Frage von MellyMissRipper, 109

Trotz Persöhnlichkeitsstörung Psychiater werden?

Ich wollte schon immer Psychologie studieren. War einfach immer das was ich wollte. Demnächst möchte ich mich an der Uni in Bamberg für das Psychologiestudium bewerben. Letztes Jahr bekam ich nach einem Klinikaufenthalt die Diagnose Borderline Persöhnlichkeitsstörung. Der verdacht war schon länger da. Aber da ich eine genaue Diagnose wollte ließ ich mich einweisen. Nach dem das bestätigt wurde begann ich mich selber zu therapieren. Was heisst selber therapieren... ich brachte mir ohne Therapie bei am besten mit all dem umzugehen. Ich bin psychisch im moment stabil wie noch nie. Da ich nach dem Studium noch weiter machen möchte um Psychiaterin zu werden wollte ich jetzt wissen ob das rechtlich überhaupt möglich ist den Beruf auszuüben? Studieren werde ich sowieso aus reinem interesse :D

Antwort
von Seanna, 41

Äh.... Als jemand der unbedingt Psychiater werden will und schon immer Psychologie studieren wollte, sollte man aber wissen dass

Psychologen Psychologie studieren und nach 5 Jahren Ausbildung Psychotherapeut werden können

Während

Psychiater Medizin studieren müssen und nach der Approbation eine Facharztausbildung zum Psychiater absolvieren. Ebenfalls mehrere Jahre.

Auch wenn das ähnlich klingt, sind es sehr unterschiedliche Berufe, Studiengänge und Aufgaben.

Und zur Frage: MÖGLICH ist das. Aber sinnvoll? Definitiv nicht. Und das ist kein Vorurteil oder ähnliches... steckt Erfahrung dahinter. Nicht persönlich, aber ich kenne einige Betroffene die das studiert haben und abbrechen mussten (auch BPS), sogar ein paar die es geschafft haben... Aber wenn man das nicht voll und ganz austherapiert und überwunden hat behindert einen das im besten Fall, im schlimmsten Fall führt es zu Fehlbehandlung und Schaden am Patienten. Ganz ohne Absicht.

Grade BPS gehen gerne in helfende Berufe... Leider führt das oft zu Burnout, Abgrenzungsproblemen, ungewollter Übertragung, sogar Weitergabe von Bindungsmustern, da selbst nicht richtig verarbeitet... Und das eben auch zum Nachteil des Patienten. Insofern ist davon dringend abzuraten, auch wenn du jetzt mit einem Dutzend Beispielen antworten wirst, warum das bei dir anders ist.

Antwort
von Lunax00, 38

Hi, allgemein lässt sich sagen, dass es wahrscheinlich schwieriger wird, wenn   du eine Persönlichkeitsstörung hast, es kommt aber auch darauf an, wie stark sie ist. Bei einem Psychologiestudium geht es erst einmal viel darum, wie der "normale" Mensch (soll nicht wertend klingen, mir ist bloß nichts anderes eingefallen) funktioniert. Wenn dich etwas daran hindert, diese "normale" Sicht nachzuvollziehen, da es bei dir evtl. anders ist würde ich das noch einmal genau überdenken mit dem Studium. 

Auch wenn du es aus dem Hauptgrund machst, dich selbst zu therapieren ist das nicht gerade ideal. Aber du hast geschrieben, das du Psychiaterin werden möchtest, also gehe ich nicht davon aus, das dein Hauptbeweggrund die Eigentherapie ist. 

Es spricht also im Grunde nichts dagegen, dass du Psychologie studierst, vielleicht gehst du ja begleitend zum Psychologen, dass du wegen der Persönlichkeitsstörung nicht nur auf dich selbst angewiesen bist.

Viel Erfolg und Lg

Antwort
von Caila, 32

Prinzipiell spricht nichts dagegen. 

Aber ich rate dir davon ab. aus mehreren Gründen.

-Eine psychische Störung, egal in welchem Studium, ist immer auch eine Zusatzbelastung und kann zu Überforderung führen.

- EIn Psychologiestudium ist quantitativ und qualitativ sehr anstrengend. Die Studieninhalte handeln nun einmal von psychischen Störungen und man ist vor allem im fortschreitenden Studium (sofern man sich im klinischen Bereich spezialisiert) mit belastenden Inhalten konfrontiert. 

- Ein Studium ist keine Therapie und du kannst dich danach auch nicht selbsttherapieren.

- Persöhnlichkeitsstörungen hat man nun mal ein Leben lang. Wie willst du Anderen helfen wenn es dir mal schlechter geht, du wieder instabil bist?  Du kannst deine Patienten dann nicht einfach stehen lassen.

- Gewisse Dinge die deine Patienten erlebt haben und bei dir lernen wollen zu verarbeiten. Oder DInge die dir vieleicht im Studium begegnen können triggern. Auch nicht gerade förderlich

Kommentar von Ostsee1982 ,

Die sinnvollste Antwort hier.

Antwort
von Lichtpflicht, 37

Zum einen kannst du mit einem Psychologiestudium kein Psychiater werden. Dazu musst du Medizin studieren.

Einen Abschluss in Psychologie kannst du machen, denn da geht es erstmal nur um Statistik und Forschung, nicht um Therapie, bzw nur am Rande.

Soweit ich weiß ist es in Deutschland noch nicht so, dass man dafür eine psychische Eignung vorweisen muss.

Für die Weiterbildung zum Therapeuten kann es durchaus sein, dass du abgelehnt wirst, da du dazu selbst Therapiestunden nehmen musst, ist Teil der Ausbildung. Möglich, dass du da dann keine Chance hast weil sie dich als ungeeignet betrachten.

Das Studium an sich ist erstmal kein Problem, aber informiere dich gut darüber, vielleicht ist es etwas anderes als du dir jetzt vorstellst.

Antwort
von Rendric, 38

Ich glaube nicht, dass es da eine Rechtliche Grundlage gibt. Als Psychater bist du auch meistens selbstständig, somit musst du deine Erkrankung auch keinem Arbeitgeber vorlegen.

Dennoch halte ich es nicht unbedingt für ratsam. Als Psychater musst du ja nicht nur deine eigenen Probleme tragen, sondern auch die deiner Kunden aushalten.

Antwort
von labradodle15, 11

Psychologen studieren Psychologie, Psychiater Medizin.

Und es ist eher weniger sinnvoll.

Antwort
von HerrDegen, 40

Meinst du wirklich Psychiaterin? Da braucht man ein Medizinstudium für.

Kommentar von Rendric ,

Vermutlich eher Psychotherapeut

Antwort
von jennywonfer, 19

Ich kenne jemand der das such tut ^^

Antwort
von ErnstPylobar, 27

Verwechslung von Psychiatrie mit Psychologie.

Psychiatrie ist eine seriöse Wissenschaft. Psychologie ist eine Modeerscheinung; das Fach lässt sich durch Auswendiglernen von Jargon bewältigen. - Der Unterschied ist derselbe wie zwischen Astronomie und Astrologie.

Kommentar von Seanna ,

Bitte? Die Psychologie ist ebenfalls eine seriöse Wissenschaft. Wenn es nach den Studieninhalten ginge wäre Medizin wohl noch eher unseriös. DAS besteht nämlich zum Großteil aus auswendig lernen. Insbesondere auch von Jargon.

Kommentar von asdfghjmh ,

Der letzte Satz ist jetzt aber schon ein Witz oder? Das kann man definitiv nicht so vergleichen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten