Frage von bishare, 17

Tyndall-Effekt logik?

Liegt der Durchmesser zwischen 1nm - 1000nm der Teilchen in einer Lösung, ist es kolloid und man erkennt einen Lichtstrahl. Sind die Teilchen kleiner, ist es aber nicht sichtbar. Macht es aber nicht andersrum mehr Sinn? Wenn die Teilchen kleiner als die Lichtwellen sind, kann es ohne Probleme "durchstrahlen", wieso erkennt man trm den Strahl wenn die Teilchen größer sind, als die Lichtwellen?

Antwort
von PWolff, 9

Lichtstrahlen (im physikalischen Sinne) als solche sieht du nicht, du siehst nur Licht, das in dein Auge fällt.

Was wir als "Lichtstrahlen" (im alltäglichen Sinne) bezeichnen, ist das Licht, das aus einem Lichtstrahl (im physikalischen Sinne) zur Seite herausgestreut wird, sodass wir die Streukörper sehen, wie wir Gegenstände im allgemeinen sehen.

Dass wir makroskopische Gegenstände sehen, daran haben wir uns gewöhnt. Deren Oberfläche reflektiert das Licht diffus, wodurch wir den optischen Eindruck des Gegenstandes bekommen. Wenn wir so einen Gegenstand mit einer Taschenlampe beleuchten, sehen wir darauf einen Lichtkreis bzw. eine Lichtellipse.

Kolloide Teilchen sind immer noch groß genug, das Licht wie ein makroskopischer Körper zu streuen. Allerdings geht das Streuen nicht mehr so gut, wenn das Teilchen kleiner wird als die Lichtwellenlänge - dann kann ein großer Teil der Lichtwelle sich um das Teilchen "herumschlängeln".

Sehr kleine Teilchen sind so klein, dass nur noch ein winziger Bruchteil des sichtbaren Lichts zur Seite weggestreut wird, sodass es zu schwach ist, um von uns wahrgenommen zu werden.

Kommentar von bishare ,

Danke :)

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