Frage von Michaelholt123, 139

Ist meine Frau verpflichtet, nach Beendigung des Trennungsjahres mehr zu arbeiten?

Hallo, hier Kerndaten: 20.01.2015 aus gemeinsamen Haus (Verkaufswert 200.000 €) ausgezogen. Keine Rückkehr! Nettoverdienst 2500 € (Steuerklasse 1 0,5 Kinderfreibetrag! Ehefrau Netto 900 € (Steuerklasse 2 0,5 Kinderfreibetrag! gemeinsames Darlehen zur Finanzierung Haus 700,00 € Kind 15 Jahre alt, wird dieses Jahr 16! Frau arbeit seit ca. 8 Jahren Teilzeit 12 Stunden! Verheiratet seit 2000! Trennungsjahr beendet 20.01.2016! Frau bewohnt seit 20.01.2015 Haus mit Sohn ganz alleine! Habe im Trennungsjahr alle Kosten (Darlehen, Verbrauchskosten, Versicherungen, Telefon, einfach alles bezahlt! Gestern aufgefordert die Hälfte der Tilgung (350 €) sowie eine Nutzungsentschädigung (erzielbare Kaltmiete 1000 €, somit 500 €) zu zahlen! Das ich Unterhalt für meinen Sohn zahlen muss, ist mir klar! Sie fordert für sich Unterhalt!

Nun die Fragen: 1. Ist meine Frau verpflichtet, nach Beendigung des Trennungsjahres mehr zu arbeiten (Vollzeit oder weiteren Teilzeitjob)? 2. Wenn nein, wird beim Unterhalt bei ihr ein fiktives Nettogehalt zu Grunde gelegt! 3. Sollte meine Frau nicht ihren Darlehensanteil am Haus zahlen, kann ich 700 € oder nur 350 € bei der Berechnung des Unterhaltes für Sie bzw. Sohn abziehen? 4. Kann ich 500 € bei Ihr als Wohnvorteil zum Nettolohn hinzurechnen!

Im Ergebnis käme dann raus, dass ich zwar für meinen Sohn, Sie aber für mich Unterhalt zahlen müsste.

Gibt es hierzu Urteile? Wenn ja, bitte Link! Oder entsprechende Kommentare?

Ich spreche jetzt nicht ab Zeitpunkt Scheidung, sondern sofort nach Beendigung des Trennungsjahres?

Antwort
von DFgen, 80

Du solltest das von deinem Anwalt berechnen lassen..., hier dürfte das kaum Jemandem korrekt möglich sein...

Zuerst einmal müsstest du dein "unterhaltsrelevantes Einkommen" ermitteln, also welche möglichen Zuschläge du hinzurechen müsstest (Weihnachtsgeld, Dienstwagen...) bzw. welche Abzüge du geltend machen könntest (berufsbedingte Ausgaben, eigene Altersvorsorge, mögliche Raten für Hauskredit etc....).

Ebenso wäre das derzeitige unterhaltsrelevante Einkommen der Frau für den Trennungsunterhalt zu ermitteln....

Der mögliche Trennungsunterhalt endet nicht nach einem Jahr, sondern mit der Scheidung. Bis dahin haben Ehepartner ggf. Anspruch auf gegenseitigen Unterhalt im Rahmen des "Familienunterhaltes" - auf diesem "beruht" der Trennungsunterhalt ja letztendlich....

Dieser gesamte Zeitraum steht den Partnern zur Verfügung, sich auf die Zeit nach der Scheidung vorzubereiten (also bis dahin ggf. noch ein bisschen "Kraft zu schöpfen" für eine Vollzeitbeschäftigung nach der Scheidung...)

Ob ggf. noch "nachehelicher Unterhalt" zugesprochen wird, hängt u.a . von der "anwaltlichen Qualität" ab... (Zwar ist dieser Unterhalt nur noch ein "Ausnahmefall", aber ein solcher kann ja unterschiedlich definiert werden....)

Antwort
von Lumpazi77, 102

Hier wird Dir wohl Niemand explizit Auskunft geben können. Investiere ein paar Euronen und lasse Dich von einem Fachanwalt beraten

Antwort
von kaufi, 80

Ich wurde zwar schon geschieden, aber kann dir da wenig helfen. Bei mir hieß es, das die Exfrau auf jedenfall sich nach höherem Verdienst umschauen müsse.......was ja in der Realität leider ganz anderst aussieht.

Du brauchst auf jedenfall einen Rechtsanwalt und genau deshalb melde ich mich zu Wort. Ich hatte nicht gerade den Besten und hätte ich nicht selbst recherchiert, würde ich heute noch zahlen. Mach dich wirklich schlau über diese Anwälte bevor du den Falschen nimmst !!!

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