Frage von jainsagerin, 19

Trump-Sieg und US-Wahlsystem wirklich unfair?

Findet ihr das Wahlsystem in den USA (und damit Donald Trumps Sieg) wirklich so unfair?

Antwort
von voayager, 18

Das Wahlsystem in den USA ist auf Bundesebene ausgeprochen undemokratisch, weil es nicht die Anzahl der abgegebenen Stimmen wirklich berücksichtigt, sondern vielmehr die bloße Mehrheit der einzelnen Bundesstaaten, die dann via Wahlmänner und Wahlfrauen den Ausschlag geben. Dies ist Ausdruck der Mehrheitswahl, also anders als die Verhältniswahl, die die tatsächliche Anzahl der Stimmen berücksichtigt.

Kommentar von jainsagerin ,

Auf Landesebene mag es undemokratisch erscheinen, aber auch nur, wenn man davon ausgeht, dass der leitende Gedanke wäre, dass die Stimme des Einzelnen auch auf Ebene der gesamten Republik zählen würde. Das ist aber nicht der Fall. Sondern nur auf Bundesstaatebene. Das ist einfach nur eine Frage des Blickwinkels. Es muss nicht zwingend als undemokratisch betrachtet werden.

Kommentar von voayager ,

Nun, das Undemokratische in den USA zeigt sich auf der Bundesebene, so war auch meine Aussage geminet, über die Bundesstaaten-Ebene hatte ich mich nicht geäußert.

Kommentar von jainsagerin ,

...Und nun? Ich habe mich aber darüber geäußert.Da habe ich deine Aussage ja nicht ignoriert oder verfälscht?

Kommentar von voayager ,

Ja, deine Frage zielt ja auch in die Richtung, dass das Wahlsystem nicht fair ist, wie du es ausdrückst.

Ich denke mal, wir sehen beide dsbzgl. in etwa das Gleiche.

Antwort
von Myrmiron, 13

Das Wahlsystem finde ich schon unfair, aber damit meine ich das gesamte Wahlsystem in der US&A, und ich finde es unfair gegenüber dem Wähler.

Donald Trumps Sieg finde ich nicht unfair, da es ebenso gut in die andere Richtung hätte gehen können (Hillary hätte mit weniger Stimmen gewinnen können). Ein Sieg kann nicht unfair sein wenn beide nach den selben Regeln spielen.

Hillaries Sieg in den Primaries fand ich allerdings unfair, da Hillary zusammen mit der DNC Bernie Sanders behindert hat, und sich somit einenj unfairen Vorteil verschafft hat den Sanders nicht hatte.

Kommentar von jainsagerin ,

Korrekt. 

Antwort
von quwer, 19

Weniger Menschen haben ihn gewählt und er ist trotzdem Sieger.. das ist schon komisch oder? 
Ich finde zu Zeiten von Pferdekutschen hat das System der Wahlmänner in einem so großen Land wie Amerika schon Sinn gemacht, aber das System ist zu Zeiten der modernen Medienkommunikation absolut veraltet.
ob fair oder nicht, nun ja, sie haben sich ja zu den Bedingungen zur Wahl gestellt, also muss mit den Konsequenzen halt klar gekommen werden. Aber das passiert in Amerika ja auch nicht zum ersten mal. Wird Zeit, dass das geändert wird meiner Meinung nach.

Kommentar von jainsagerin ,

Das System der Wahlmänner ist überholt, das stimmt. ^^ Aber das war ja nun auch davor schon so, das nun als Argument speziell gegen Trump anzuführen... ich weiß ja nicht.

Nicht, dass ich für Trump gewesen wäre, aber die Proteste gegen seinen Sieg finde ich doch irgendwie.. sinnfrei. Man mag sich gegen ein Wahlsystem auflehnen können, aber gegen einen Wahlsieg?!^^

Kommentar von quwer ,

Meine Rede. Ich glaub man muss einfach nur abwarten. früher oder später leistet der sich eine richtige Aktion und dann wird er abgesetzt.

Kommentar von jainsagerin ,

xD Möglicherweise.

Naja, ich denke aber nicht, dass die Welt mit Donald Trump nun untergehen wird. 

Kommentar von gunnar90 ,

Ich wette 1000:1, dass er in 4 Jahren erneut gewählt wird. Schon jetzt sind die Wahlgewinner die Banken, die Pharmaindustrie und die Rüstungsindustrie, deren Aktienkurse an der Wallstreet in die Höhe schnellten. Und wer die Banken, die Pharmaindustrie und die Rüstungsindustrie hinter sich vereint, hat schon den goldrichtigen Start ins Amt.

