Triathlon Fahrrad Voraussetzun g ??
Hey möchte nächstes Jahr an einen Triathlon teilnehmen und war schon ewig nicht mehr raddeln nun meine Frage gibt es Bedinungen für das Fahrrad um am Triathlon teilzunehmen ? Ich habe da an ein Rennrad gedacht
Mfg Peter
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Wenn du jetzt gerade erst mit Triathlon anfängst, genügt ein ganz normales Rennrad. Egal was für ein Rad du dir anschaffst, wenn du bei diesem Sport bleibst, wirst du dir sowieso nach einigen 1000 Trainings-km ein anderes Rad zulegen,weil das erste Rad niemals das optimale ist. Man weiß beim ersten Mal einfach nicht, was für ein Rad man braucht. Da nutzen auch alle Sitzpositionen von Experten nichts. Es gibt so viele Details an einem Rennrad, die du hinterher erst bemerkst und die du verbessern möchtest. Z. B.
- Welches Pedalsystem ist das angenehmste
- Welche Rahmengeometrie
- Welches Schaltungssystem
Deswegen: Beim ersten Rad niemals viel Geld ausgeben. Dieses Rad wirst du kurz- oder mittelfristig wieder verkaufen.
Kaufe dir kein reines Triathlonrad. Diese sind - allein weil es ein Triathlonrad ist - gleich einige 100€ teurer und bringt dir keine Vorteile. Auch ein so genanter Zeitfahrlenker ist herausgeschmissenes Geld, weil du - wenn du gerade mit dem Sport beginnst - ohnehin nicht die tiefe Sitzposition gewohnt bist und eine Stunde in dieser verharren kannst. Und wenn doch, ist fraglich, ob du bei dieser den gleichen Druck auf die Pedale bringst. Eine aerodynamische Sitzposition auf einem Rennrad ist ohnehin erst ab Geschwindigkeiten von >40km/h vorteilhaft.
Ich muss immer lachen, wenn ich bei sämtlichen Triathlons Hobbyathleten mit teuren Zeitfahrrädern sehe. Wenn du diese dann mal auf der Radstrecke beobachtest, wirst du feststellen, dass sie die meiste Zeit sowieso auf dem Oberlenker fahren. Und die, die es nicht tun, werden von anderen Athleten in der bequemeren Sitzposition überholt.
Der Zeitfahrlenker ist reine Show und von Spitzenathleten abgeguckt.
Kaufe dir ein normales, am besten gebrauchtes Rennrad! Und wenn du dann, nach einem oder zwei Jahren immer noch triathlonbegeistert bist und weißt, dass du schnell fahren kannst, kannst du dir ja immer noch ein Zeitfahrrad kaufen.
Ein Rad mit Zeitfahrlenker ist sowieso nur bei Wettkämpfen ohne Windschattenfreigabe erlaubt. Insofern haben die Athleten mit einem Zeitfahrrad noch ein zweites reines Rennrad im Keller.
Mache dich nicht zum Gespött und fahre mit einem Zeitfahrrad dem Gros der Masse hinterher. Meine Meinung.
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Kauf dir am besten ein ordentliches Rennrad mit Triathlon-Lenker. Wo liegen denn deine Preisvorstellungen?
(Für ein Triathlon musst du aber ordentlich trainieren!)
Kommentar von peter11elf 30.06.2012Es soll erstmal ein kleiner werden also 1,5 km Schwimmen 50 km Rad 10 Km laufen sollte machbar sein mache mir am meisten sorgen beim Schwimmen ;)
Kommentar von ShavasDEShavasDE 30.06.201250km Radfahren muss ich als Rennradfahrer drüber lachen :D Aber mit 1,5km Schwimmen davor und 10km laufen davor - Laufen ist nicht meine Stärke, da würd ich ganz eiskalt einfach umkippen breitgrins
Guckst du hier! http://www.bruegelmann.de/fahrraeder/rennrad/triathlonrad-online-shop.html
Kommentar von peter11elf 30.06.2012Würd mir auch gern ein neues kaufen aber das ist einfach nicht drin hätte da als einsteigen an so eins gedacht
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/rennrad/67923269
lenkeraufsatz kann man dann ja immer noch ändern genauso wie die bereifung
Kommentar von ShavasDEShavasDE 30.06.2012Na das ist ja eine ziemlich alte Gammelkiste. Ich glaube, mit einer 100-Jahre-alten Kurbel & Schaltung, einem Titan-Ramen und einem Eisenlenker hat man keinen Spaß.
