Frage von kenobi63, 53

Trotz Empfehlung des MDK für Stufe 3 nur eine Bewilligung durch Kasse in Stufe 2.Ist das korrekt oder lohnt sich da ein Widerspruch?

Antwort
von Turbomann, 43

@ kenobi63

Da würde ich mal selber bei der Kasse vorbeigehen und mir mal deren Begründung wegen der Pflegestufe anhören.

Ich kann dir nur soviel verraten und hoffe, dass diese Regelung noch gültig ist.

Meine Mutter wurde durch mehrere kleine und einen großen Schlaganfall auch zum Pflegfall,

Wir hatten das Glück einen medizinisch ausgebildeten Helfer an der Seite zu haben, der für uns alles geregelt hat. (vom Krankenbett bis Magensonde und alles was dazu gehört)

Meine Mutter hatte Pflegestufe 2 und uns hatte man geraten, es bei der Pflegestufe 2 zu belassen.

Man hätte zwar im Moment mehr Pflegegeld bekommen, der Nachteil wäre gewesen, wenn sie ins Pflegeheim hätte müssen, dann hätte man bei Pflegestufe 3 wesentlich mehr zuzahlen müssen, als bei Pflegestufe 2..

Dass diese Aussage richtig war, wurde uns dann auch bestätigt. Kann allerdings sein, dass es jetzt neuere Regelungen gibt.

Erkundige dich mal ganz genau und nach dem Gespräch mit der Kasse würde ich dann selber entscheiden, ob sich ein Einspruch lohnt oder nicht.

Lasse dir mal den Mehraufwand bei der Pflege zwischen Stufe 2 und 3 zeigen ob das soviel Unterschied ausmacht.

Einspruch kann man immer und jederzeit einlegen, aber man sollte sich dann schon sicher sein, ob sich das Ergebnis dann auch rentiert und ob der Einspruch auch einen Erfolg haben könnte...

Antwort
von Griesuh, 25

Das nennt sich übrigens Widerspruch und nicht Einspruch.

Bei einem Einspruch wird vermutl. nicht viel erfolgen.

Für einen Widerspruch hat man maximal 4 Wochen Zeit, nach Erhalt des Einstufungsbescheides.

Ob das Korrekt ist kann so nicht gesagat werden, da keiner hier den Zustand des Pflegebedürftigen kennt.

Dazu kommt noch, dass die Pflegekassen, den Angaben des MDK im Einstufungsgutachten  folgen und nicht eigenmächtig das Ergebnis der Begutachtung abändern.

Mit dem Einstufungsbescheid den ihr von der Kasse bekommt, ist die Kasse verpflichtet unaufgefordert das kompl. Gutachten mit bei zu legen.

Habt ihr das nicht bekommen sofort bei der Kasse anfordern.

Geht mit diesem Gutachten zu einem ambul. Pflegedienst und last euch beraten, ob es überhaupt aussichten auf Erfolg gibt.

Nur nicht eigenmächtig unter falsch verstandenen Vorstellungen und Voraussetzungen an so einem Widerspruch herum doktern.

Einen ambul. Pflegedienst müsst ihr euch so wie so suchen, denn jeder Pflegebedürftige, der in eine Pflegestufe eingestuft ist,  ist gesetzl. verpflichtet der Pflegekasse einen sogenannten Pflegeberatungsbesuch nach § 37.3 SGB XI nach zu weisen.

In Pflegestufe 1 u. 2 hat dieser Besuch 1 x pro Halbjahr und in Pflegestufe 3 einmal im Quartal zu erfolgen.

Die Kosten trägt die Pflegekasse.

Turbomann, immer wieder erstaunlich, bei Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden kann die Pflegestufe nicht hoch genug sein.

Das kehrt sich sofort um, sobald jemand ins Pflegeheim muss, wegen der Zuzahlungen.

Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Eine Pflegeeinrichtung hat wahrlich andere Kosten zu stämmen als eine privat pflegende Person.


Antwort
von klugerpapa, 35

natürlich.immer.

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