Frage von ILucID, 58

Traumdeutung:Suche nach einer Traumperson oder nach mir selbst?

Guten Tag an alle,

Ich bin zum ersten mal hier, also bitte ich formale Fehler zu entschuldigen. Zu meiner Person: Ich bin männlich, 20 Jahre alt. Heute Morgen erlebte ich folgenden Traum: Ich befinde mich in einer Parallelwelt ähnlich wie diese, nur an einem fiktiven Ort. Der Traum selbst war sehr realistisch. Ich ging durch eine Ortschaft, bei mir nur mein Smartphone, und suchte eine Person. Bei dieser Person handelt es sich um ein Mädchen ungefähr in meinem Alter. Sieh ist zwar wunderschön, jedoch ist meine Zuneigung ihr gegenüber nahezu rein platonischer Natur. Dies beruht auf Gegenseitigkeit. Ich fühlte mich etwas verfolgt, obwohl ich während des gesamten Weges keine einzige Person gesehen habe. Kurze Zeit später fand ich dieses Mädchen. Wir fielen uns in die Arme und drückten uns ganz fest, als sei dies unsere erste Begegnung nach einer langen Suche oder die Letzte. Mein Verfolgungswahn war keine Einbildung, denn ein Mann machte Fotos von uns beiden. Ferner nutze er ein aufdringliches Blitzlicht, welches unsere Zweisamkeit störte. Wir rannten weg und verloren uns aus den Augen. Ich empfand in diesem Moment keine konkreten Emotionen, es war nur der Wille da, dieses Mädchen wiederzufinden, sie verschwand ohne jede Spur. Ich begann sie zu suchen, indem ich herumlaufende Passanten nach ihr fragte. Bevor wir getrennt wurden, verriet sie mir ihren Namen. Ich traf auf eine Dreiergruppe von Mädchen ähnlichen Alters, welche behaupteten sie zu kennen. Sie nannten mehrere Orte an denen sie sein könnte. Ich suchte diese Orte auf und manchmal bildete ich mir ein, sie kurz von hinten gesehen zu haben. Während der ganzen Suche hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas weggenommen wurde, ich wollte einfach nur bei ihr sein. An einem dieser Orte sprach ich einen Mann an, welcher verneinte sie zu kennen, obwohl mir sein Gesicht verriet, dass er log. Ich tat so als ob ich ihm glaubte und ging langsam fort. Plötzlich erschienen zwei andere Männer und griffen mich an. Mit Mühe konnte ich die Angriffe abwehren und es gelang mir die Flucht. Ich suchte weiter. Am späten Abend fing es plötzlich an zu stürmen und heftig zu regnen. Es schien nicht mehr sicher, sich draußen aufzuhalten. Ich rettete mich unter ein Dach, aber mir wurde schmerzhaft kalt. Eine nette Familie hat mich vorübergehend in ihr Haus eingeladen, bis sich das Wetter beruhigte. Ich verabschiedete mich dankend und führte mein Suche fort.
Dann bin ich aufgewacht.

Soweit zu meinem Traum. Ich bin während der Erzählung nicht auf den Charakter des Mädchens eingegangen, weil ich zuerst an der Deutung der Handlung interessiert bin. Es ist eine fiktive Person, aber keine bewusste Metapher/Allegorie.

Ich selbst bin sehr introvertiert und selten darin interessiert mich mit Menschen zu sozialisieren, jedoch genieße ich gute Gesellschaften sehr. Ich habe kein Problem auf Menschen zuzugehen. Ich lege großen Wert auf Selbstreflektion und habe bereits eigene Vermutungen angestellt.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo ILucID,

Schau mal bitte hier:
Psychologie Psyche

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nowka20, 15

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

Antwort
von Ginalolofrigida, 8

Das Mädchen ist wohl eine Person aus einem vergangenen Leben, mit der du in Liebe verbunden bist... Sowas wie eine Schwester vielleicht. Männer stehen bei dir scheinbar nicht so hoch im Kurs, ilegitime Aggressivität, Gewalt und Lüge assoziiertst du damit. Was gar nicht so weit hergeholt ist.

Nun, um Träume zu deuten, muss man ihnen eine einwandfreie Logik und Bedeutung zugestehen, und natürlich auch Sinn und Zweck. Dann werden sie zu Puzzleteilen im Spiel des Lebens, die man nahtlos am Tag-Erleben anfügen kann. Aufgrund der Infos, die du selber mitteillst, würde ich den Traum als Bildungsarbeit verstehen. Liebe hilft sich zu verbinden, um Festigkeit zu erlangen. Erinnerung an die Liebe nährt und baut das Ich auf. Aufgrund der überwiegend negativen Erscheinungen der Männlichkeit in deinem Traum, bedeutet die Suche nach dem Mädchen die Notwendigkeit der Betonung und Aufwertung deiner weiblichen Eigenschaften. Gekoppelt mit deinem tatsächlichen Geschlecht führt das zu einem neuen (Vor)Bild der Männlichkeit. Es wird sozusagen positiver aufgebaut.

Kommentar von ILucID ,

Glaubst du etwa an die Unsterblichkeit der Seele? Du sprichst nämlich von einem vergangenen Leben. 

Was meinst du mit "weiblichen Eigenschaften"?

Worauf beziehst du das Wort "Bildungsarbeit"?

Was ist/war denn das " alte" Vorbild der Männlichkeit?

Vielen Dank schonmal.

Antwort
von Prinzessle, 17

Träume sind da um den Alltag irgendwie zu verarbeiten....und manchmal verwendet das Hirn dazu sehr verschlungene Wege...und sie haben nichts zu bedeuten..

Nur bei Träumen die ständig wieder kehren könnte man zu deuten beginnen..

So wünsche ich Dir weiterhin süsse Träume

Antwort
von LimeKing, 17

Was sind denn deine Vermutungen?

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