Frage von Selbsthilfe, 57

Treppensturz aber keine Hilfe vom Versicherer?

Hallo,ich habe eine Unfallversicherung am 01.11.2013 abgeschlossen. Nun mein Vorgang. im August 2015 bin ich im Haus von der Treppe gestürzt,meine rechte Seite war von den Füßen bis zum Becken blau angelaufen (starke Hämatome) konnte kaum laufen,das becken wurde auch geröngt ,es war nichts gebrochen.Da ich 20 jahre eine Praxis für Vitalogie/ Dorntherapie für Wirbelsäulen-Gelenkblockaden hatte.Habe ich mich selbst behandelt,mit Farbtherapie und Hochton-Frequenz-Therapie plus Salben Tabletten bekam ich alles wieder in griff.Nur meine Prellung an der rechten Schulter konnte ich nicht beseitigen,mein Hausarzt hat mich zum Orthopäden überwiesen, Dabei wurde festgestellt der Oberarmkopf ist unter das Schulterdach getreten,auch wurde eine schwere Cuff-Arthropatie festgestellt.Und mir wurde geraten eine Inverse Prothese durchführen zu lassen.Eine andere Möglichkeit gab es nicht mehr, die Schulter-Operation habe ich nun hinter mir, der Auslöser war für mich der Treppensturz erst danach hatte ich diese Probleme.Nun kam die antwort der Unfallversicherung es gebe keinen zusammenhang mit dem Schadenereigniss und dem operativen Eingriff. Demzufolge besteht für den stationären Aufenthalt und kein Hilfsmittelzuzahlung. Ich habe ca.600,00€ für Hilfsmittel ohne meiner Selbstbehandlung ausgegeben. Jetzt frage ich mich,wofür habe ich eine Unfallversicherung,wenn ich einen Hausunfall habe, aber für die Kosten selbst aufkommen muß. Ist dies so in Ordnung,oder habe ich falsche Vorstellung der Unfallversicherer?

Antwort
von NSchuder, 21

Die Argumentation der Unfallversicherung ist ja offenbar, dass es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Unfall und der Schulter-Operation gibt. 

Ist die Prellung an der Schulter denn sofort von einem Arzt festgestellt und als Unfallfolge protokolliert worden?

Eingangs schreibst Du nur von Hämatomen von den Füßen bis zum Becken.

Du schreibst das nach dem Unfall das Becken geröntgt wurde. Wurde auch eine Aufnahme von der Schulter direkt nach dem Unfall gemacht? Hast Du damals Schmerzen in der Schulter angegeben?

Selbst bei gutem Willen kann ich auch auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zwischen dem Sturz und den Verletzungen im unteren Bereich des Körpers und der Schulter feststellen. 

Du kannst natürlich gegen den ablehnenden Bescheid Einspruch einlegen und ggf. auf Zahlung Klagen. Ich fürchte aber, dass Du dann den Zusammenhang zwischen dem Treppensturz und der Schulter-OP stichhaltig erklären musst.

Kommentar von Selbsthilfe ,

Als ich den Treppensturz hatte,war ich sofort beim Hausarzt,da ich sehr große Schmerzen am Bein mit den Hämatomen hatte,wurde ich vorerst nur am becken geröngt,zum Glück kein Bruch,als die Schmerzen auch an der Schulter anfingen,habe ich mich selbst behandelt bis mein Hausarzt aus dem Urlaub zurück wahr von Ihm wurde ich zum Orthopäden Überwiesen,da mein Hausarzt ja alle Unterlagen von meinem Treppensturz,auch die Aussage Schulterprellung. Bei der Untersuchung wurde mir Mitgeteilt das jetzt nur noch eine Prothese hilft,die Schmerzen zu beseitigen.

Antwort
von HPG66, 10

Grundsätzliche steht für die Versicherung immer die Frage zuerst im Raum:" Müssen wir das zahlen - oder gibt es evtl. Anhaltspunkte, dass nicht gezahlt werden müsste.

In Deinem konkreten Fall, war es sicherlich ein großer Fehler, nicht zeitnah nach dem Treppensturz einen Arzt auf zu suchen.

Ich bin kein Mediziner und masse mir auch nicht an, in diesem Gebiet eine Aussage zu treffen. Du solltest mit Deinem Arzt die Frage klären, inwiefern es medizinisch belegbar ist, dass diese Belastung bereits schon länger vor liegen muss oder ob es garnicht zeitlich zu fixieren ist. Im letzteren Fall geht die Versicherung davon aus. Wenn man es nicht zeitlich auf den Punkt bringen kann, kann man auch keinerlei Bezug zum Treppensturz stellen.

2. Punkt. Es ist ja eine Unfallversicherung.

Letztendlich sollte es medizinisch auf jedenfall (so denke ich) zu zu ordnen sein, ob es "normaler" Verschleiß oder durch einen Unfall herführt.

Bei Versicherungen nicht sofort klein beigeben. Es lohnt sich oft, seinen Standpunkt hart zu vertreten und am Ball zu bleiben.

Viel Glück

Kommentar von Selbsthilfe ,

Der Treppensturtz wurde 3 Tage später vom Hausarzt komplett mit allen Verletzungen. Diagnose . Prellungen re.Fuß,re Bein,re Becken re.Schulter,Hämatome.

Antwort
von HeikeElchlep1, 25

Du hättest den Unfall sofort melden müssen und nicht erst im Nachhinein

Kommentar von vierfarbeimer ,

Das wird der Grund sein. Weshalb man ja auch noch die kleinste Verletzung auf der Arbeisstelle dokumentieren (entnommenes Pflaster aus dem Verbandskasten) und melden soll. Auch wenn es sich dumm und kleinkariert anhört.

Kommentar von NSchuder ,

Ja, das ist der Grund warum auch immer ein Unfallbericht ausgefüllt werden muss - damit auch vermeintlich "kleine" Unfälle dokumentiert sind. Denn merke: Auch kleine Unfälle können massive Spätfolgen haben.

Kommentar von Selbsthilfe ,

Habe den Unfall sofort gemeldet,nur die Versicherung brauchte zur Prüfung so lange.übrigens bin ich schon einige Jahre Rentner,deshalb habe ich eine Private Unfallversicherung abgeschlossen um abgesichert zu sein.

Kommentar von HeikeElchlep1 ,

Naja, aber wenn die nur Bein und Hüfte geröngt und aufgenommen und die Schulter nicht so wirklich wahr genommen haben, dann wird es wirklich nicht im nachhinein anerkannt, das kann ja auch von was anderem kommen.

Kommentar von Selbsthilfe ,

ganz einfach,die Schmerzen im Bein und Becken waren sehr stark

sodass ich die Prellung der Schulter am anfang noch nicht voll wahr nahm.

Kommentar von HeikeElchlep1 ,

Ja, aber genau das ist jetzt dein Verhängnis, im Nachhinein wird es nicht anerkannt, das ist so

Antwort
von Barbdoc, 6

Die schwere Arthropathie der Schulter ist keine Unfallfolge und wird nicht entschädigt. Tut mir leid.

Antwort
von Everklever, 16

Das, was du beschreibst, fällt in die Zuständigkeit der Krankenversicherung. Für Selbstbehandlung und Selbstmedikation zahlen aber auch die nicht.

oder habe ich falsche Vorstellung der Unfallversicherer

Ja. lies einfach mal die Versicherungsbedingungen.

Antwort
von Sciffo, 20

du kannst eine zuzahlungsbefreiung beantragen, sofern die grenze bei dir erreicht wird. alle anderen kosten hat deine KV getragen.

was deine UV zahlt und was nicht, STEHT IN DEINER VERSICHErUNGSPOLICE; die wir nicht kennen:::::::::::::::::::::

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten