Frage von KleinerNerd, 34

Traumdeutung - Mord?

Wird eventuell ein längerer Text - ich bedanke mich bei jedem, der es durchliest

Folgender Traum: Ich kann mich leider nicht mehr genau daran erinnern, wie es dazu kam, aber es gab ein Zusammentreffen zweier Gruppen auf einem Schrottplatz. Die eine Gruppe war jedenfalls darauf aus, die andere Gruppe, meine Gruppe, auszulöschen. Es war übrigens dunkel und regnerisch, falls das von Relevanz ist. Auf jeden Fall setzte sich meine Gruppe zur Wehr. Fast alle "Feinde" wurden bewusstlos geschlagen, aber keiner getötet. Mein Traum-Ich hatte sich mit mehreren anderen, denen Situation ebenfalls zu brenzlich war hinter einem Container versteckt.

Das letzte, über gebliebene Mitglied der feindlichen Gruppe kam bewaffnet hinter diesen Container. Einer meiner Freunde im Traum (ich kannte keine der Personen vom Gesicht her) hatte wohl zuvor eine Pistole ergattern können und richtete diese auf den Feind, der zielsicher immer näher kam. Als mein Traum-Ich merkte, dass mein Freund nur bluffte und niemals abdrücken würde, machte es kurzen Prozess und erstach den "Feind" mit meinem Taschenmesser.

Zeitsprung: Schrottplatz, Morgendämmerung, Polizeiwagen und Absperrband. Mein Traum-Ich sitzt in eine Decke gehüllt neben dem Freund auf einer Planke o.ä. Es fragt ihn, ob es normal sei, jemanden zu töten und danach nichts zu fühlen. Es erzählt, dass es sich fühlt, als wäre es etwas alltägliches gewesen, dass man einfach wieder verdrängt. Und es sich weder traumatisiert noch sonst irgendetwas vorkommt.

Ende des Traums.

Also ich träume wirklich oft Sachen, die ich hinterfrage und meistens komme ich zu einer sehr schlüssigen Antwort auf die Frage, warum eben so geträumt wurde, aber diesmal stehe ich echt auf dem Schlauch. Parallelität zur Realität besteht übrigens in dem Punkt, dass ich sehr oft ein Taschenmesser mit mir herumtrage. Ob nun in der Jackentasche oder im Rucksack. Und ich würde mich selber als eher kalt beschreiben, nahezu emotionslos. Gut, "emotionslos" ist dezent übertrieben, aber vielleicht wisst ihr ja, was ich meine.

Nun denn, ich bedanke mich für jede Antwort und hoffe, dass wir dieses kleine Wirrwarr schnell gelöst kriegen ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ginalolofrigida, 7

Das ist ein sehr guter Traum, der natürlich dich sehr fein an dein Thema bringt.

Er ist insofern gar nicht weit hergeholt, da du bereits charakterlich negative Tendenzen zeigst. Ein Taschenmesser bei sich zu führen, nicht nur um Stecklinge von bestimmten Pflanzen zu schneiden, wie ich es manchmal tue, "beweist" eine eher feindliche Einstellung anderen Menschen gegenüber.

In Traum wird diese Haltung zum Äußersten geführt (die Logik zu Ende gedacht), also zum Töten. Du hast zwar eine Gruppe von "Freunden" (Leute, die deine Gedanken zum Thema teilen, also deswegen keine echten Freunde), in Traum vollendest aber die Tat allein, um danach dich bei den Gleichgesinnten zu versichern, zu bekräftigen.

Das sollte dich hinweisen auf die Wichtigkeit der eigenen Handlungen und Entscheidungen und auf das im emotionalen Bereich nichtgültigen "Gewissen eines Soldaten" als Befehlsausführer.

Es ist ein Schrottplatz, denn die Handlung geschieht aufgrund von Zerstörungskräften und -Gefühlen wie Wut, Gewalt, Konkurrenz. Dunkel, regnerisch, Schrott - müsste von der Stimmung her ziemlich klar sein - schlechte (dunkle) Gefühle.

Dieser Traum führt dich so klar wie möglich an die Frage der Verantwortung für deine negativen Gedanken. Deine Antwort in Traum war - töten.

Man kann einen Menschen zu allem zwingen, nur zu lieben kann man nicht gezwungen werden. Ich meine hier nicht die Liebe zu den Anderen, sondern erstmal die Liebe zu sich selbst. Daraus ergibt sich auch alles andere. Bei dir ist allerdings das Stadium, wo du den Wert des Fühlens erst anerkennen musst, bevor du deine Antwort finden kannst. Eine leichtere Frage für dich wäre: was passiert, wenn ich mein Gefühl töte oder ihm die Lebensberechtigung entziehe?


Antwort
von Jamaicaaa, 10

Boah das ist echt sehr schwer, daraus kann ich eigentlich auch keinen Sinnvollen Schluss ziehen.
Das kommt natürlich auch immer drauf an wie du das bewertest.
Willst du alles in einem bewerten, oder bist du der Meinung dass da auch viel sinnloser Trash dabeigewesen ist nur um den Traum zu füllen? 
Ich denke eher, dass man ausschlaggebende Momente, in denen man im Traum besonders starke Emotionen empfindet, bewerten sollte.
Denn da stößt du ja dann an deine inneren Ängste, Sehnsuchten usw.
Also denk mal genau drüber nach in welchem Moment du besonders intensive Emotionen hattest, dann kann ich dir vielleicht mehr helfen :D

Aus dem Traum/träumen kann man viel lernen und es besteht noch extrem viel Potential nach oben, mehr darüber herauszufinden und es folgedessen bewusst nutzen zu können.
Finde daraus sollte man eine Wissenschaft machen! 

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