Frage von Revic, 35

TSchG §11 nur für Gewerbstätige?

Im §11 des Tierschutzgesetzes steht ja geschrieben:

oder (...) 8. gewerbsmäßig, außer in den Fällen der Nummer 1, (...)

f)
    für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten

Nun meine Frage: Gewerbsmäßig bedeutet ja, dass man für die Tätigkeit Geld nimmt, sich damit finanziert oder teilfinanziert. Bedeutet das, dass man durchaus private Verhaltensberatung anbieten und durchführen darf, solange man dafür keine Bezahlung nimmt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Revic,

Schau mal bitte hier:
Recht Tiere

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uni1234, Community-Experte für Recht, 12

Unter einem Gewerbe versteht man im Verwaltungsrecht eine nach außen erkennbare, selbstständige, legale, mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübte Tätigkeit, die kein freier Beruf ist. Entscheidend ist daher nicht, ob man Geld durch die Tätigkeit einnimmt, sondern ob die Einnahmen höher sind als die Ausgaben.

Aus § 11 Abs. 1 Nr. 8 TierSchG folgt daher, dass man ohne Erlaubnis mit Wirbeltieren handeln und diese züchten (etc.) darf, solange man dies ohne Gewinnerzielungsabsicht tut. Daher dürftest Du ohne Erlaubnis die Verhaltensberatung anbieten, zumindest nach dem TierSchG.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 17

Privat kannst du machen was du willst. Sobald du Geld nimmst ist es eben ein Gewerbe. Und wenn es ein Gewerbe ist, gilt eben diese Regulierung.

Tiertrainer oder Tierpsychologe kann sich im übrigen, jeder nennen. Das sind keine geschützten Berufsbezeichnungen.

Antwort
von Hamburger02, 8

Privat und ohne Gewinn kannst du im Sinne einer "Nachbarschaftshilfe" machen, was du willst.

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