Kommen wahrscheinlich eh noch Zusatzkosten auf,... ne kleine Reperatur hier, eine kleine da... neues Lenkerband, neue Kette, vllt. noch neue Kurbel. Der Sattel ist entweder zerissen oder steinhart, neue Reifen und dann noch der Aufsatz.
Dann lieber zum Einstieg für 400-600 Euro ein lowbudget-Alurennrad wo du nurnoch einen Aufsatz kaufen musst. Wäre mein Tipp.
Kommentar von peter11elf 30.06.2012Max Budget sind bei mir 150 € Reparaturen kann ich selbst vornehmen. Aber da hast du wahrscheinlich recht Alles aus Stahl und nicht gerade komforabel ;)
Naja ich guck nochmal auf Ebay rum
Dank dir :D
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Zum Rahmen:
Von der Stabilität her gibt es nichts besseres als Stahlrahmen. Allerdings gibt es heute aufgrund des Mainstreams kaum noch moderne Rennräder aus Stahl (außer Maßanfertigungen). Nachteil: Sie wiegen etwas mehr.
Die meisten Rennräder sind aus **Alu*. Vorteil: Leichter als Stahl. Nachteil: Etwas teurer als Stahl. Dafür aber der m. A. beste Kompromiss aus allen Werkstoffen.
Carbon ist sehr teuer. Ich rate davon sogar ab. Besonders, wenn dein Körpergewicht gegen 80kg oder mehr tendiert. Carbonrahmen sind sehr empfindlich und ziehen schwerste Verletzungen nach sich, wenn sie brechen. Rahmenbrüche kündigen sich - anders als bei Stahl - nicht an. Sie brechen wie Glas und splittern wie Glas. Ich hatte neulich eine Unterhaltung mit einem Sachverständigen für Radunfälle. Dieser erzählte mir von einem Unfall, den der Radfahrer nur deshalb nicht überlebt hat, weil er mit einem Carbonrahmen unterwegs war. Er wurde von der zersplitterten Bruchstelle aufgespießt und ist elendig verblutet, weil die Notärzte die kleinen Bruchstücke aus der Wunde nicht so schnell entfernen konnten. Darüber hinaus sind die meisten Vollcarbon-Räder, die verkauft werden, Massenware und auch so hergestellt. D. h. sie werden maschinell hergestellt. Der Gewichtsvorteil von Carbon gegenüber Alu kommt nur dann zum Tragen wenn, die Fasern intelligent, d. h. entsprechend ihrer Zug- und Druckverteilung, gelegt werden und Werkstoff dort eingespart wird, wo wenig Kräfte auftreten. Das ist bei Massenware unterhalb der 3000€-Grenze kaum der Fall. Und deshalb ist ein solches Rad auch kaum leichter als ein Alurad.
Titan ist auch eine Variante. Aber z. Zt. für einen Normalo unbezahlbar.
Von einer Kombination aus Alurahmen mit angeklebten Carbonteilen, wie z. B. Hinterbau rate ich auch ab. An den Übergangsstellen muss aus Stabilitätsgründen das Carbon derartig dick überlappt werden, so dass der Gewichtsvorteil zu einem Voll-Alurad aufgezehrt wird.
Noch ein Tipp: Bei den Gewichtsangaben von Rennrädern wird genauso geschummelt wie bei dem Kraftstoffverbrauch von Pkw. Ich empfehle, eine Waage zu kaufen und selbst zu messen. Meine Erfahrung sagt: Fast alle untertreiben beim Gewicht.
Danke für diese ausführliche Anwort !
Danke dir !