Frage von Margaxbrain, 334

Trotz Krankschreibung arbeiten gehen, möglich?

Ich habe einen Arzt der es immer gut mit mir meint und mich unabhängig davon was ich sage immer sicherheitshalber eine Woche komplett krank schreibt. Wenn es nun so ist dass es mir aber nach dem dritten Tag wieder besser geht so dass ich am vierten und fünften Tag theoretisch arbeiten gehen könnte, darf ich das dann auch?

Oder hätte das irgendwelche versicherungstechnischen auswirkungen auf mich? Beispiel: Ich verletze mich auf der Arbeit und die Berufsgenossenschaft sagt: "Hey der war krank geschrieben, wieso hat er dann gearbeitet? Nein das zahlen wir nicht!" Oder liegt es in meinem eigenen ermessen wann ich mich gesund genug fühle? Unabhängig davon was das Attest sagt?

Antwort
von Apolon, 232

Sicher kannst Du, wenn du dich besser fühlst arbeiten gehen.

Allerdings, sollte es dir dann am nächsten Tag wieder schlechter gehen, benötigst Du dann eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Gruß Apolon

Antwort
von Ryuk12, 241

Also du solltest deinem Arzt schon klar machen das wenn du sage ich mal Migräne hast die zwei Tage anhält auch nur zwei Tage eine Krankschreibung brauchst.

Auf der Arbeit kommt es immer ein bisschen so rüber als wärst du gar nciht soo krank wenn du, obwohl du krankgeschrieben bist zur Arbeit gehst.

Ich denke auch die Genossenschaft würde sich das so oder so ähnlich wie du sagst bei einer Verletzung zurecht drehen.

Kommentar von BenLam ,

Deine Antwort ist nicht zutreffend.

Kommentar von Ryuk12 ,

In welchem Punkt?

Kommentar von Lokicorax ,

In allen Punkten.

Antwort
von lifefree, 150

Solange Du krankgeschrieben bist, darfst Du nicht arbeiten gehen. Wenn Du eher gesund wirst, musst Du zuerst zum Arzt, damit der Dich wieder gesund schreibt.Dann kannst Du wieder arbeiten.



Kommentar von lifefree ,

Erkundige Dich aber am besten bei Deiner KK.

Antwort
von Mac120, 160

Wenn du Krankenschrieben bist, bis du Krankgeschrieben der Arzt wird selbst in Schwierigkeiten kommen wenn er ein Fehlerdiagnose zu deinen Gunsten ausstellt.Darüber hinaus verliert du auch jeglichen Versicherungsschutz wenn dir etwas Passieren in sollte 

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 157

Die Krankschreibung des Arztes entspricht nicht einem Arbeitsverbot, sondern ist nur eine Empfehlung.

Du kannst also, wenn es dir besser geht,deiner Arbeit nachgehen,ohne deshalb Probleme  zu bekommen.

Kommentar von FreierBerater ,

Ich kann deine Antwort zwar nicht fachlich versiert bestreiten, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Berufsgenossenschaft im Falle eines Wege-/Arbeitsunfalles (unter gelbem Schein) völlig anders argumentieren würde...

Kommentar von lenzing42 ,

Wenn man sich trotz Krankschreibung gesund fühlt und
zur Arbeit geht, hat das keinen Einfluss auf den gesetzlichen
Unfallversicherungsschutz“, sagt Stefan Boltz vom Spitzenverband der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Das gelte auch für Wegeunfälle.Wer sich also trotz
Krankschreibung auf den direkten Weg zur Arbeit macht, genießt in der
Regel von der Haustür an den gleichen Versicherungsschutz wie alle
anderen Arbeitnehmer. Unabhängig von der Krankschreibung gilt, dass ein
medizinischer Vorfall am Arbeitsplatz nur dann als Arbeitsunfall
anerkannt wird, wenn er in direktem Zusammenhang mit der beruflichen
Tätigkeit steht.

Kommentar von PeterSchu ,

@FreierBerater, da liegst du falsch. Zitat von de BG Holz und Metall:

"Arbeiten trotz ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit

Wird die Arbeit trotz Krankschreibung wieder aufgenommen, besteht automatisch Versicherungsschutz. Die Arbeitsunfähigkeit orientiert sich an der zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Wird diese oder eine andere zumutbare Tätigkeit wieder aufgenommen, endet die vom Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit. Auf eine andersartige Tätigkeit (d. h. keine Gleichartigkeit nach der Arbeitstätigkeit und der Bezahlung) braucht sich der Arbeitnehmer nicht verweisen zu lassen. Bei der Entscheidung sollte aber beachten werden, dass man sich selbst und andere gefährden kann, wenn die Arbeit vorzeitig und gegen den ärztlichen Rat aufgenommen
wird."

http://www.bghm.de/arbeitnehmer/versicherungsschutz/arbeitsunfall/

Antwort
von alphonso, 168

Eine arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist lediglich eine Empfehlung des Arztes, bzw. eine Prognose über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Fühlst du dich nach 2 Tagen schon wieder fit und es besteht keine Gefahr, du könntest z.B. Kollegen anstecken, darfst du selbstverständlich wieder zur Arbeit. Versichert bist du so oder so. "Gesundschreiben" gibt es nicht!

Kommentar von Margaxbrain ,

oke vielen dank

Kommentar von alphonso ,

Gerne...

Antwort
von kevin1905, 135

darf ich das dann auch?

