pattylicious am 11.10.2007 um 13:24 Uhr
Frauen,die schon eine oder mehrere natürliche geburten hinter sich haben,wissen bestimmt wovon ich spreche.Wenn die Ärzte davon ausgehen,das der Damm(das Gewebe zwischen vagina und after) während der Geburt reißen könnte,nehmen sie einen Dammschnitt vor um einen Dammiss zu verhindern.Tut das nicht weh und bekommt man eventuell eine Betäubung?

Der Dammschnitt wird wie schon beschrieben während einer Wehe gemacht. Ich kann nicht behaupten, dass ich gar nichts gespürt habe - aber im Verhältnis zu den Wehen war der Schnitt nicht so schlimm. Bei der ersten Entbindung hatte ich einen Dammriss, davon habe ich nichts gespürt. Der Schnitt war allerdings wesentlich schneller wieder verheilt als der Riß. Viel unangenehmer war das "genäht werden" hinterher und auch da war es beim Riß schlimmer, weil es länger gedauert hat.
Die Stelle wird örtlich betäubt, den Schnitt spürst Du selbst gar nicht, meist wird er während des Pressens gemacht. Auch wenn hinterher genäht wird, wird die Stelle betäubt. Schmerzen hat man erst hinterher, in den nächsten Tagen beim Sitzen. Aber alles geht vorüber.

bei mir wurde die stelle vor dem schneiden nicht extra betäubt. es wurde während einer wehe geschnitten, so dass ich garnichts gemerkt habe.(nur die erleichterung beim pressen hab ich gespürt) für mich persönlich war das nähen schlimmer(mit betäubung) als der schnitt.
Hallo, zum einen wird heute immer seltener geschnitten. Ein kontrollierter Riss heil einfach schneller und das merkt man nicht. Ich bin bei beiden Geburten gerissen und habe davon nichts bemerkt. Auch wurde mein Damm unter der Geburt akkupunktiert, wovon ich nichts bemerkt habe.
pattylicious am 11. Oktober 2007 13:32 hm...so wie ich gelesen habe,heilt ein dammriss nicht so schnell,weil wenn er reisst,dann ja so zick zack artig oder?
mssnoop am 11. Oktober 2007 15:41 dem kann ich mich nur anschliessen. mir wurde auch geraten lieber schneiden zu lassen, als unkontrolliert zu reissen. das liegt tatsächlich an der wundoberfläche, die bei einen schnitt glatt ist und so einfacher zusammenwächst.
das stimmt so nicht, ein Riss reisst immer an der "Sollbruchstelle" und nicht wo die Schere hinkommt. NIcht umsonst wird heute sogar bei einem Kaiserschnitt eher gerissen als geschnitten.

Man sollte einen Dammschnitt nicht direkt in Erwägung ziehen. Wenn es sich bei der Geburtshelferin um eine erfahrene Hebamme handelt, dann sollte sie den sogenannten "Dammschutz" beherrschen, ein Griff, der ein Reißen verhindern kann.
Ich hatte bei den ersten 3 Geburten so tolle Hebammen, dass sie einwandfrei diesen Griff beherrschten. KEIN Schnitt, KEIN Riss.
Lediglich bei der Geburt unseres 4. Kindes mußte ein Dammschnitt gemacht werden, da ich trotz Steißlage eine natürliche Geburt wollte und dem Kind zuliebe, da der Po den Geburtsweg nicht so weit dehnen kann wie ein Kopf der voran geht, habe ich den Dammschnitt machen lassen. War aber absolut kein Problem!!

Ja, ein Dammschnitt durchtrennt eine sehr empfindliche Region. Der Schnitt selbst ist äußerst schmerzhaft. Normalerweise wird er jedoch während einer Wehe ausgeführt, so daß man die zusätzlichen Schmerzen unter diesen Bedingungen kaum spürt. Herzlose Hebammen (die es leider auch gibt) schneiden allerdings auch mal in einer Wehenpause und das ist sehr schmerzhaft.
Lokale Betäubungen vor einem Dammschnitt sind in meines Erachtens sehr selten!
Hinzukommt, daß der Dammschnitt auch während der Heilungsphase sehr unangenehm ist. Sitzen und Stuhlgang können sehr schmerzhaft sein.
Zm Dammriss: Risse heilen zwar schneller, bergenaber die Gefahr des unkontrollierten Reißens und der Beschädigung des Aftermuskels. Dammschnitte haben schon ihren Grund, da man so die Rissrichtung wählen und beherrschen kann.
Suche Dir eine liebevolle und verständnisvolle Hebamme aus. Eine nach dem Prinzip "das hat jede überlebt", ist auf jeden Fall die falsche!
pattylicious am 11. Oktober 2007 13:40 Woher weiß ich denn,ob die hebamme erfahren ist?
comarel am 11. Oktober 2007 13:42 Erkundige dich bei der Besichtigung der Geburtsklinik, ob dort den Hebammen der sogenannte "Dammschutz"-Griff bekannt ist. Erfahrene Hebammen kennen ihn und wenden ihn auch an (siehe meine Antwort auf deine Frage weiter oben)
pattylicious am 11. Oktober 2007 13:43 alles klar.Vielen Dank.
Dammschnitt kenne ich nur ohne Betäubung, hab nie was gemerkt. Später die Naht wurde mit Betäubung gemacht. 1x 3 kleine Stiche wegen Riss, das war auch nicht schlimm. Ohne Dammschnitt wird der Beckenboden sehr strapaziert. Der Unterschied ist spürbar. Allerdings fand ich die Schmerzen nach einem Schnitt viel heftiger als die Probleme durch den strapazierten Beckenbodenmuskel. Dieser lässt sich sehr gut wieder trainieren, sogar gleich nach der Geburt. Bei mir hat die Entspannung unter der Geburt eine große Rolle gespielt. Akupunktur unter der Geburt hat mir sehr geholfen, sonst wäre es bei unserem Knirps 4040g - Hände an den Ohren und Nabelschnur drumrum - nur leicht gerissen - nicht so einfach gegangen.
Ich kann zwar deine Frage nicht beantworten, aber dir einen Tipp geben. Himbeerblättertee! Dieser, kurz vor dem Geburtstermin getrunken (nicht vorher!) kann eine Geburt ohne Schnitt und ohne Reißen ermöglichen. Eine gute Hebamme weiß das und berät dich auch, wann du anfangsn sollst, den Tee zu tirnken. Ich jedenfalls habe das so gemacht und habe somit keine Erfahrungen mit Dammschnitt und den Folgen und meine zwei Kinder sind auch gesund. Viel Glück!
Ich kann zwar deine Frage nicht beantworten, aber dir einen Tipp geben. Himbeerblättertee! Dieser, kurz vor dem Geburtstermin getrunken (nicht vorher!) kann eine Geburt ohne Schnitt und ohne Reißen ermöglichen. Eine gute Hebamme weiß das und berät dich auch, wann du anfangsn sollst, den Tee zu tirnken. Ich jedenfalls habe das so gemacht und habe somit keine Erfahrungen mit Dammschnitt und den Folgen und meine zwei Kinder sind auch gesund. Viel Glück!
pattylicious am 11. Oktober 2007 14:35 ehrlich?wie kann das denn sein?das interessiert mich jetzt aber:-)
Kajjo am 11. Oktober 2007 14:54 Das klingt sehr nach esoterischem Hokuspokus. Aber Glaube versetzt Berge!
Marah am 11. Oktober 2007 15:19 Himbeerblättertee macht den Muttermund weich und trägt zur Durchblutung bei! Dieser "esoterische Hokuspokus" kann sogar verfrühte Wehen auslösen! Erst mal informieren und dann Placebo schreien...
Doch das funktioniert! Es weitet sanft den Muttermund. Ist kein Allheilmittel (hatte trotzdem einen Riss), aber hilft, keine megalange Eröffnugsphase zu haben!