Es ist mir aufgefallen, dass in unserem Bekanntenkreis häufig Menschen, die sich sozial sehr engagieren, am Burnout-Syndrom erkrankt sind. Gibt es in dieser Richtung wissenschaftlich fundierte Hinweise?
1974 wurde Burnout von dem amerikanischen Psychoanalytiker Freudenberger in einem Aufsatz erstmalig als sogenanntes Staff Burnout ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sozialen Einrichtungen zugeordnet.
Zwar zählen Angehörige der Pflegeberufe tatsächlich zu den Meistgefährdeten, doch zu den Risikogruppen für den Burnout gehören allgemein auch Menschen, die beruflich und/oder privat stark gefordert und zum Beispiel durch berufliche oder private Veränderungen in besonders schwierige Situationen geraten sind. Typische Burnout-Kandidaten sind somit auch allein erziehende Mütter. Ebenso berufstätige Frauen, die zusätzlich noch ihre eigene Familie, sowie manchmal alte Eltern zu versorgen haben, sind gefährdet.

Menschen in Sozialberufen "leiden" häufig am Helfersyndrom.
Sie setzen also das Wohlergehen ihres Klienten häufig über ihre eigene Befindlichkeit, beuten sich also zugunsten des Klienten selbst aus.
Daraus können schwere Depressionen oder das Burnout-Syndrom resultieren.