Klar.

Antwort
von Meffy, 135

Wenn du Krankgeschrieben bist darfst du nicht Arbeiten gehen, wenn dir was passiert bist du nicht versichert

Kommentar von BenLam ,

Das stimmt nicht.

Antwort
von Wuestenamazone, 147

Ja hätte es. Wenn du krankgeschrieben bist hast du auf Arbeit nichts verloren.

Kommentar von BenLam ,

Das stimmt nicht.

Kommentar von Wuestenamazone ,

Wenn er krankgeschrieben ist und geht arbeiten und passiert was hat er keinerlei Schutz. Stimmt das immer noch nicht. 

Kommentar von PeterSchu ,

Das stimmt immer noch nicht. Es ist nicht verboten, früher gesund zu werden, als es der Arzt erwartet hat.

http://www.bghm.de/arbeitnehmer/versicherungsschutz/arbeitsunfall/

"Wird die Arbeit trotz Krankschreibung wieder aufgenommen, besteht automatisch Versicherungsschutz. Die Arbeitsunfähigkeit orientiert sich an der zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Wird diese oder eine andere zumutbare Tätigkeit wieder aufgenommen, endet die vom Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit."

Antwort
von DerBube01, 170

Wenn du Krankgeschrieben bist, darf dein Arbeitgeber laut gesetz nicht arbeiten lassen.

Du musst dich vom Arzt wieder gesund schreiben lassen.

Kommentar von alphonso ,

Blödsinn!

Kommentar von DerBube01 ,

Nix Blödsinn es ist So! 

Kommentar von Marbuel ,

Nö, ist es nicht. Alphonso hat Recht. Schau dir meinen Link oben an. Dachte auch, dass es Probleme mit der Versicherung gibt, aber die Krankschreibung ist wohl wirklich nur eine Empfehlung des Arztes.

Kommentar von lenzing42 ,

Kannst du das Formular "Gesundschreibung" vielleicht näher beschreiben?

Kommentar von lenzing42 ,

@Der Bube01:

Es wäre sehr hilfreich, wenn du das entsprechende Gesetz hier zitieren würdest.

Kommentar von DerBube01 ,

Stuttgart (dpa/tmn) - Viele sind sich nicht sicher, wie strikt eine Krankschreibung vom Arzt zu handhaben ist. Kommt sie einem Arbeitsverbot gleich - oder dürfen Beschäftigte wieder zur Arbeit gehen, wenn sie sich fit fühlen. Drei Fragen und Antworten zum Thema:

Dürfen Mitarbeiter zur Arbeit kommen, obwohl sie krankgeschrieben sind?

Ja, sagt Prof. Jobst-Hubertus Bauer, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Stuttgart. Das sei das persönliche Risiko des Arbeitnehmers. Weiß der Arbeitgeber, dass der Mitarbeiter arbeitsunfähig ist, hat er in der Regel keine Verpflichtung, ihn nach Hause zu schicken.

Aber es gibt eine Ausnahme, ergänzt Oliver Simon, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ist ein Mitarbeiter offensichtlich krank und nicht in der Lage zu arbeiten, muss der Arbeitgeber ihn nach Hause schicken. Das gebiete die Fürsorgepflicht.

Was passiert, wenn der Arbeitnehmer trotz Krankschreibung zur Arbeit kommt und sich verletzt? Entfällt dann der Versicherungsschutz?

Nein. Hält ein Mitarbeiter sich für gesund und geht zur Arbeit, genieße er auch den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, sagt Simon.

Dürfen Arbeitgeber und -nehmer vereinbaren, dass der letztere trotz Krankschreibung in den Betrieb kommt?

( Quelle: Süddeutsche Zeitung) 

Also ein Gesetz gibt es nicht Direkt. Außer das mit der Fürsorgepflicht.

Kommentar von DerBube01 ,

Wir brauchen bei uns in der Firma ein schreiben vom Arzt, ohne dieses dürfen wir hier in der Firma nicht arbeiten mit Krankenmeldung!

Kommentar von BenLam ,

Deine Antwort wird durch das Zitat nicht richtig. Das du nicht auf einem Hochseil klettern sollst, wenn du offensichtlich Gleichgewichtsstörungen hast, gebietet der gesunde Menschenverstand.

Das hat aber nichts mit der Frage des Fragestellers zu tun.

Kommentar von PeterSchu ,

@DerBube01, dein Zitat widerlegt ja deine eigene Antwort von A bis Z. Man darf bei einer Krankschreibung durchaus früher wieder gesund werden, als es der Arzt erwartet hat. Der Betrieb darf auf Grund seiner Fürsorgepflicht nur dann die Aufnahme der Arbeit untersagen wenn es offensichtlich ist, dass der Arbeitnehmer noch nicht wieder arbeitsfähig ist. Niemand sollte sich also krank an den Arbetplatz begeben, nur weil er Angst um den Arbeitsplatz hat.

Wenn dein Betrieb so fürsorglich ist, dass er sich das erst vom Arzt bestätigen lässt, ist das mehr als vorbildlich, aber es ist nicht gesetzlich nötig.

Kommentar von DerBube01 ,

:-P

Antwort
von Marbuel, 155

Ziehe meine Antwort zurück. Alphonso hat wohl Recht:

https://anwaltauskunft.de/magazin/leben/gesundheit/387/arbeiten-trotz-krankschre...


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