Frage von Say9009, 149

Trauma oder Panik?

Abend,

Ich hab ein Trauma (behaupte ich jetzt mal) Und zwar, hatte meine mum als ich 6 war, einen epileptischen Anfall vor meinen Augen. Und sie hat es auf eine andere Art, eine schlimme. Sie rannte wie irre durch den Flur, und sprang auf das Schuhregal. Bis sich ihre Gliedmaßen so verkrampften, das sie hinfiel - gegen die Treppe fiel, und zuckend und blutend auf dem Boden lag. Ich war 6, und habe die Bilder/Geräusche/Abläufe nach 11 Jahren noch immer in meinem Kopf.

Schlimm wurde es, als das alles nach 2-3 Jahren zurückkam (Sprich, mit 8/9). Ich schreckte jedesmal panisch auf wenn meine Mutter meinen Namen rief oder schrie ich solle ihr helfen. Ich lebte in ständiger Angst, bis ich nach circa 7 Jahren Sicherheit hatte. Es passierte nämlich nichts mehr, sie nahm Tabletten. Doch dann setzte sie sie ab. Da hatte ich wieder angst, doch es passierte 1 1/2 Jahre nichts.

Bis vor einem Monat... Ich wusste es sofort... als ich mich im Bad richtete und sie an die Tür klopfte. Ich kenne meine Mutter in und auswendig, sie klopft nämlich nur an die Bad Tür, wenn ich a) zu lang brauch oder b) jemand für mich angerufen hat. Da ich aber beides ausschließen konnte, hatte ich ein sehr unwohles Gefühl im Bauch. Ich ging an die Tür und fragte was los sei... Sie redete nur wirres Zeug was ich da im Bad mache. Ich bekam Panik, ich wusste das sie nicht mehr bei Sinnen war. Alles kam wieder hoch. Es ging los, ständig klopfte sie an meine Tür und fragte die selben Fragen. Ich antwortete immer das sie ins Wohnzimmer gehen solle. Jedesmal kam sie zurück und faselte unsinniges Zeug und wollte rein. Ich bin durchgedreht, mir wurde schlecht, ich bekam unheimliche Angst/Panik und fing an heftig zu zittern. Ich rief meine Tante weinend an, sie solle schnell kommen, weil ich es nicht mehr aushalte und sonst noch wahnsinnig werde. (Sie hat einen 2 Schlüssel) Die Lage beruhigte sich, doch dann passierte es nach 10-15 min wieder. Meine Mom fing an zu schreien (das geht nie aus meinem Kopf), stand auf und lief solange bis ihre Beine/Arme verkrampften und sie gegen den Schrank prallte und zu Boden ging. Sie zuckte über den Boden, ich rief den KW.

Naja, ich brauchte eine Pause und ging 2 Wochen nicht mehr zu ihr. Doch dann übernachtete ich wieder bei ihr. Sie kam morgens in mein Zimmer (11:00) und ging ins Bad. Dann ertönte wieder dieser schreckliche Schrei/rumsen und alles begann von vorn. Sie bekam den Anfall weil sie etwas Alk. getrunken hat, was die Tabletten Wirkung verändert. Morgen hat sie Geburtstag und da sie heute bis spät arbeitet wird sie wieder etwas trinken. Wir sind morgens verabredet, d.h. sie wird nicht viel geschlafen haben. Die Umstände sind wieder die gleichen, einem 3ten Anfall steht nichts im Wege. Aber ich verkrafte es nicht mehr. Bilde mir bei jedem Geräusch etwas ein, hab ständig Angst das etwas passiert und ein Besuch bei ihr ist purer Stress. Was soll ich bloß morgen tun? :c

Antwort
von grauerHase27, 71

Oh nein, das ist ja eine schwere Situation...Das läßt meinen Kopf schon platzen und du steckst viel mehr drin... Das Schicksal deiner Mama ist hart und sie hat ein Recht auf Beistand, aber sehe es als kritisch an, dass du, viel zu früh mit sowas konfrontiert, unweigerlich in dieser Rolle steckst.... Dass deine Mama Ventile braucht um mit gewissen Dingen umzugehen verstehe ich, aber bei ihrer Erkrankung hat sie eine Verantwortung sich selbst und eben auch anderen gegenüber und daher muss sie andere Wege finden als Alkohol (was ohnehin ein schlechter Weg ist). Vielleicht rufst du sie morgen ganz lieb an und gratulierst ihr vom Herzen aber sagst eben dass es dir wehtut, dass sie auf entscheidende Dinge zu wenig achtet und das eben nicht geht, da sie doch auf sich achten muss dir zu lieben und allen denen sie was bedeutet aber natürlich auch sich zu Liebe. So ein Geburtstag ist schon nen harter Tag um Konsequenzen zu ziehen, aber ich vllt eben drum auch eine gute Chance. Sag ihr dass du nicht kommst, weil es dir zu wehtut, was sich antut und wie du leidest wenn sie leidet und dass sie ja prnzipiell nichts dafür kann aber dann eben nicht Riskofaktoren verschärfen darf. Es sollte zwar nicht deine Verantwortung sein, aber es erweckt den Eindruck, als irgnoriert deine Mama Risiken und so fragst du vielleicht wen aus deiner Familie ob er nach ihr sehen kann... Och man, wie auch immer, alles Gute....

