Frage von Thessalicious, 50

Trotz schlechter Vergangenheit Perspektive für den Beruf Nofalllsanitäter?

Hallo ich bin w 23 Jahre , meine Vergangenheit war nicht so rosig Drogensucht, Borderline.. Doch befinde ich mich nach Jahrelanger Therapie wieder im Leben mir geht es sehr gut und ich habe gelernt mir meinen Krankheiten um zugehen . Ich bin in der Sucht weder gewalttätig geworden noch habe ich Einträge im Führungszeigniss. Ich mache ab diesem Jahr September ein Fsj im Krankenhaus und möchte anschließend eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin machen, weil ich Menschen helfen möchte und mich der Beruf sehr interessiert.Ich habe Angst das draus nichts wird,in meinem Lebenslauf ist eine Lücke von 3 Jahren wo ich mich in Therapie befand, habe ich trotz meiner Vergangenheit eine Chance, und falls ja was sagt man zu einem Vorstellungsgespräch zu den 3 Jahren die fehlen. Ich kann meine Vergangenheit nicht mehr rückgängig machen leider, aber ich möchte eine Zukunft und habe Angst das, dass Alte mir im weg stehen könnte. Ich würde mich auf Antworten freuen vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen

Antwort
von Caila, 20

Schwierig. Es könnte ein Ausschlußkriterium sein. Die Drogensucht aber auch das du Borderline hast.

Die drei Jahre könntest du als Selbstfindungsphase benennen. Die Zeit in der du erstmal herausfinden mußtest wer du bist und was du wirklich willst, damit du im Berufsleben nicht wankelmütig wirst.

Man muß den leuten ja nicht direkt alles auf die Nase binden.

Ansonsten gibt es soweit ich weiß folgende festen Kriterien für Notfallsanitäter.

Du bist mindestens 18 Jahre alt
Du hast einen dieser Schulabschlüsse: Berufsreife, Sekundarabschluss I oder Abitur
Dein polizeiliches Führungszeugnis hat keine Einträge
Du hast einen Führerschein Klasse B oder sogar Klasse C
Dein Hausarzt bescheinigt dir die gesundheitliche Eignung für den Beruf des Notfallsanitäters

Und dann gibt es noch ein paar Dinge die relevant sind.

Du mußt körperlich absolut fit sein. Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sind dabei wichtig

Du mußt natürlich auch was im Kopf haben. ^^ Wichtig sind bei diesem Beruf neben der Allgemeinbildung auch Transferfähigkeit, Wissen zum deutschen roten Kreuz. Konzentrationsfähigkeit, Basiswissen Notfallmedizin, Mathematik, Geographie, Rechtschreibung und technisches Verständnis.

Zu guter Letzt natürlich auch Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit

Ach ja und du mußt psychich belastbar sein, weshalb psychiche Erkrankungen oft Ausschlußkriterien sind. (solltest du auch für dich gut bedenken)

Abgesehen davon denke ich das das FSJ dir eine gute Hilfe sein wird. Zum einen lernst du dabei natürlich auch was und kannst ein wenig mehr sehen ob das wirklich was für dich ist.
Zum Anderen kann die Lücke dadurch wirklich etwas in den Hintergrund treten.

Viel Glück

Kommentar von Thessalicious ,

ich hatte mich auch belesen was die Kriterien für die Ausbildung sind, einen Führerschein mache ich nächstes Jahr ich bin zwar klein und zierlich doch mache ich viel Sport und bin in der Sache sehr fit. Ich schau wie das Fsj läuft doch muss ich mich bei manchen Stellen schon bis Ende Oktober bewerben. ich würde diese Ausbildung wirklich gerne machen, es ärgert mich so das ich Borderline habe, obwohl ich wirklich sagen muss das ich keine Probleme mehr damit habe, es kommt so selten vor das sich meine Krankheit zeigt..

Kommentar von Caila ,

Versuch es einfach.  :) Wenn es klappt gut. Wenn nicht, nun dann ist dem eben so.

Antwort
von Jaaan1709, 7

Ja, der Rettungsdienst ist nicht um sonst die Berufsgruppe für gescheiterte Existenzen

Antwort
von HaGue60, 27

Ich finde sehr gut, dass Du erst mal ein FSJ im Krankenhaus machst. Das geht ja schon in die Berufsrichtung. Wenn das gut läuft, wirst Du vermutlich die Kontakte haben, die Du brauchst für Deinen weiteren Weg. Die Lücke tritt dann in den Hintergrund. -

Ich würde mir trotzdem überlegen, welche Berufe für mich noch in Frage kommen würden (Plan B) und mich auch darüber informieren. Weißt Du, wie die gesundheitlichen Voraussetzungen für Notfallsanitäter sind?

Wie Du mit der Lücke im Lebenslauf umgehen kannst, würde ich mit Therapeut oder Arzt besprechen.

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