Frage von Diamantstern7, 406

Trigger! War die Reaktion meiner Psychologin berechtigt?

Also.... Beim letzten Gespräch mit meiner Psychologin habe ich ihr einen Zettel gegeben, wo ich eine Situation aufgeschrieben habe, über die ich nicht reden konnte. Es ging darum, dass ich Streit mit meinem Vater hatte, mal wieder. War ziemlich heftig.

Auf jeden Fall bin ich nachts von daheim abgehauen. Ich hatte Alkohol, Tabletten und n Taschenmesser dabei. Wollte einfach nicht mehr ( Abschiedsbrief geschrieben). Bin sehr labil. Habe Depressionen, Svv und Suizidgedanken. Hab's dann aber doch nicht gemacht.

Als meine Psychologin das gelesen hatte, sah sie schon etwas besorgt aus. Sie hat aber nicht so viel dazu gesagt, außer, dass sie mit meiner Psychiaterin und meinem anderen Psychologen darüber reden wird. Was sie gemacht hat war halt, dass sie mich jetzt auf die Warteliste einer Klinik einschreiben lassen hat. Nur, dass das ja auch immer eine gewisse Zeit braucht, bis man da einen Platz bekommt. War aber auch von meiner Seite so, dass ich da schon hingehen würde. Einfach auch um von daheim mal Abstand zu haben, weil ich es da wirklich nicht mehr aushalte.

Meine Frage ist jetzt aber, ob das eigentlich ein Grund gewesen wäre, mich zwangseinzuweisen? Ich meine, weil ich ja eigentlich schon Suizid gefährdet bin und ich mich halt auch nicht mehr selbst einschätzen kann, was ich mache, wenn mal wieder so eine Situation ist.

Was meint ihr denn dazu? Wäre euch wirklich sehr, sehr dankbar über hilfreiche Antworten

LG euer Diamantstern

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PhantasticB, 236

Hey du! Ich war selbst bis Dienstag erst in einer Klinik, aus genau dem gleichen Grund wie du. Sie hingegen hat mich direkt eingewiesen. Sie meinte, allein wegen meiner akuten Suizidalität könne sie gar nicht verantworten, mich weiter frei herum laufen zu lassen, bis ich mir dann doch etwas schlimmeres antue. Ob deine Therapeutin dich nun einweist oder nicht, ist letztlich Ermessensentscheidung. Je nach dem, für wie gefährdet sie dich hält. Auf jeden Fall ist ein Platz auf der Warteliste schon mal ein Anfang. Aber - nicht böse sein - auch irgendwie unnötig, weil alles was dort mit dir gemacht wird, theoretisch auch ambulant möglich ist. Außer halt, dass du dort nicht rund um die Uhr überwacht wirst. Ich wünsche dir jedenfalls erstmal viel Glück, wenn du mehr wissen willst kannst du mich gerne per PN anschreiben und fragen :)

Antwort
von Koenich, 81

Du solltest sofort Kontakt mit deiner Therapeutin aufnehmen und ihr sagen, dass du es nicht mehr aushältst und sie dich doch einweisen solle. Vielleicht ist ihr deine Not noch nicht ganz klar geworden.

Antwort
von YourNightmare23, 216

Ich weiß zwar nicht, wie alt du bist, aber zwangseinweisen kann man dich soweit ich weiß nur, wenn akute Gefahr für deine Umgebung oder dein eigenes Wohl besteht. Ob das bei dir der Fall ist, kann ich nicht einschätzem

Auskennen tue ich mich in diesem Bereich leider nicht, deswegen kann ich dir möglicherweise nicht unbedingt weiterhelfen.

Trotzdem viel Glück! 

Kommentar von noctem77 ,

Lies dir mal deine Antwort durch dann wirst du merken dein Beitrag ist ziemlich sind frei wenn du sowieso keine Ahnung hast.

Kommentar von Diamantstern7 ,

Ich bin 17. Ich weis auf jeden Fall, dass ich bei der nächsten Situation anders handeln werde! weil ich einfach keine Angst mehr davor habe. Und das ist das, was mich etwas beunruhigt.

Kommentar von YourNightmare23 ,

Erzähle deiner Psychologin von deiner Sorge und beschreibe ihr deine Sorgen.

Eventuell ist ein Klinikaufenthalt keine so schlechte Idee, für dich wäre es auf jeden Fall gut, 'in Sicherheit' zu sein, also dass jemand dich betreut und dir weiterhilft. Du kannst dich auch freiwillig einweisen lassen, wenn es dir zu schlecht geht und du mit deinen Problemen nicht mehr klarkommst.

Ich hoffe natürlich, dass es dir bald besser geht. :)

Kommentar von PhantasticB ,

Auf jeden Fall kannst du deine Therapeutin um eine Einweisung bitten. Je nach dem, wie erfahren sie ist und wie sie deine Situation einschätzt, wird sie das dann auch tun. Ich persönlich habe das Glück, mit einer absolut kompetenten und erfahrenen Psychotherapeutin arbeiten zu können, die selbst bereits in zwei großen Kliniken Oberärztin war...

Antwort
von ririririri, 110

Wenn man labil ist, ist es nie falsch in ne klinik zu gehen

Antwort
von noctem77, 202

Ich finde sehr wohl dass du dich selbst einschätzen kannst, und genau deswegen wurdest du auch nicht zwangseingewiesen.

Kommentar von Diamantstern7 ,

KLar, ich find's gut, dass ich es nicht gemacht habe, aber ich weis nicht ob das bei der nächsten Situation genau so rausläuft.

Antwort
von xhotmanx, 172

Bleib locker auch wenn es schwer fällt. Es lohnt sich für nichts auf der Welt sich selbst zu töten. Mach dir net soviel Gedanken melde dich in einem Verein oder ähnlichem an das wird dir helfen. Der Tod wird eh irgendwann kommen also warte ab. 

Kommentar von Diamantstern7 ,

Hab einfach schon vieles schlechtes erlebt, was mich sehr labil gemacht hat. versteh nur nicht, weshalb meine Psychologin da nicht anders gehandelt hat

Kommentar von asdfghjmh ,

Wie hätte sie deiner Meinung nach denn handeln sollen?

Kommentar von PhantasticB ,

@xhotmanx: Lass solche Kommentare bitte! Besonders im Fall von depressiven kann das sonst gehörig nach hinten losgehen! Depressionen kann man nicht einfach schön reden und in der Situation ist "locker bleiben" schon gar nicht möglich... Danke!

Kommentar von xhotmanx ,

Und woher hast du das bitte ?

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