Türkei und die Armenien Resolution- angebrachte Wut?

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14 Antworten

Der Sultan ist gekränkt und gereizt, die nationalistische türkische Presse verfällt in eine primitive Hetze und erweist sich als wahrer Brunnenvergifter. Es ist ein armseliger Abwehrmechanismus seitens der Türkei, wenn sie ausgerechnet jetzt mit einem Nazi-Vergleich meint kommen zu müssen. Gerade die Verurteilung der Verbrechen, begangen an den unzähligen Armeniern, durch den Deutschen Bundestag hat den deutschen Staat ein Stück weit nach Vorne getragen, ist als antifaschistischer Akt zu würdigen. Das Parlament hat, wie selten zuvor, Größe gezeigt und bewiesen. Verachtenswert ist lediglich die Abwesenheit Mwerkels bei diesem bedeutsamen Akt des Bundestages, sowie das Wegducken von Gabriel und Steinmeier.  Und wieder mal haben sich die sPD-Granden schändlich verhalten. Deren Versagen, deren fehlende sittlich-ethische Haltung ändert nichts an der Tatsache, dass das Parlament den einzig richtigen Schritt vollzog, der türkische Staat hingegen nichts Besseres zu tun hat, als einen Kübel Jauche ausschütten zu müssen. Dieses unappetitliche Gebahren aus Ankara ist entschieden zurückzuweisen.


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Guten Tag,

man darf nicht vergessen, bei aller Resolution und Anerkennung als Völkermord durch die Türkei, dass Deutschland an der damaligen Lage nicht ganz unschuldig war.

Letztlich war das Ziel der Deutschen, mit England als Weltmacht gleichzuziehen. Die Briten waren in Ägypten und hatten den Suez-Kanal als die kürzeste Verbindung nach Indien. Diesen wichtigen Wasserweg wollte Deutschland angreifen. Dafür brauchte es einen starken türkischen Bündnispartner. 

Vom damaligen Reichskanzler, Theobald von Bethmann Hollweg, hieß es daher: Man könne den Verbündeten nicht in dieser Weise in den Rücken fallen. Auch der Rest der Obersten Heeresleitung lehnte ab.Daher wurde die Türkei mit erheblichen Lieferung von Waffen versorgt, die dieses Vorhaben unterstützen.

Ob die Türkei dies anerkennt, sollte uns egal sein. Innenpolitisch wurde dies in unserem Land anerkannt, jedoch sollte man nicht so machen, als hätte man mit der Sache selbst kaum bzw. nichts zu tun.

KaterKarlo2016

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Die Deutschen stehen doch zu ihrer Vergangenheit. Es ist sogar strafbar den Holocaust an den Juden zu leugnen. Erdogan ist schon ein ganz armseliger Wicht. Er war doch gar nicht damals dabei, wie die meisten der heutigen Deutschen ebenfalls am 2. Weltkrieg nicht beteiligt waren. Es würde ihm kein Zacken aus der Krone fallen,  aber Hauptsache alles abstreiten, wodurch er sich noch mehr lächerlich macht, als er ohnehin schon ist. Übrigens haben viele andere Länder schon lange vor Deutschland den Völkermord an den Armeniern anerkannt. Die Deutschen haben sich schon recht lange Zeit dazu gelassen. Das war ja überfällig. Es wäre besser für den Pascha gewesen, wenn er sich gar nicht dazu geäußert hätte, statt dieses Kasperltheater zu veranstalten.

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.....und ich bin sauer.

Warum geht die Weltpolitik nicht endlich mal hin und deckt die gesamten türkischen Untaten in Form einer Resolution auf.

Da dürfte ja noch einiges mehr sein als nur der Völkermord an den Armeniern.

Was ist denn nun damit:

  • Genozid an den Pontos-Griechen
  • Progrom Istanbul
  • Zwangsislamisierung von Griechen, die dann sogar gezwungen wurden türkische Namen anzunehmen
  • Zypern
  • Kurden

All das ist bei den Türken seit Jahrzehnten Programm.

Da verwundert es nicht sonderlich, dass selbst der Umgang mit den IS-Terroristen äußerst konfortabel für IS gehandhabt wird.

Gleichsam die Instrumentalisierung der syrischen Flüchtlinge. Das Drama ist doch regelrecht iniziert.