Antwort
von aurelian123, 13

Meiner Meinung nach ist das System undemokratisch (da z.b eine Stimme in Alaska mehr zählt als in Californien) aber nicht unfair, da ja für beide die selben Chancen bestehen

Antwort
von LustgurkeV2, 18

Unfair würde ich nicht sagen da jeder das Spiel kennt und auch mitspielt.

Es ist vielmehr unpraktisch weil es den wahren Gewinner benachteiligen kann.

Kommentar von jainsagerin ,

Kann man das "wahren Gewinner" nennen, wenn die Spielregeln, die den Gewinner bestimmen, im Vorhinein schon klar waren/sind?

Kommentar von gunnar90 ,

Natürlich. Niemand hat das Gesetz gebrochen. Die USA sind eine Demokratie und das Wahlgesetz wurde demokratisch verabschiedet. Egal, ob dir das gefällt oder nicht.

Kommentar von jainsagerin ,

Na, der Meinung bin ich doch auch. 

Aber LustgurkeV2 nennt Hillary Clinton die "wahre Wahlgewinnerin".

Irgendwie bist du 'n bisschen auf dem falschen Dampfer hier, gunnar90. xD

Antwort
von archibaldesel, 14

Nein, den Amerikanern ist der Föderalismus, also die Eigenständigkeit der Bundesstaaten wichtig. Insofern ist es konsequent die Wahl auf die Bundesstaaten zu übertragen. Und in den Bundesstaaten stimmen die Mehrheitsverhältnisse. Es ist Unsinn, die Wahl in den Bundesstaaten dann einfach für das gesamte aufzuaddieren. Die Amerikaner wählen nicht auf Landesebene, insofern sind ist ein entsprechender Ausweis der Stimmen falsch und irrelevant.

Kommentar von jainsagerin ,

Jap, bin komplett deiner Meinung.

Antwort
von Skeeve1, 14

Ja. Ein System, bei dem es gute Chance gibt, daß der Verlierer gewinnt, ist schlecht. 

Bis jetzt ist es in der Geschichte der USA 4x passiert, was einer "Fehlerquote" von 7% entspricht. Man stelle sich nur mal vor, in der Bundeslige würde bei 7% aller Fälle durch seltsame Regeln der Verlierer des Spiels zum Gewinner erklärt. Die Stadien würden brennen.

Kommentar von jainsagerin ,

Nein, denn dann würden wir einen "Sieg" anders definieren. Wenn diese Spielregeln dann vorher schon klar sind, dann ist daran nichts unfair.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Dann wird sowas aber zum Glücksspiel und das darf bei einer Wahl nicht sein.

Kommentar von Skeeve1 ,

Das ist es doch gerade. Die Spielregeln sind schlecht, und deswegen gibt es unfaire Ergebnisse.

Kommentar von jainsagerin ,

... Nein, das ist unlogisch. Fair war es trotzdem vor dem Hintergrund, dass die Spielregeln vorher bekannt waren.

Dass man sich gegen das Wahlsystem auflehnen kann, dagegen sage ich ja nichts. Aber doch nicht gegen das Wahlergebnis, nachdem man die Spielregeln vorher genau so festgelegt hat! Darum geht es doch. 

Kommentar von archibaldesel ,

Die Aussage ist falsch. Es wird auf Ebene der Bundesstaaten gewählt, nicht auf Landesebene. Insofern sind die Stimmverhältnisse auf Landesebene nicht relevant. Auf Ebene der Bundesstaaten stimmen die Mehrheitsverhältnisse.

Kommentar von Skeeve1 ,

Nein, stimmen sie nicht. Egal wie viel Wortakrobatik man durchzieht, es belibt dabei, daß bereits 4x der Kanididat mit den meisten Stimmen nicht Präsident wurde.

Kommentar von jainsagerin ,

Aber das ist nun mal nicht der Gedanke hinter dem System.

Antwort
von Apfelkind86, 12

Das Wahlsystem der USA ist inzwischen sehr undemokratisch, weil vor allem die Republikaner das Mehrheitswahlrecht ausnutzen, um sich abenteuerliche Wahlkreise zurecht zu schneiden.

So stellen sie sicher, dass in den meisten Wahlkreisen die Wähler, die eher demokratisch wählen, in der Minderheit sind und ihre Stimmen daher verfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerrymandering

https://goo.gl/76P5iX

Antwort
von soissesPDF, 12

Nein.
Die USA hat 51 Bundestaaten mit unterschiedlicher Anzahl Bevölkerung.
Genau das wird über die Wahlmänner ausgeglichen.
Ohne diesen Ausgleich würden die bevölkerungsreichen Bundestaaten an Ost und Westküste die bevölkerungsschwachen Staaten dominieren.

Ein demokratisches System, für 219 Mio. Wähler muss diese Bevölkerungsunterschiede ausgleichen.

Genau diesen Aspekt hat Clinton vernachlässigt und die Wahl verloren.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Wie wäre es mit einem simplen Verhältniswahlrecht, in dem jede Stimme gleich viel zählt?

Kommentar von soissesPDF ,

Darüber wärest als New Yorker sicher erfreut, in Utah oder Oklahoma eher weniger.
In South Dakota oder Nevada hast eher nichts von der Wall Street.
sind 219 Mio. Wähler, die eben nicht alle an Ost- oder Westküste wohnen, sondern mittendrin.
Eben das gleicht das amerikanische Wahlsystem aus, über die Zahl der Wahlmänner.

Nur so am Rande, wie wollte denn Clinton in Texas auftreten "wir haben in Alamo gekämpft gegen Santa Anna"...wer jetzt genau hat in Alamo Texas für Amerika verteidigt?
Eben, in diese "Mitte Amerikas" hat sich diese Elite-Feministin nicht hingetraut, diesen John Waynes einmal zu erklären aus welchem Holz eine Frau geschnitzt ist, "auf der Mainstreet, einen Bullen auf 'nem Rodeo in Arkansas reiten.
50% der Frauen wählten Hillary nicht, die noch nie die Sporen eines Cowboys an seinen Stiefeln gesehen hatte.
Dort aber ist Amerika, die uramerikanische Legende, das Land der Rancher, Farmer, Siedler, der Cowboys und Endecker.
Nicht das der verwöhnten Vorstadt Pommeranzen.
In diesem Amerika hat Hillary die Wahl verloren.

Trump, dieser Wallstreet Boy, in den Fußstapfen von Ronald Reagan und Johne Wayne, der einem amerikanischen Longhorn Rind ein Brandzeichen aufdrücken kann, der war in dieser Mitte des Landes, sprach die Mythen und Legenden an, dort wo Amerika einst groß wurde.
Er gewann diese Staaten, nahezu durchgehend.
"Den Schutz durch unsere Jungs, den Gi's und Marines gibt es nicht länger zum Nulltarif, dafür wird die Welt schon zahlen müssen. Wir sind zuerst Amerikaner, nicht der Bückling der Welt".

Man mag das populistisch nennen, kann schon sein.
Nur wurde so die Wahl gewonnen, ein anderes Ergebnis hat es nicht.

Antwort
von LostHope2, 10

Unser Lehrer hat uns auch erklärt dass,wenn die USA ein anderes Wahlsystem hätte,Clinton gewonnen hätte.

Kommentar von jainsagerin ,

Mag sein, aber ob ein anderes Wahlsystem "besser" wäre, das ist ziemlich subjektiv.

Antwort
von unlocker, 11

Es ist etwas eigenartig, irgendwo habe ich auch mal eine Info gefunden warum das so entstanden ist. Und es ist nicht das erste Mal, der größte Verlierer war Al Gore, mit mehr als 600000 Stimmen mehr als Bush

Kommentar von jainsagerin ,

Eben, es ist nicht das erste Mal. 

Antwort
von HelferoAnonymo, 11

Man kann es nicht unfair nennen. Ich finde es noch nicht ganz ausgereift. Die Amerikaner kennen das Prinzip 'The Winner takes all' also sind sie sich der Konsequenz bewusst gewesen.

Antwort
von sgn18blk, 11

Nein.

Trump hat nicht unfair gewonnen. Er hat sich das verdient.

Jeder kennt das Wahlsystem in den USA und wenn man dieses nicht akzeptieren kann, sollte man die Schuld nicht auf Trump bzw. Trump's Sieg schieben. Er hat schließlich nicht dieses System erschaffen.

Hätte Clinton gewonnen und insgesamt weniger Stimmen als Trump gehabt, dann würde sich (und da bin ich mir sicher) niemand beschweren.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Hätte Clinton gewonnen und insgesamt weniger Stimmen als Trump gehabt, dann würde sich (und da bin ich mir sicher) niemand beschweren.

Ohoho, da bin ich aber ganz anderer Meinung. Da wäre zum einen ein gewisser verrückter Milliardär, der Wahlbetrug schreien würde, sowie seine noch verrücktere und gewaltbereite Anhängerschaft.

Kommentar von sgn18blk ,

Jeder hat seine eigene Meinung.

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