Türkei und EU verhältnis?

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9 Antworten

Das Verhältnis kann man als Angespannt und zweischneidig beschreiben.

Einerseits gibt es viel Ablehnung in der EU gegen die Politik der Türkei, besonders seit dem vermeintlichen Putsch Versuch, aufgrund der Maßnahmen gegen Medien und die Massenfestnahmen aber auch wegen der gemischten Rolle im Kampf gegen den IS und dem Syrien Konflikt.

Andererseits ist die Türkei NATO Partner und in der Flüchtlingskrise sowie im Syrien Konflikt ein wichtiger Spieler, daher braucht man die Türkei iwie.
Dazu laufen seit langem Verhandlungen über einen EU Beitritt der Türkei, die aber bisher wenig Frucht tragen und an deren Abschluss wenig Interesse in der EU besteht. Dennoch möchte man die Türkei nicht total vor den Kopf stoßen, da viele Türken in der EU leben und da die Türkei als Grenze zwischen Asien bzw speziell dem Nahen Osten und Europa darstellt und somit eine wichtige Rolle in allen Konflikten dort darstellt.

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Guten Tag,

das Verhältnis der Europäischen Union (EU) zur Türkei ist gegenwärtig sehr angespannt, da die türkische Regierung Menschenrechte einschränkt und die EU das anmahnt.

Die EU versteht sich als Wertegemeinschaft. Das heißt, dass ihre Mitgliedsstaaten für Werte, wie Meinungsfreiheit, Demokratie, Gleichheit der Menschen und köperliche Unversehrtheit (um nur einige zu nennen) gemeinsam einstehen. Da die Türkei, beziehungsweise die Regierung diese Werte systematisch untergräbt und nun auch die Todesstrafe wiedereinführen möchte, ist der EU-Beitritt der Türkei quasi vom Tisch.

Zudem werden bei Beitrittsverhandlungen zur EU so genannten Beitrittskapitel, also Themen verhandelt, in denen die Übernahme der Vorgaben und Richtlinien der EU beim Beitrittskandidaten zum jeweiligen Thema erreicht werden soll.

Hiervon sind 33 Kapitel vorhanden. In den seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen wurde bislang lediglich in einem Kapitel ein Erfolg vermeldet, während 8 Kapitel suspendiert wurden, also von der Türkei nicht umgesetzt wurden.

Damit der Beitritt des Kandidaten zur EU überhaupt zur Abstimmung den einzelnen Mitgliedsstaaten vorgelegt wird, muss jeder Beitrittskandidat alle Kapitel erfolgreich abschließen.

Es ist also eigentlich sinnlos, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei weiterzuführen. Sinnvoller wäre es, die Beitrittsverhandlungen mit Montenegro und Serbien schneller weiterzuführen und die Betrittsverhandlungen mit Albanien zu beginnen (das ist jedoch ein anderes Thema).

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Die "Erdogan-Türkei" ist so ziemlich alles was die EU nicht will!

Trotzdem kann sich Erdogan so ziemlich alles erlauben! Kurdenverfolgung, unerlaubte Militäraktionen in Syrien und Irak, Menschenrechtsverletzungen, Folter, Abschaffung der Presse- und Meinungsfreiheit, Einführung der Todesstrafe usw.

Kaum eine Kritik von regierenden Politikern in der EU! Die deutsche Regierung stellt sich gegen den eigenen Bundestag! (Armenien-Resolution) 

Warum? - Weil Erdogan die EU "in der Hand" hat - Erdogan "führt die EU so quasi am Nasenring", - weil die EU etwas gemacht hat, was man niemals machen darf! - EINEN TABUBRUCH!

Sie lässt sich von einem Unrechtsregime/Unrechtsherrscher erpressen! (Flüchtlingsdeal!)