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Die Weltöffentlichkeit hat, den aktuellen Nachrichten folgend,
heute mit folgenden Problemen zu kämpfen:


Flüchtlinge,Terrorismus, Sanktionen gegenüber einem Sechstel des Erdterritoriums und ihre wirtschaftlichen Folgen für Deutschland, Energiekrise, Vergiftung der Weltmeere mit Plastikmüll, Weltraummüll, 

Erderwärmung
usw., usf.

Und da fällt dem deutschen Bundestag nichts anderes ein, als ein Ereignis zu bereden und zu bewerten, das ca. 100 Jahre zurück liegt!??

Ich kenne armenische Politiker und Historiker, die eindeutig sagen, dass das damals ein Massenmord, aber kein Genozid war. Und ich kenne andererseits türkische Historiker und Politologen, die sagen, das war nicht nur ein Völkermord, sondern eine Ausrottungskampagne.

Hat der deutsche Bundestag nichts anderes zu tun??

Doch, hätte er! Aber diese Diskussion über den Genozid der Türkei gegen Armenier (und andere) mit Hilfe des damaligen Deutschen Reiches
(„liebe Freunde, wir wissen doch um unsere Mitschuld, nehmt das also nicht
allzu ernst - das ist nämlich alternativlos!“) lenkt wiedermal von sehr präsenten Themen ab und hat m. M. eine ganz klares Ziel.

Nachdem die Bundesregierung kritisiert wurde, dass sie sich in der Frage Asylanten von der Türkei erpressen lassen hat, musste sie nun mal ein Zeichen setzen, dass dies angeblich nicht der Fall ist. Die diplomatische
Schauspielerei (Vorladung des deutschen Botschafters in Ankara, Abzug des türkischen Botschafters aus Berlin, usw.) ist eine Klamotte von beiden Seiten:

Die Türkei weiß, dass sie ohne wirtschaftliche Unterstützung seitens der EU, v. a. Deutschlands, bald am Hungertuch nagen würde, muss aber Gesicht wahren – wenn auch in einer historisch komplett uninteressanten
Angelegenheit, für die die heutige türkische Regierung, auch als 
Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches, keine Verantwortung trägt.

Die BRD zeigt der Welt (wiedermal stumpfe) Zähne, was ihre autonomen
Entscheidungen anbetrifft, sei es auch bloß zu einem heute total
uninteressanten Thema! Und – das ist allerdings eine Vermutung – die Proteste deutscher Bürger mit türkischen Wurzeln vor dem Bundestag gegen diese Bundestagsresolution wird wieder mal einigen besonders abendländisch-deutschen Teutonen als eine Handhabe gegen Ausländer und Fremdstämmige dienen. 

Ob das der deutsche Bundestag nicht eventuell sogar beabsichtigt hatte?

Beide (sowohl die deutschen als auch die türkischen Machthaber) lachen sich wahrscheinlich ins Fäustchen.

Denn die Weltöffentlichkeit wurde wieder mal kräftig genarrt!

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wir fordern die türkei doch nicht auf zu ihrem völkermord zu stehen. deutschland hat nur anerkannt das es ein völkermord an den armeniern was was die osmanen da gemacht haben., und die türkei ist da nun mal der nachfolger von.,

was die türkei in ihren zeitungen druckt kann hier eigentlich jedem egal sein. kein normaler mensch hier muss diese zeitungen lesen.

wenn der türkei das nicht gefällt was deutschland beschliesst können sie nach dem botschafter vor mir aus auch alle anderen türken in die türkei zurückbeordern.

da haben nicht viele ein problem mit

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Kommentar von halloschnuggi
03.06.2016, 14:01

"vor mir aus auch alle anderen türken in die türkei zurückbeordern..." Irgendwie rassistisch, wenn man bedenkt das die Türken (nicht nur die türken) sehr viel geleistet haben um Deutschland wieder aufzubauen... Es lebe 3Mil Türkischstämmige in Deutschland, was wäre Deutschland ohne die? Kann ich mir schwer vorstellen!

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Die Türkei kann verweisen worauf sie will.

Natürlich ist die deutsche Vergangenheit von 33-45 den Ereignissen von 1915 im Osmanischen Reich nicht nur vergleichbar, sondern viel schwerer.

