

Anfangen werde ich mit paar mir bekannten Web-Adressen wo das Design noch auch den 90er ist. Also alles reine iframe html Zeugs  und alles was so noch dazu gehört wie Java und alte Flash Effekte.

Was sagst du zu diesen Werk? http://www.demo2.petcos-webdesign.com/index.php?lang=de

Und ich hoffe du weiß das es mittlerweile Joomla! 3.xx gibt? Also 1.5 und 2.5 fand ich auch ned so besonders  aber 3er Version bietet schon so einiges.

Also eine Joomla! 3.xx und dazu Page Builder PRO, einfacher kann man keiner Webseiten gestallten.

Muss sagen bei meinen Provider steht WordPress unter Kategorie (Blog) und nicht unter Kategorie (CMS). ;)

Kommentar von medmonk ,

Und ich hoffe du weiß das es mittlerweile Joomla! 3.xx gibt? Also 1.5 und 2.5 fand ich auch ned so besonders aber 3er Version bietet schon so einiges.

Ja, das weiß ich. Ich habe anfangs auch mit Joomla gearbeitet. Jedoch später auf Typo3 und WordPress umgestiegen bin. Sicher, die beiden sind auch keine Eier legenden Wollmilchsäue. Trotzdem ist in einigen Dinge vieles besser gelöst. 

Zum Ko** fand ich vor allem immer die lästigen Migrationen. In WordPress meist eine Sache von 5 Minuten. Sofern die externen Module (Plugins) nicht herum muren. Joomla da immer weitaus mehr herumgezickt hat.

Was das angeht, auch des öfteren auf der CeBIT mit den Jungs von Joomla unterhalten habe. Naja, aber jedem das seine. WordPress lässt sich auf Grund der einfacheren Bedienung auch leichter  »verkaufen«. Eben weil größere InHouse-Schulungen beinah gänzlich wegfallen (können).

Was sagst du zu diesen Werk?

Optisch ist die Website ansprechend gestaltet.  Ein Slider hier, Parallax dort. Im Grunde eine solide Website die sich sehen lassen kann. Wenn man aber mal einen Blick unter die Haube wirft, sieht es nicht mehr so nett aus. Massenweise Scripte und Stylessheets die geladen werden (unnötige HTTP Requests) und im ganzen unnötig aufgebläht. Was der Performance nicht gut tut. Vor allem nicht auf mobilen Devices (Stichwort Tarife > Datenvolumen).

Genau da würde ich einiges abändern und weiter optimieren. Unter anderem Scripte und Stylesheets bündeln und nur komprimiert ausliefert. All das geht sogar während der Entwicklung wunderbar und automatisiert mit Gulp. Bezüglich CSS vor allem Sass (oder ein anderer Precompressor > Less, Stylus) für besseren und vor allem struktuierteren Code sorgt (Stichwort BEM und SMACSS).    

LG medmonk 

  

Antwort
von Herb3472, 37

Warum sollte das nicht möglich sein? Die Wirtschaft unterliegt einem dynamischen Prozess. Es gibt auch schon Webdesigner, die in Rente gehen und ersetzt werden müssen.

Antwort
von Vyled, 37

Joomla geht immer weiter zurück... du solltest dir überlegen Wordpress zu nutzen und dann damit was zu machen.

Schaue einfach bei Kleinanzeigen oder schreibe selbst eine Anzeige das du etwas anbietest.

Kommentar von Petcos ,

Joomla geht zurück, wohin? An sich hat Joomla die Weltgrößte Community noch vor Wordpress. Außerdem nochmal einige Jahre mit Wordpress zu verbringen um herauszufinden wo und wie. Die Zeit hab eich leider nicht. Bin mir auch nicht sicher ob Wordpress überhaupt Buchung und Reservierung Systeme anbietet. 

Bei Joomla weiß ich halt wo und was ich suchen muss. Wordpress kommt bei mir auf jedenfalls nicht im frage. 

Kommentar von Vyled ,

Wo nimmst du das her, das Joomla die größte Community hat?

Dennoch hat Wordpress 51% Marktanteil, als Vergleich... Joomla hat 14%

Kommentar von medmonk ,

An sich hat Joomla die Weltgrößte Community noch vor Wordpress.

Dem ist nicht so. Der Marktanteil von Joomla beträgt gerade mal 6.6 % (Stand 2015). Typo3, Drupal, Contao dümpeln noch weiter unten zwischen 1 und 5% herum. WordPress mit knapp 60% am meisten verbreitet ist. 

Bin mir auch nicht sicher ob Wordpress überhaupt Buchung und Reservierung Systeme anbietet. 

Von Haus aus nein. Im Plugin Directory gibt es aber für fast alles fertige Lösungen. Wenn dem nicht so ist, ist ein solches Modul (Plugin) auch relativ schnell realisiert. Hängt natürlich auch vom eigenen Wissenstand ab. 

Wenn du HTML und CSS im Schlaf beherrschst, dir JavaScript und PHP kein Kopfschmerzen bereitet, ist die Einarbeitung in WordPress auch kein Hexenwerk. WordPress hat eine sehr ausführliche Dokumentation. Wenn es mal nicht weiter geht, die WP-Community sehr schnell weiter hilft (helfen kann).

Kommentar von Petcos ,

Wie auch immer, ich werde mich mit WordPress nicht nochmal auseinander Sätzen, das kostet mich einfach viel Zeit und evll. noch mehr Geld. Abgeneigt bin ich aber nicht, ich möchte nur nicht meine Erfahrungen wegwerfen wenn ihr versteht.  

Kommentar von Vyled ,

Klar verstehen wir! Aber wenn man Joomla kann, ist nicht es nicht viel bis man Wordpress kann, zumal Wordpress viel leichter zu verstehen ist 

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