Frage von Schukuschi, 39

Übelstes Nachreden und Verbreiten von Unwahrheiten?

Eine mir namentlich nicht bekannte, jedoch vom Sehen her geläufige Person verbreitet über mich mit Beständigkeit für mich extrem nachteilige und mich belastende Angaben, wie ich sei eine unmögliche Person.

Mich selber hat die Frau bereits damit beschimpft, ich sei eine Unperson und ist mir körperlich bedrohlich nah gerückt. Zeugen waren nicht dabei. Ich hätte die Situation feststellen lassen können (was ich nicht gemacht habe), da an dem betreffenden Orte Kameras den Platz / Weg säumen.

Ich möchte mich nun der üblen Nachrede mit geeigneten Mitteln erwehren.

Die Frage, die ich stelle ist, welche geeigneten Mittel mir anempfohlen werden anzuwenden.

Die Veranstalterin einer Veranstaltung, auf der regelmäßig von der Frau über mich übel nachgeredet wird, habe ich über diese Sache mündlich in Kenntnis gesetzt. Doch die Veranstalterin wollte über die Sache nichts wissen und herrschte mich ebenfalls an. Dann habe ich der Veranstalterin (da nur Schriftliches, außer, es wurde etwas unter Zeugen gesagt) die Sache schriftlich vortragen wollen und die Veranstalterin angeschrieben. Doch dasselbe: Die Veranstalterin hat mich gebeten, sie gefälligst nicht mehr anzuschreiben. Daran habe ich mich gehalten / daran halte ich mich. Nur eben ist das Problem nicht gelöst.

Danke für Ihre / Eure Antworten.

Antwort
von juergen63225, 20

Du schreibst nichts konkretes, also kannst du auch keinen konkreten Ratschag erwarten. 

Damit ich ein Gericht mit einer Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung auch nur beschäftigt, muss ein konkreter Sachverhalt angezeigt werden. 

Also z.B. A hat am 15.07. morgens um 7:30 an der Bushaltestelle zu Erna A und Silke B gesagt, ich ich habe etwas getan oder gesagt,  (und diese Tat sollte etwas Strafbares sein und nicht der Wahrheit ensprechen (hat geklaut, mir an den Busen gegrabscht, hat Drogen gedealt) ..  

oder: hat mich als xxxx bezeichnet in Gegenwart von Hans M und Peter O .. wobei ein einfaches A-loch im Affekt unter Jugendlichen oder Arbeiter auf dem Bau kaum als strafbare Beleidigung aufgefasst wird, sowas hängt immer von den Umständen ab. Wenn das eine Büroangestellte in einer Bank oder Anwaltskanzlei zum Chef sagt, kann es ein Kündigungsgrund sein. 

Rechtlich relevant sind Beleidigung aber regelmässig wenn sie sich auf Rasse, Religion, körperliche Gebrechen (die fette S..) beziehen. Das muss keiner hinnehmen. 

Aber wenn ich z.B. sage, das eine Person rassistisch, ungebildet und jähzornig ist und ich sie für völlig ungeeignet für einen Job halte, dann man derjenige das nicht mögen, aber kein Gericht würde eine Beleidigung verfolgen, egal ob mein Kollege gemeint war oder ein Präsidentschaftskandidat eines grossen Staates :-) 

Aber eine Gegenfrage: was bewegt dich dazu, dir Gedanken zu machen über Strafbarkeit und Gesetze ? Mich haben in meiner Jugend auch viele Leute beleidigt oder gekränkt, und ich habe gelernt, A-L--cher als solche zu erkennen und zu meiden wenn möglich und zu ignorieren wenn nötig. Aber mir nie über Anzeige und Gericht Gedanken gemacht. Peinlicher als ein Depp, der rumläuft und sagt dass ich ein Depp bin, wäre doch vor Gericht öffentlich solche Peanuts ausbreiten zu müssen und Zeugen zu laden und alles x mal wiedergeben. Oder ? Vielleich als Anregung zum drüber nachdenken !

Kommentar von Schukuschi ,

Hallo Jürgen63225,

danke für Ihre Antwort.

Da ich die Sache unterhalb der Gerichtsbarkeit beheben möchte, habe ich mich jetzt an Anlaufstellen jenseits von Gerichtsbarkeiten in der Sache gewandt und bitte die um sachdienlichen Hinweis, wie von mir am ratsamsten vorzugehen sei, sollte ich erneut mit ähnlicher Sache von derselben Person konfrontiert werden.

Nach meinem Dafürhalten müsste ich eigentlich die Person, die gegenüber Dritten Unwahrheiten verbreitet, sofort zur Rede stellen und sie um faktenbezogene Aussage bitten.

Das Ganze ist dann von mir zu dokumentieren und der Veranstalterin des Events (das allmonatlich stattfindet) vorzulegen. So ist schon mal eine Verschriftlichung der Darstellung des Geschehenen vorhanden und gereicht, wenn ordentlich verfasst, einer Diskussionsgrundlage und einer Grundlage weiteren Vorgehens.

Mit freundlichen Grüßen,
Schukuschi.

Antwort
von Mignon4, 35

Du kannst Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Dafür benötigst du jedoch eindeutige Beweise.


ich sei eine Unperson und ist mir körperlich bedrohlich nah gerückt.

"Unperson" würde nach meiner Einschätzung nicht einmal für den Straftatbestand einer Beleidigung reichen. Das Verfahren würde ohnehin eingestellt werden, weil kein öffentliches Interesse besteht. Das "bedrohliche körperliche Naherücken" ist keine Straftat.

Nachdem, was du bisher geschrieben hast, sehe ich keine realistische Möglichkeit, etwas zu unternehmen.

Warum sprichst du nicht mit der Person und versuchst, die Angelegenheit auf dieser Basis zu klären? Die Person muss ja Gründe haben, schlecht über dich zu reden.

Kommentar von Schukuschi ,

Danke für die Antwort.

Ich habe versucht, die Frau anzusprechen, doch sie will nicht mit mir reden und aninmiert Dritte, indem sie ihnen (wie einer jungen Frau) in meiner Gegenwart in scharfem Tone sagt: "Komm', rede nicht mit ihr!"

Kommentar von Mignon4 ,

Das ist nicht strafbar.

Die Frau muss ja irgendwelche Gründe haben. Aber egal...! Warum ignorierst du ihr Dummgeschwätz nicht ganz einfach? Mehr ist es nämlich nicht. Außerdem werden sich die Leute selbständig entscheiden, ob sie mit dir sprechen wollen oder nicht. Du überschätzt den Einfluss dieser Frau vollkommen. Nimm den Unfug nicht ernst.

Antwort
von Messkreisfehler, 39

Die von dir geschilderten Umstände reichen in der Regel nicht aus um hier ein Strafverfahren anzustrengen oder durchzuführen.

Zwar kannst Du Strafantrag bei der Polizei stellen allerdings kann man fast schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinilchkeit davon ausgehen, dass dsa Verfahren innerhalb kürzester Zeit eingestellt wird. Zum einen da Du es nicht beweisen kannst, zum anderen da "Unmensch" jetzt keine besonders "schlimme" Beleidigung ist.

Kommentar von Schukuschi ,

Vielleicht ließe es sich von mir tatsächlich mit einem Wort an die betreffende Frau wenden? Unter Zeugen.

Nur, die Frau verbreitet auch in anderen Kreisen über mich üble Geschichten. Offensichtlich fallen die Dritten, die den Geschichten der Frau aufsitzen, auf die von der Frau verbreiteten Geschichten gut 'rein.

Ich mache es das nächste Mal so:
Sollte ich aus der Ferne hören, dass die betreffende Frau wieder böse Worte über mich verbreitet, werde ich sie sofort zur Rede stellen und sie bitten, sofort Beweis zu erbringen. Sie muss dann auch sagen, WAS sie mit 'unmögliche Person' meint.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Das kannst Du natürlich tun. Die Person MUSS dir natürlich nicht sagen was sie mit "unmögliche Person" meint, das kann sie ja immer noch selbst entscheiden ob sie dir das erörtern will oder nicht.

Aber selbst bei einem Strafantrag mit Zeugen würde ich mir bei solchen Aussagen keine all zu großen Hoffnungen machen, in der Regel werden solche "Lappalien" eingestellt oder es wird auf den Privatklageweg verwiesen.

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