Der Unterschied ist auf einem anderen Gebiet. Frage mal Jemanden aus meiner Generation (50er Jahre Jahrgang), oder jünger, was er von der Verantwortung für Nazideutschland hält, so wird er sagen, das war ein anderes Deutschland. Ich bin Nachkriegsjahrgang. Habe keine unmittelbare Verantwortung, eben nur die historische.

Ein Türke von 25 fühlt sich persönlich angegriffen, wenn man das Osmanische Reich kritisiert.

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Der Konflikt Türkei - Armenien ist auf beiden Seiten sehr emotional belastet.

Beide Seiten reagieren reflexartig, wenn diese Thematik angesprochen wird.

Ich war 1986 in Armenien und konnte da sehr emotionale Demonstrationen zum Thema erleben.

Es bringt letztlich keiner von beiden Seiten etwas, wenn alte Gräben wieder aufgerissen und Mauern hochgezogen werden.

Auf der anderen Seite könnte sich die Türkische Regierung völlig schadlos auf den Standpunkt zurückziehen, dass diese Angelegenheit vor vielen Jahren unter völlig anderen Herrschern passiert ist.

Ein ähnlicher Konflikt bei der Geschichtsbewältigung besteht auch heute noch zwischen China und Japan, wo beide Seiten gerne eigene Unzulänglichkeiten ausblenden.

Aus meiner Sicht zeigt derjenige Stärke, der zu den Fehlern und Unzulänglichkeiten steht, die er selbst oder Vertreter seiner Gruppierung verursacht hat bzw. haben.

Günter

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Natürlich ist es legitim von Seiten der Türkei auf die Verbrechen der Hitlerdiktatur hinzuweisen. Nur ändert das gar nichts an dem Völkermord an den Armeniern. Dieser Völkermord ist ein seriöserweise unbestreitbarer Fakt.

Dass jetzt die Erdogan-Presse im Dreieck springt oder in Deutschland kein türkischer Botschafter mehr ist ... 

... es gibt Dinge, die mich mehr berühren, z. B. Berichte über das durchlittene Martyrium der Armenier.

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Nun, im Gegensatz zur Türkei hat sich Deutschland schon sehr lange mit der Vergangenheit auseinandergesetzt.

Ich finde diesen Hinweis daher mehr als albern.

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Kommentar von jedarkaese
03.06.2016, 14:39

Jedes Land hat seine Leichen im Keller, ziemlich heuchlerisch was die da grade abziehen, aber naja..

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Eigentlich hat der Westen Nichts zu sagen.

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Kommentar von martinzuhause
03.06.2016, 13:44

zu einem völkermord der geschehen ist sollte jedes land was sagen.

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Ich finde die sache total daneben, die 1,5mil opfer des armeniesches volkes tut mir leid, was aber nie im Bundestag erwähnt worden ist, ist das es 2mil Opfer des osmanisches reiches gab. So ein doppelmoral immer.

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Kommentar von hooperL
03.06.2016, 14:07

ja diese 2 mil opfer sind vllt im krieg gestorben, es war aber kein gezielter völkermord wie an den armeniern

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Kommentar von halloschnuggi
03.06.2016, 15:13

Ah jetzt heisst es "krieg"...

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Kommentar von halloschnuggi
03.06.2016, 22:06

Es ist kein Vergleich. Du solltest dich besser informieren wie alles anfing, es waren sicher nicht die Osmanen dich es angefangen haben.

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Kommentar von halloschnuggi
05.06.2016, 04:52

Hallo Mark1616, ich habe mich entschlossen deiner Beiträge keine Antworten mehr zu schreiben.
Lg

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Die Türken haben das Recht zu Hause zu machen was sie wollen. Ihr Deutsche auch. Das müssen sich eben auch die Türken gefallen lassen.

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Kommentar von martinzuhause
03.06.2016, 21:03

haben wir doch gemacht und eine resolution zum völkermord der türken an den armeniern beschlossen.

was regt sich da in der türkei jemand drüber auf.

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Eine Wut ist angebracht und zwar auf die Türkei. Währen Deutschland wenigstens so getan hat, dass es die braune Vergangenheit aufarbeiten würde, werden in der Türkei Menschenrechtsverbrecher wie Atatürk noch immer als Halbgötter verehrt.

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