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Trennungsproblem! :-(

gefragt von BaianaBaiana am 23.09.2009 um 16:17 Uhr

Hallöchen!

Ich hab ein Problem mit der Trennung von Wörtern bei folgender Situation:

In einem Artikel, der in neuer Rechtschreibung geschrieben ist, werden Zitate verwendet, die in alter Rechtschreibung geschrieben sind (und der Autor möchte sie auch nicht angleichen, auch wenn das üblich ist - seine Sache). Dass dort also "daß das Portemonaie zwischen den Delphinen stecken bleibt" steht, statt "dass das Portmonee zwischen den Delfinen stecken bleibt" steht, ist klar - aber wie sieht es bei der Trennung aus? Im Zitat nach alter oder neuer Rechtschreibung trennen? Also:

.1. "daß das Portemonaie zwischen den Delphinen stek-

ken bleibt"

oder

.2. "daß das Portemonaie zwischen den Delphinen ste-

cken bleibt"

Der Rest des Textes wird selbstredend nach neuer Rechtschreibung getrennt.

Was würdet ihr machen? Auf welche Variante hin würdet ihr den Text korrigieren? Und: Warum nicht anders?

5 Stimmen : Alte Rechtschreibung, neue Trennung (1) ; Alte Rechtschreibung, alte Trennung (4)

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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


Swisslady
beantwortet von Swisslady am 23. September 2009 16:18
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Hilfreichste Antwort

Alte Rechtschreibung, neue Trennung sieht schon rein optisch seltsam aus. Man stolpert direkt drüber. Bei alter Trennung in alter Rechtschreibung fällt dies nicht so auf.

abgestimmt für: Alte Rechtschreibung, alte Trennung
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. September 2009 16:20

Das war auch mein erstes "Gespür" - aber irgendwie ... es sieht total seltsam aus.

Weißt Du, dass die allg. Korrekturvorschrift so ist? Oder wo man diese für solche Sonderfälle herbekommt?

Kommentar von 0d5afc82958b89bf08461d15890cf408smallSwisslady am 23. September 2009 16:28

Ich würde es seltsam finden, wenn man schon Zitate in alter Rechtschreibung belassen will, dann trotzdem die neue Trennregel anzuwenden. Aber wissen tue ich rein nichts. Ich kann eine befreundete Journalistin fragen, aber ob die es weiss....? Dies wird auch bestimmt ein paar Tage dauern. Für dich dann wohl zu spät, aber ist vielleicht trotzdem interessant zu wissen.

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. September 2009 16:30

Nein, das wäre nicht zu spät. Ich sitz gerade über einer Endkorrektur. Bevor das Ding an den Verlag geht, dauert es noch ein kleines bisschen. Und bis dann die Druckfahnen wieder da sind, dauert es noch etwas länger.

Denn: Durch den Satz verschiebt sich dort ja noch einiges, sodass ich erst bei den endgültigen Druckfahnen diese Trennungsgeschichte durchführen kann. Ist mir nur bei einem Aufsatz aufgefallen, in dem das "Problem" schon bei der Vorfassung auftrat. :-)

Danke - frag sehr gerne nach, das Ergebnis interessiert mich! :-)

Kommentar von 0d5afc82958b89bf08461d15890cf408smallSwisslady am 23. September 2009 16:34

Habe bereits ein Mail geschrieben. Ich melde mich, wenn ich was erfahre.....

Kommentar von 0d5afc82958b89bf08461d15890cf408smallSwisslady am 28. September 2009 14:26

Hier die Auskunft der Schweizer Journalistin:
"Meines Wissens gibt es keine allgemeingültige Vorschrift. Aber ich würde ganz klar nach neuer Rechtschreibung trennen, auch wenns ein altes Zitat ist. Denn die Form des Textes (welche die Trennung ja erst nötig macht) ist neu; deshalb ist für mich logisch, dass etwas Formales wie Trennung nach aktuellem Stand angwendet wird."

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 28. September 2009 17:28

Danke für die "offizielle" Ansicht, wenn auch nicht allgemeingültig. Schön, dass noch nicht alles in DIN-Form gepresst ist. :-)


Weitere gute Antworten


anonym
beantwortet von Albrecht am 24. September 2009 02:24
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In Zitaten gilt die Rechtschreibung des zitierten Textes.

