Buchfink am 30.10.2009 um 22:25 Uhr
Eine Bekannte, die wegen ihrer Arbeit höchstens am Wochenende zuhause ist und kaum Zeit für ihren Garten hat, hat einen älteren Nachbarn, der ziemlich resistent gegenüber Ratschlägen ist.
Die Gärten sind durch einen 1,80m hohen Maschendrahtzaun getrennt. Jedes Jahr Ende Mai pflanzt der Nachbar 30cm vor dem Zaun Tomaten. Diese kauft er sich als etwa 1m große Pflanzen samt Rankspirale und bewässert sie nur. Seitentriebe ausbrechen, damit kein Dickicht wächst und die Früchte besser reifen, hält er für unnötig.
Die Tomaten wachsen zu 90% in den Garten der Bekannten. Dieser ist dies egal und obwohl sie die Pflanzen nicht pflegt ("ausgeizt"), verwuchern sie nicht, sodass gesunde und große Früchte an ihrem Grundstück wachsen. Die restlichen 10% auf der Seite des Nachbarn sind eher von kümmerlicher Erscheinung.
Meiner Bekannten tut der Nachbar etwas leid. Er darf natürlich herüber in ihren Garten, um zu ernten, aber sie möchte, dass er auf seiner Seite auch "Erfolg" hat.
Wie kann man die Tomaten am Rübermachen hindern (außer die Tomaten weiter vom Zaun entfernt zu pflanzen, was der Nachbar partout nicht machen möchte)?
Und warum wuchern sie überhaupt "freiwillig" in den Garten der Bekannten und tragen dort bei gleicher "Nichtpflege" größere und gesündere Früchte?
Bild/er:
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Nachbars Garten wird wohl im Norden liegen. Die Tomaten wachsen halt lieber gen Sonne.

Tomaten aus der Nachbarschaft,
wer hat denn nun die Vormundschaft?
Der kläglich Gärtner nebenan,
der dicke Tomaten haben kann?
Oder der arme Kerl hinter dem Zaun,
der nur die kleinen darf sich klaun´.
Die Tomätchen - ach lieb und fein,
(Nachtschattengewächse sollen das sein)
werden so zum Fürst der Dunkelheit,
der nach Gerechtigkeit hier schreit!
Beim Nachbarn dick und kugelrund
herrüben fast nicht mehr gesund,
das mag doch fast zum Himmel schreien:
Soll man sich am Zaun kasteien?
Dünger, Messer, böse Blicke -
gibt Paradeiser auch so schicke?
Verschwörung vom klein Gärtnermeister
das „seine“ Tomaten wachsen dreister.
Wie dem auch sei, es ist gemein,
denn Große sollen es nun sein,
die hier einfach rübermachen
an Kläglichkeit schon zu verlachen.
Was rat´ ich diesem Menschen nun,
was soll er machen, was kann er tun?
Nichts – sind ja auch nicht seine Früchte,
und gibt´s nicht auch ein paar Gerüchte –
Dicke Tomaten haben doch wohl,
die dummen Gärtner, ganz unverhol´.
Da hilft kein Betteln oder Bitten,
pfleg´ weiter gute Nachbarsitten,
hol´ die Tomaten vom alten Mann,
der Dir über (Gärtner-)Glück noch was erzählen kann.
Buchfink am 30. Oktober 2009 23:04 Schön gereimt, auch wenn der alte Mann die kleine Tomaten hat und der Bekannten die dicken Früchte in ihren Garten wachsen.

Das scheint ein Phänomen zu sein !!!
Ich kann das nur mit der Lage der Grundstücke erklären. Wahrscheinlich bekommen die Tomaten auf der Seite des Nachbarn nur die milde Morgensonne ab, währen die Früchte auf der Seite Deiner Bekannten die pralle Mittagssonne und auch noch die mildere Abendsonne genießen können und deshalb derartig gut wachsen und gedeihen. Daran kann man aber absolut nichts machen, ausser den Standort komplett ändern. Tomaten soll man immer so pflanzen, dass sie die volle Sonne abbekommen.
Wenn die beiden wegen der Tomaten keinen Streit haben, ist doch alles OK !!!
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Lasse den Opa zwischen seinen Tomaten und dem Zaun einfach ein 2 Meter hohes Brett machen. Dann wachsen die Tomaten nach recht bzw. links oder auch wieder zurück. Warum die Tomaten lieber ins Nachbargartenstück wachsen, liegt doch auf der Hand. Wer lässt sich nicht gerne von makellosen Frauenhänden verwöhnen. Oder fliehen die Tomaten vor dem enormen Mief in Opas Garten?
Buchfink am 31. Oktober 2009 09:39 Mehr Abtrennung als den Zaun und die Sträucher ist dem alten Herrn nicht genehm.
Sonst wird sein Garten zu dunkel (meint er).
Zackenking am 1. November 2009 07:06 Lieber Buchfink, dann möge er sich eine Plexiglasscheibe in gleicher Größe kaufen. Die ist zwar teurer als das Brett, aber d u r c h s i c h t i g und nimmt ihm kein Licht weg. Zum anderen ist die Tomate ein Nachtschattengewächs und braucht demzufolge weniger Licht.

Tomaten reifen am Besten vor einer hellen, möglichst weißen Wand oder Mauer und natürlich mit viel Sonne (Südseite)! Das sollte beim Pflanzen berücksichtigt werden. Was hindert den älteren Nachbarn Deiner Bekannten daran, den Standort seiner Tomatenpflanze entsprechend zu ändern? Das Ergebnis wird hervorragend sein. Prächtige, pralle und fruchtige Tomaten werden haufenweise reifen, so dass er darüber kaum Herr wird.
.
Und Deine Bekannte soll froh sein, dass der Nachbar nicht so einen Streit vom Zaun bricht wie die Regina Zindler mit ihrem Knallerbsenstrauch ;o)
Buchfink am 31. Oktober 2009 21:03 Was hindert den älteren Nachbarn Deiner Bekannten daran, den Standort seiner Tomatenpflanze entsprechend zu ändern?
Sturheit
Altersstarrsinn
fortschreitende Senilität
chronisches Eigenbrötlertum

Ganz einfach: Plastikfolie an den Maschendrahtzaun befestigen: http://www.cronheim.de/Bilder/hw_gart/tomatenpflanzen.jpg
Problem gelöst! ;-P
Zackenking am 1. November 2009 07:12 Genau, fiel mir gerade aber nicht ein, als ich den Tipp mit dem Plexiglas gab. Nur ist die Plane witterungsabhängig. Bei zuviel Sonne bricht sie.
Die Nachbarin ist halt freundlicher und das merken die Tomaten.^^

Eventuell die Tomatenpflanze beim Wachstum einwenig zur Seite neigen UND dann an einem Stab festbinden. Mach ich auch und funktioniert wunderbar(Ganz toll sind diese "Scooby"Bänder, mit denen kleine Kinder spielen. Dieser billige Kunststoff hält alle Wetter stand...)
Mal davon abgesehen, das den Tomaten mal ein frischer Standort gut tun würde, glaube ich, das ist seine Form der Kontaktaufnahme. Den ganzen Sommer haben die beiden was zu plauschen, zu vergleichen, zu diskutieren und im Herbst darf er noch rüber und ernten. Bekommt er dabei vielleicht noch einen Kaffee?
Kein Wunder, das er alles so läßt wie es ist ggg

Das ist absicht er will den Kontakt zur Außenwelt nicht verlieren.Und deine Bekannte möchte sich auch mal mit dem älteren Semester unter halten und austauschen.Außerdem wachsen Tomaten bis sie daran gehindert werden.
thomas37 am 31. Oktober 2009 14:14 Sag Ihr wenn es Ihr nicht stört aber wohl Ihm soll sie heimlich wenn sie anfangen rüberzuwachsen sie abschneiden.Wenn sie nicht machen will musst du es woll oder übel machen. Schönes Wochenende LG thomas37

alles, was in des nachbarnin garten reinwächst, darf sie gesetzlich auch ernten. er soll sie halt weiter weg vom gartenzaun anpflanzen. ganz logisch, oder? er macht sich das problem selber.lg
Buchfink am 31. Oktober 2009 11:29 Sie will die Dinger ja nicht, stört sich aber auch nicht dran. Der Nachbar darf sie abernten, nur frustriert es ihn.
Dass er sie weiter weg pflanzen soll, kann man ihm noch so oft sagen......
NaHallo am 31. Oktober 2009 16:55 buchfink, finde ich super, dass die zwei sich so gegenseitig entgegen kommen. in der heutigen welt, direkt eine rarität. freu! lg
alraC am 31. Oktober 2009 15:02 Nein, Du hast nicht recht. Was von meines Nachbarn Garten hereinwächst, darf man nicht gesetzlich ernten. Nur was runtergefallen ist, darf man verwenden und essen. Ich denke aber auch, dass es besser wäre, die Tomaten ein wenig weiter weg vom Zaun zu pflanzen. Oder einfach vorsichtig zurückbiegen und an einem Stab festbinden. Er sollte die Pflanzen besser beobachten, wohin sie wachsen, ausgeizen und zeitiger das Problem abschaffen. lg
NaHallo am 31. Oktober 2009 16:53 doch darf man. alles was in den garten reinwächst, gehört der nachbarin. wir hatten einen bekannten, der zu gericht ging, weil der nachbar seine äpfel plückte. darum weiß ich es.

Deine Freundin soll einfach für einen Euro ein grünes Netz im Baumarkt kaufen. Eigentlich ist das ein Vogelnetz für Salate oder Erdbeeren, aber wenns sie dass am Zaun befestigt, wachsen keine Tomaten mehr auf ihrer Seite und der Nachbar kann endlich auf seiner Seite ernten und muss nicht mehr ihr Grundstück betreten...
Die Pflanzen wenden sich in Richtung Sonne.Dort werden sie die besten Früchte bilden die auch schneller reifen und besser schmecken.

Vieleicht spricht sie mit den Tomaten...;-))) und sollte es von nachbars Seite auch mal versuchen - läuft unter Nachbarschaftshilfe und ist garantiert steuerfrei^^

entweder sind die Tomaten männlich und fühlen sich mehr von einem weiblichen Wesen angezogen, oder sie wollen dafür sorgen, dass der männliche Nachbar einen oder mehrere Gründe hat, regelmäßig seiner Nachbarin einen Besuch abzustatten. (Zur Tomatenernte meine ich)
Das muss ich erfragen. Die Himmelsrichtung nannte sie mir nicht.
Aber wieso sind die Früchte so gesund auf ihrer Seite, obwohl sie genauso wenig die Pflanzen pflegt wie der Nachbar?
Gleicher Grund. Ist die "Sonnenseite", im wahrsten Sinne des Wortes.