Frage von Rackalele, 52

Trotz Rücktritt vom Vertrag zahlen, obwohl noch keine Leistung erbracht wurde?

Hallo miteinander, man nehme an, jemand hätte einen Vertrag unterschrieben, um eine neue Website erstellen zu lassen. Leider kommt es kundenseitig zu einer Verzögerung bzw. um komplettes aufschieben des Projektes. Nun könnte der Kunde, der vom Vertrag zurücktreten möchte, einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, an den dann eine Zahlung von 20% der Gesamtkosten (in diesem Fall ca. 800 €) gekoppelt ist. Der Designer hat keine einsehbaren AGB's, bis auf Beratung und Angebotserstellung ist keine Leistung erbracht worden. Ist das Usus und rechtens? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen!

Antwort
von Antitroll1234, 47

Ein Aufhebungsvertrag ist eine beidseitige Vereinbarung um einen bestehenden Vertrag aufzulösen. Entweder bist Du mit den Bedingungen einverstanden und zahlst die 20% und der Vertrag ist damit gegenstandslos, oder Du bist nicht einverstanden und hast dann das Recht auf die vertraglich geregelte Leistung und bezahlst den kompletten Preis.

Einen Aufhebungsvertrag muss dein Vertragspartner dir nicht anbieten, dies ist Kulanz des Vertragspartners dir gegenüber.

Kommentar von Droitteur ,

Bei der Erstellung der Webseite könnte es sich aber um einen Werkvertrag handeln, der einfach gekündigt werden kann. Was dem Werkunternehmer dann noch zusteht, ist womöglich geringer als 20 Prozent.

Antwort
von WetWilly, 52

Das wäre völlig in Ordnung, die 20% kommen mir noch relativ günstig vor.

Im gewerblichen Verkehr darf durchaus sogenannter "entgangener Gewinn" geltend gemacht werden....

Antwort
von emily2001, 47

Hallo,

du solltest deinen Vertrag nochmals durchlesen, wenn so was drinne steht, und wenn du den Vertrag so unterschrieben hast, dann mußt du wohl oder übel die 20% zahlen!

Emmy

Kommentar von Rackalele ,

In dem Vertrag steht nichts drin. Habe schon nachgeschaut.

Antwort
von atzef, 40

Ich finde es kulant.

Offenbar haben beratungsgespräche stattgefunden, ein Angebot wurde erstellt, er könnte immer argumentieren, er habe schon miit den Vorarbeiten begonnen, gehirnschmalz investiert, sich nicht so intensiv um andere Anfragen gekümmert...

Antwort
von HerrMeier2, 47

Meiner Meinung nach ist das rechtens. Man muß keine AGBs haben. Ihr habt einen Vertrag geschlossen. Der ist für beide Vertragsparteien bindend.

Antwort
von Jewi14, 29

Die Antwort wirst du in den Paragrafen finden:

http://dejure.org/gesetze/BGB/284.html

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