Wenn nicht im Originaltext an genau dieser Stelle getrennt worden ist, kommt ein Zeilenende „stek-“ zwar nicht vor. Daher ist ein Auslegungsspielraum vorhanden. Aber das Zitat war immerhin in alter Rechtschreibung. Eine Abweichung durch neue Trennung innerhalb alter Rechtschreibung ist nicht stimmig. Der Autorwille sollte zwischen den Anführungszeichen gelten.

Alte Rechtschreibung (bis 1996) ist „Portemonnaie“. Diese Schreibung ist auch in der neuen Rechtschreibung nicht abgeschafft worden, seit 2006 sogar die Hauptvariante.

Nach alter Rechtschreibung hieß es „steckenbleiben“. Steht im Originaltext wirklich „stecken bleibt“ und nicht „steckenbleibt“? Hier könnte eine Rückfrage an den Autor angebracht sein, was er will.

Ich möchte aber einen Trennungsschmerz vermeiden. Bei so wenigen Buchstaben, um die es geht, würde ich einen Umbruch nach „Delphinen“ versuchen.


SevenStarMantis
beantwortet von SevenStarMantis am 23. September 2009 16:20
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dass das Portemonnaie zwischen den Delphinen stecken bleibt


So würde ich es schreiben.

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. September 2009 16:21

Huch - da ist außerdem wohl noch ein n in mir stecken geblieben.

Danke, dass Du es gefunden hast. :-)

Kommentar von F331569aaf65a4178cf6bb82170721adsmallSevenStarMantis am 23. September 2009 16:23

TEAMwork ^^


diemeggie
beantwortet von diemeggie am 23. September 2009 16:18
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abgestimmt für: Alte Rechtschreibung, alte Trennung

soulsaver
beantwortet von soulsaver am 23. September 2009 16:18
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  1. "daß das Portemonaie zwischen den Delphinen stek-

ken bleibt"



butz1510
beantwortet von butz1510 am 23. September 2009 16:19
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Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. September 2009 16:21

Bei neuer RS ist es klar - aber die Zitate sollen in alter stehen. Und um die Trennung innerhalb der Zitate geht es mir.

Kommentar von 92e2eae9d24c68dd12b7643f639b73e1smallbutz1510 am 23. September 2009 16:23

Dann würde ich nach alter Schreibweise trennen - altmodisch wie ich bin... ;-)


JulieSmith
beantwortet von JulieSmith am 23. September 2009 16:19
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Damit es zusammen passt.

abgestimmt für: Alte Rechtschreibung, alte Trennung

anonym
beantwortet von wolkenkind am 23. September 2009 16:21
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omikron
beantwortet von omikron am 23. September 2009 17:05
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Dass das Zitat in der alten Rechtschreibung stehen bleiben muss, ist klar.

Bei der Silbentrennung würde ich die neue Rechtschreibung anwenden, denn der Artikel ist in der neuen Rechtschreibung verfaßt.

Neue Rechtschreibung deswegen, weil ich Wörter mit Migrationshintergrund (das Wort "ausländisch" ist ja wegen politischer Korrektheit zu vermeiden!^^) auch nach unserer Orthografie behandle. Da informiere ich mich auch nicht lange, wie das nach den Regeln der Fremdsprache getrennt werden müsste.

abgestimmt für: Alte Rechtschreibung, neue Trennung
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. September 2009 18:48

Stimmt ... die beliebten Wörter mit Migrationshintergrund ... (muss ein bisschen kichern, da es in den Artikeln tatsächlich ausschließlich um Migration geht. :-)).

Ich denk, ich wart die Antwort von Swissladys persönlicher Journalistin ab - oder vertraue auf das Wissen des Verlages. :-)


soust
beantwortet von soust am 23. September 2009 19:19
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Ich bin für eine salomonische Lösung, da es u.U. für den Fall "Zitat alte Rechtschreibung - welche Trennregel gilt?" keine einheitliche Regelung gibt. Ich werde mich aber auch danach erkundigen.

In Deinem Fall würde ich die Trennung leicht vorziehen, so dass sich kein Konflikt ergibt, also:

>daß das Portemonnaie zwischen den Delphi-

nen stecken bleibt.<

Das gibt kaum einen Unterschied im Textumbruch; spätestens nach dem nächsten Abschnitt ist alles wie gehabt. Warum die Dinge verkomplizieren? ;o)

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 24. September 2009 09:07

Albrecht hat natürlich "rechter" als ich: der Umbruch sollte nach "Delphinen" liegen. Ich fass mir an den Kopf;((


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