Trennung, was für Hilfen stehen mir zu, wenn ich nicht arbeite?

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4 Antworten

Selbst wenn du die Anwartschaftszeiten für das ALG - 1 erfüllt hättest würdest du es zur Zeit nicht bekommen,denn du stehst deinen Angaben nach dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und das ist Voraussetzung,du müsstest nachweisen das die Betreuung der Kinder gesichert ist und dann müsstest du der Vermittlung in Beschäftigung zur Verfügung stehen !

Du kannst also nur ALG - 2 beim Jobcenter beantragen,dass Sozialamt ist für arbeitsfähige Personen nicht zuständig ( man darf dann z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeitsfähig sein ),dass solltest du dann aber noch diesen Monat machen.

Denn alleine deine Meldung reicht aus das ein evtl.Anspruch dann rückwirkend bis zum 1.des Antragsmonats zurück wirkt.

Bis zum 3 Lebensjahr des jüngsten Kindes musst du im SGB - ll ( ALG - 2 ) der Vermittlung in Beschäftigung nicht zur Verfügung stehen,danach in der Regel schon,wenn die Betreuung der Kinder sichergestellt ist.

Vorrangig ist dir in der Trennung natürlich der noch Mann zum Unterhalt verpflichtet,da kämen erst mal die Kinder an die Reihe,nur wenn die ihren Unterhalt bekommen und dein noch Mann dann noch mehr als 1200 € Netto hätte müsste er auch an dich Trennungs bzw. Betreuungsunterhalt zahlen.

Dir stünde dann nach dem SGB - ll min. dein Regelsatz von derzeit 404 € zu,der ist für den Lebensunterhalt gedacht und dazu dann der Alleinerziehenden Mehrbedarf von 145,44 € ( 36 % deines Regelsatzes für 3 Kinder ),dass sind dann erst mal min. 549,44 €.

Dazu kommt dann 1 / 4 der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),wenn ihr in einem Eigenheim / Eigentumswohnung leben würdet sind dann nur Neben / Betriebs / Heizkosten auf die Personen im Haushalt zu verteilen.

Deinen Kindern steht dann auch ein Regelsatz in Form von Sozialgeld zu ( Kinder unter 15 Jahren,erst ab 15 gilt man als arbeitsfähig,dann ALG - 2 ),dass sind dann derzeit 237 € ( 0 - 5 ) 270 € ( 6 - 13 ) 306 € ( 14 - 17 ) 324 € ( 18 - 24 ) und ab 25 stellt man dann seine eigene BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) dar,dann stünde dem Kind der derzeit volle Regelsatz von 404 € zu.

Dann kommt der Kopfanteil der KDU - dazu,also jeweils 1 / 4 der Warmmiete und das ergibt dann den Bedarf des jeweiligen Kindes,davon wird dann der Unterhalt und das Kindergeld voll angerechnet,würde dann noch ein Bedarf bleiben würde der mit Sozialgeld aufgestockt.

Könnten sie aber ihren Bedarf aus ihrem Einkommen selber bestreiten und bliebe dann sogar noch ein Überschuss bestehen,dann würden sie nicht mehr zur BG - gehören und der Überschuss würde ihrem Kindergeld zugerechnet.

Dieses bräuchten sie dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr,deshalb würde es dann wieder zu deinem Einkommen und auf sonstiges Einkommen würden dir dann max. 1 x 30 € Versicherungspauschale zustehen bzw.diese würden dir dann von deinem sonstigen Einkommen theoretisch abgezogen,wenn du noch keine Freibeträge auf Einkommen geltend machst.

Angenommen die Kinder bräuchten dann jeweils 30 € zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr und du machst noch keine Freibeträge geltend,dann würden das gesamt 3 x 30 € = 90 € ergeben,es würden dir aber dann nur 60 € als Einkommen auf deine Leistungen angerechnet.

Du würdest dann also 60 € weniger bekommen,hättest aber am Ende sogar 30 € mehr als ohne der Anrechnung auf deinen Bedarf.

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Normales Arbeitslosengeld, also ALG I, gibt es nur, wenn man in den letzten 2 Jahren mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat.

Stattdessen steht dir ALG II vom Jobcenter zu, auch "Hartz IV" genannt. Denn Sozialhilfe, also Hilfe zum Lebensunterhalt vom Sozialamt, gibt es nur, wenn man erwerbsgemindert geschrieben ist.

Wichtig für dich ist zunächst nur, den Antrag auf ALG II noch im April zu stellen beim Jobcenter, damit keine Ansprüche für diesen Monat verloren gehen.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Dir steht Arbeitslosengeld zur Verfügung. Außerdem kommen da noch zusätzliche Sachen wie Kindergeld usw.. Dazu. Es ist nie zu spät.  3 Kinder zu haben ist Arbeit genug! Wenn die Kinder im Kindergarten sind könntest du dir ja wieder eine Arbeit suchen. Ich wünsche dir Viel Glück weiterhin!

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Dein Mann ist unterhaltspflichtig. Du kannst dich aber auch an das Jobcenter wenden.

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