Frage von proximal, 317

Ist das Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus erlaubt?

Guten Tag,

wir wohnen in einem 3. Stöckigen Altbau ganz oben. Neben uns ist im Sommer eine Mutter mit Baby eingezogen. Seitdem sie hier wohnt, hat sie Truhen oder ähnliches, sowie Mülltüten, Schuhe, Kartons und was weiss ich alles vor bzw. neben unserer Haustüre stehen. Uns stört es sehr...

Das sieht nicht gerade schön aus, vorallem wenn man Besuch bekommt. Unsere anderen Nachbarn haben auch alle nichts vor ihren Haustüren stehen.

Ich habe mal im Internet recherchiert und verschiedene Meinungen gefunden. Ich meine aber, dass das abstellen von "Gegenständen" nicht erlaubt ist... Was meint ihr dazu?

Ich möchte sie gerne ansprechen, habe aber angst, dass es spießig rüber kommt. Ich möchte nicht für Streß sorgen, aber wir finden sowas unmöglich.

Ich freue mich auf Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 208

Den Vermieter musst du informieren. Es ist grundsätzlich das Abstellen von all dem was du schilderst unstatthaft, sowohl aus Brandschutz- als auch allgemeinen Sicherheitsgründen. Der Vermieter muss die Nachbarin abmahnen und darf bei Nichtbefolgung sogar kündigen.

Zuvor kannst du gerne mit der Dame sprechen und sie auf ihr Fehlverhalten und dessen mögliche Konsequenzen hinweisen. Möglicherweise reicht das schon. Wenn nicht s.o..

Antwort
von Steffile, 146

Es hoert sich an als haettest du nicht mal mit der Nachbarin geredet? Ich weiss aus Erfahrung, dass es mit Baby schwer ist, Sachen zu organisieren - vielleicht koenntest du ihr Hilfe beim ausruempeln anbieten?

Kommentar von proximal ,

Was soll ich denn ausrümpeln? Wenn ihr die Wohnung zu klein ist, oder sie es nicht schafft, den Müll runter zu bringen oder auf den Balkon zu stellen, dann soll sie nicht in den 3. Stock ziehen. Gegen ein paar Schuhe oder so würde ich ja nichts sagen, aber Mülltüten und sowas geht gar nicht.

Kommentar von Steffile ,

Dann sag es ihr und fertig, wenns spiessig rueberkommt ist das halt so.

Antwort
von Wonnepoppen, 141

Du solltest unbedingt mit ihr reden, nein das darf nicht sein. 

sie muß für Abhilfe sorgen,andernfalls den Vermieter informieren, oder wer dafür zuständig ist (Hausverwaltung)?

Kommentar von proximal ,

Ja, wir haben einen Hausverwalter. Würde natürlich erst mit ihr reden, bevor ich ihn anspreche. Sie sagte auch mal, als ein Regal und eine andere Truhe dort stand, dass sie es wegräumt, da war ich natürlich erleichtert. Jetzt steht da eine Kinderbank und Mülltüten etc. Sowas muss doch jedem klar sein, dass man sowas nicht ins Treppenhaus stellt. selbst wenn man kein Bock hat, den Müll runter zu bringen ...

Kommentar von Wonnepoppen ,

Sollte, ist es aber anscheinend nicht?

also rede mit ihr, höflich aber bestimmt, weise sie auch darauf hin, daß du den Hausverwalter informierst  u. warte, was passiert!

Antwort
von Matrixarchitekt, 132

Bei der Bauaufsicht anrufen und beschweren, Bauamt wird den Vermieter dazu zwingen einen Rettungsweg nach Vorgaben der Landesbauordnung frei zuhalten

Kommentar von albatros ,

Was hat die Bauaufsicht  damit zu tun? Garnichts.

Kommentar von Matrixarchitekt ,

Ein Rettungsweg ist in der Landesbauordnung verankert. Die Umsetzung des Baurechts darf nur die Bauaufsicht verfolgen in bei nicht erfüllen ermahnen, mit Bußgeld.  

Einmal Landesbauordnung durchlesen hilft ernorm. 

Kommentar von Matrixarchitekt ,

Soviel zum Thema Bauaufsicht:

https://openjur.de/u/613230.html

und Treppenhäuser, die  zugestellt sind. In diesem Urteil wird ein ähnliches Gebäude aufgeführt (Bezug auf die Gebäudeklasse), wie die Fragestellerin bereits vorab beschrieben hat.

Antwort
von BarbaraAndree, 190

"Der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft bestimmt, was im Treppenhaus erlaubt ist und was nicht. Hier kann es leicht mit den Nachbarn zu Konflikten kommen, wenn sie sich durch die Gegenstände im Hausflur und Treppenhaus beeinträchtigt und gestört fühlen. Weil der Vermieter eine Verkehrssicherungspflicht für diese Flächen trägt und bei Unfällen ggf. haftet, ist er berechtigt, seinem Mieter gewisse Vorgaben für die Nutzung der Gemeinschaftsflächen zu machen. Das geschieht in der Regel durch entsprechende Klauseln in der Hausordnung oder im Mietvertrag."

Deshalb würde ich den Vermieter einmal ansprechen, damt er tätig wird.

Quelle:http://www.anwalt.de/rechtstipps/rumpelkammer-treppenhaus_016188.html

Antwort
von DrMarkusT, 158

Bei Mehrfamilienhäusern gehört das Treppenhaus bzw. der
Flur zu den Gemeinschaftsräumen. Das bedeutet dass diese von allen auch „bestimmungsgemäß“ genutzt werden dürfen. Sprich: Von A nach B innerhalb des Gebäudes zu kommen. Aus Sicherheits-/ und Brandschutzgründen sind Treppenhäuser / Flure nicht dazu da, diese als zusätzliche Stellfläche zu nutzen. Trotzdem sind Ausnahmen möglich. Je nach Hausordnung ist unterschiedlich geregelt was trotzdem auf dem Flur stehen darf. Öffentlich-rechtliche Sicherheitsvorgaben sind dabei immer unbedingt zu wahren.

Was in Treppenhäuser / Flure stehen darf
– Kinderwägen.
– Rollatoren und andere Gehhilfen.

– Rollstühle.

– Schuhe – auf jeden Fall vorübergehend. Beispielsweise
zum Trocknen bei schlechtem Wetter.

– Religiöse Gegenstände (Kreuz, Madonnenfigur, …). Sofern
niemand beeinträchtigt wird.

– Dekoration – wie beispielsweise Weihnachts- oder
Osterschmuck. Sofern niemand beeinträchtigt wird.

Was nicht in Treppenhäuser / Flure stehen darf bzw. vom
Vermieter verboten werden kann

– Möbel (z.B. Kommoden, Schuhschränke, Garderoben, …).

– Sportgeräte (z.B. Fahrräder).

– Pflanzen.

– Müll.

-> Ich würde vorher in die Hausordnung schauen bzw.
das Ganze mit dem Vermieter absprechen.

Quelle: 
www.immobilien-einblick.de/hausordnung

Antwort
von e4syy, 113

Ansprechen und Beschweren!
Sowas geht garnicht..
Man kann sowas auch im Haus lagern
Aber so 3-4 Paar Schuhe sind ok!

Antwort
von AmandaF, 154

Die Flure sind auch Rettungswege und sollten allein deshalb nicht zugestellt werden. Ich würde die Sachen die auf meiner Seite stehen, zurück auf ihre Seite stellen. Vielleicht versteht sie den Wink. Wenn nicht, musst du sie wohl oder übel darauf ansprechen.

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