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Die Türkei hat in der EU nichts zu suchen. Ich nenne es: Der türkische Größenwahn >>Die Türkei und die Meinungsfreiheit<< 

Es stellt sich die Frage: Ist die Türkei ein verlässlicher und integrer Partner? Das glaubt wohl nur noch die Bundesregierung. Ankara nutzt den von der Kanzlerin eingefädelter Deal mit der Europäischen Union schonungslos, um seine dazu gewonnene Macht kräftig auszuspielen. Selbst gegen ein Erdogan-kritisches Foto in einer Genfer Ausstellung ist man nun vorgegangen. Der Größenwahn im türkischen Präsidentenpalast hat also mit dem Abkommen vollends um sich gegriffen.
Anders ist es nicht zu erklären, dass die Regierung in Ankara jetzt glaubt, auch außerhalb des eigenen Landes die Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit unterdrücken oder beeinflussen zu können. Auch westliche Journalisten bekommen dies zu spüren, in dem ihnen die Einreise in das Land verweigert wird. Womöglich gibt es sogar schwarze Listen mit unerwünschten Personen. Um es mit der Kanzlerin zu sagen – das geht gar nicht unter vermeintlichen Freunden. Und sollte sich das Land tatsächlich eine islamische Verfassung geben, wäre dies für die europäische Integration sicherlich ein weiteres, unüberwindbares Hindernis.
Die Europäische Union und vor allem die Bundesregierung können all diese Entwicklungen nicht mehr schweigend hinnehmen. Ankara überreizt! Klare Worte sind endlich erforderlich. Insbesondere von Angela Merkel. Sie ist durch den Flüchtlingsdeal in den Ruf geraten, sich erpressbar gemacht zu haben. Die Kanzlerin ist dem bislang nicht wirklich entgegengetreten – jetzt ist es an der Zeit, dies zu tun. Die Türkei will Geld, die Türkei will von der EU profitieren und sie will Visafreiheit für ihre Bürger erreichen. Irgendwann will sie auch Mitglied der Union werden. Es ist also nicht so, dass kein politischer Gegendruck aufgebaut werden könnte. Man muss es nur wollen und wagen.

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Seit dem die Türkei die Meinungsfreiheit verbietet, die Zeitungen verbietet die nicht das schreiben was die Regierung diktiert und die Todesstrafe wieder einführen will, sind die Chancen in die EU aufgenommen zu werden 0.

Erdogan ist dabei ein totalitäres Regime aufzubauen wo wirklich alles andere als Menschenrechte geachtet werden.

Die Europäischen Werte verbieten es so einem totalitären Staat in die Gemeinschaft aufzunehmen. 

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Sehr niedrig weil Türkei die Todesstrafe wieder einführen will.

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Kurz und knapp: Schlecht. Die Chance auf einen Beitritt ist knapp über dem Gefrierpunkt. Also etwa Null. Die Türkei erfüllt nicht einmal die minimalsten Anforderungen an Demokratie und Menschenrechte.

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Die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union wurden offiziell in der Nacht vom 3. zum 4. Oktober 2005 aufgenommen. Bereits sechs Jahre zuvor, am 11. Dezember 1999, wurde dem Land der Status eines offiziellen Beitrittskandidaten der EU zuerkannt. Grundlage dafür war das Ankara-Abkommen aus dem Jahr 1963. Ein größeres Problem bei den Verhandlungen stellt die Nichtanerkennung des vollen Staatsgebietes des EU-Mitgliedes Republik Zypern seitens der Türkei dar.

Quelle: Wiki

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Wie alle gesagt haben, schlecht.

Die Türkei ist mittlerweile an einem Beitritt weniger Interessiert, da sie in Russland und China eine bessere Partnerschaft sieht als in der EU, da es in den vergangenen Jahren mehrere Konflikte gegeben hat zwischen der Türkischen und der EU- Regierung.

Zwischen den beiden herrscht großes misstrauen untereinander.

Die Türkei wird kein Mitglied der EU werden, jedoch ist die EU abhängig von der Türkei und die Türkei kann von der EU profitieren.

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