Mein Ex-Mann und ich sind schon seit 2 Jahren getrennt. Die Kinder (Sohn 4 Jahre, Tochter 6 Jahre) gehen alle zwei Wochen regelmäßig zu ihrem Vater. Mein Sohn vermisst seinen Papa allerdings viel mehr als meine Tochter. Sie kommt irgendwie besser damit zurecht... Ist das bei euch auch so?
Ich habe ein Buch gekauft, dass ich zur Zeit öfter mal vorlese, um auf das Thema näher einzugehen: http://www.amazon.de/Papa-seh-ich-Wochenende/dp/3522300912/ref=sr11?ie=UTF8&s=books&qid=1227291429&sr=8-1
Seitdem geht's ein wenig besser... Wie geht ihr mit der Situation um?

Bei mir ists umgekehrt: Die Tochter hat das engere Verhältnis.
Ich befinde mich auch in der Situation. Mein Sohn ist 4 Jahre alt. Er eine zeit lang auch 14 tägig bei seinem Papa. Nun geht er schon lange nicht mehr zu seinem papa, weil er partu nicht mehr hin will. Er weint und schreit und ihm gefällt es dort nicht. Nun lasse ich es. Der Papa meldet sich auch nicht regelmäßig bei ihm. Es geht so und so Kinder die es gut verkraften ohne Papa und andere die sehr darunter leiden.

Wenn Du gut mit dem Vater auskommt, warum vereinbart ihr nicht, dass Euer Sohn Öfter / länger bei ihm ist?! Oder mal testweise zu ihm ziehen??
Das ist absolut unmöglich. Bin ja schon froh, dass die Regelmäßigkeit alle zwei Wochen so gut funktioniert und er sich dran hält.
Es kommen andere Probleme hinzu, die dies unter gar keinen Umständen möglich machen könnten (Alkoholsucht des Vaters)! Alle zwei Wochen am WE ist kein Thema, er kümmert sich gut um die Kinder, sie freuen sich, erzählen schöne Dinge. Alles weitere ist ein anderes Thema, und es ist einfach ausgeschlossen, denn er hat sein eigenes Leben nicht im Griff und ist auch so sehr unzuverlässig!
Strullerpuppe am 21. November 2008 19:23 Dadurch dass er Daddy nur alle paar Tage / Wochen sieht, baut er sich den Super-Daddy im Kopf auf! Er müsste, so schrecklich es ist, sehen, wie es um sein Vater steht. Meine Meinung. Sonst hast Du irgendwann schlechte Karten! Viel Glück!
Wir spielen mit offenen Karten - allerdings kann ein vierjähriges Kind das nicht verstehen und verarbeiten. Er weiß, dass der Alkohol es schuld ist, dass ich nicht mehr mit ihm zusammenleben wollte. Es ist nicht so, dass die Kinder denken würden, die Schuld läge bei ihnen...
Es ist wirklich so - er sieht nur seinen Super-Daddy - aber ich rede ihn auch absolut nicht schlecht oder so. Er muss später seine eigenen Erfahrungen machen... in die Vater-Kind-Beziehung mische ich mich nur ein, wenn ich darum gebeten werde bzw. ich sehe, dass mein Sohn meine Hilfe benötigt.
Zur Zeit kann ich ihn nur unterstützen, indem ich für ihn da bin, er traurig sein darf und ich ihn in den Arm nehme und tröste. Mehr kann ich nicht tun...
Strullerpuppe am 21. November 2008 19:28 Liebes, das ist sehr viel!! Behalte es bei! Kinder vertsehen schon sehr viel. Aber so lange er nicht sieht, wie sein Vater sich verhält, träumt er seinem Bild nach!
Er wird das irgendwann sehen - da bin ich mir ganz sicher, aber im Moment ist es noch viel zu früh dafür, das braucht noch ca. 10 Jahre... eine lange Zeit, aber es wird so kommen, das weiß ich... ist trotzdem alles nicht so einfach
Strullerpuppe am 21. November 2008 19:33 Schade, echt, weil optimal wäre es, wenn er einen Einblick erhält. Aber wenn es gefährlich für seine Gesundheit ist, muss man warten. Aber rede mit dem Kleinen. Er versteht mehr, als man glaubt!!! Sagst Du ihm, dass sein Vater krank ist?
Jedes Kind iszt anders. Die einen sind mehr Mutterkinder, die anderen mehr Vaterkinder.

Dein Sohn ist jünger als deine Tochter! Er versteht nicht, das Mama und Papa auf einmal getrennt sind. Erklär ihm das!
Ich erklär ihm das auch, wenn er danach fragt... auch so hat mein Mann überhaupt keine Zeit für seine Kinder und nimmt sie sich auch nicht. Er ist selbstständig, und seine Firma ist die Nr. 2 in seinem Leben - nach dem Alkohol, der ist die Nr. 1

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Danke, ich werde mal reinschauen!