Kommentar von Say9009 ,

Danke für die Antwort. Sie trinkt ja nicht viel, hat aber wegen mir und vorallem ihr selber, komplett  aufgehört.  Nur meinte sie das sie wenigstens etwas an ihrem Geburtstag  trinken möchte... und das ist heut Nacht. Zudem hat sie einen Tisch reserviert, zum Frühstücken. Es kommen noch 3 andere dazu. Trotzdem, allein schon der Gedanke an die Autofahrt... Ich pack es nicht und wenn ich bei meiner Oma (wohne da) Schritte oder poltern höre, bekomme ich sofort  Panik. Ich weiß auch  nicht was ich da noch machen soll..

Antwort
von Narbenmaedchen, 71

Grundsätzlich dafür sorgen, dass sie keinen/wenig Alkohol zu sich nimmt (nicht in zu engen zeitabständen mit Medizin!) bereits bei 1. Anzeichen notfallpräperat (falls vorhanden) bereithalten etc und wenn es dir zu viel wird ausm geschehen zurück ziehen und abstand nehmen. (Wenn es nicht besser wird hol 1.die Hilfe (psychisch) und für die wäre es wohl auch sinnvoll)

Hoffe ich konnte etwas helfen 

Antwort
von grauerHase27, 52

Deine Frage in der Überschrift lautete ja aber anders. Bei allem Mitgefühl und teilweisem Verständnis für deine Mama, aber es geht ja auch um dich: ich glaube das es tatsächlich traumatisch für dich war. Und du deswegen Panik hast- mehr als verständlich. Achte aber auch auf dich, wie es dir damit geht ohne dich schlecht zu fühlen. So schlimm die Krankheit auch ist, aber dafür darf auch kein Gesunder am Stock gehen, nur weil er gesund ist und ,,ja mehr ertragen kann" oder was auch immer-Quatsch. Und deiner Mama ist damit auch nicht geholfen. Pass auf dich auf ! =)

Antwort
von Alburnus, 47

Deine Mutter ist dämonisiert und war es von Anfang an. Das ist nicht einfach eine Krankheit, das ist ein böser Geist, oder mehrere böse Geister, die durch sie wirken. Viele Menschen haben so etwas und werden durch Medikamente ihr Leben lang in Schach gehalten. Es kann sich z. B. um eine böses Vorfahrenerbe, einen Fluch, eine verborgene, nicht vergebene Sünde oder ähnliches handeln, so dass die Dämonen Anrecht an Deiner Mutter haben. - Lies mal in den Evangelien nach. Jesus hat die Dämonen ausgetrieben, und in guten christlichen Freikirchen, die der Bibel folgen, geht das natürlich auch heute noch. Fasten und Beten hilft auch immer, aber man muss es sehr lange und konsequent tun, und es ist ein harter Kampf. Bitte such´ Dir eine ortsnahe bibeltreue Freikirche und vereinbare ein Gespräch mit dem Pastor; wenn er nicht selbst die Autorität hat Dämonen auszutreiben kann er Dir sicherlich einen geeigneten Dienst empfehlen, z.B. das Glaubenszentrum in Bad Gandersheim, die Gemeinde von Wolfhard Margies in Berlin o. ä. Und Vorsicht vor der katholischen Kirche, da würde ich auf keinen Fall hingehen, denn die stehen teilweise selber mit bösen Mächten im Bund, kein Witz. - Es tut mir sehr Leid, dass Du schon als Kind so Furchtbares hast durchmachen müssen. Es ist unverantworlich von Deiner Mutter, die Tabletten nicht zu nehmen oder deren Wirkung durch Alkohol zu beeinträchtigen. So etwas ist Dir eigentlich nicht zuzumuten, zumal Du bereits traumatisiert bist. Ich würde mich an Deiner Stelle mit Deiner Mutter nicht mehr treffen, bis sie ernsthaft bereit ist, in einer biblisch orientierten Freikirche oder einem Seelsorgedienst Befreiung zu suchen. Schreibe ihr einen Brief und erkläre ihr das. Und bete für sie zu Jesus. Das ist alles, was Du im Moment tun kannst. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Selten so einen Unsinn gelesen...

Kommentar von Say9009 ,

Dämonen? Was erzählst du denn da für einen Quatsch? So ein Blödsinn, entweder man schreibt hier was ernstes oder man lässt es gleich bleiben...

Kommentar von Alburnus ,

Es ist die absolute Wahrheit. Frag´ Gott, und Er wird es Dir sagen. - Übrigens vielen Dank für Deine Freundlichkeit, ich wollte Dir ernsthaft helfen.

Kommentar von Netie ,

Hallo Alburnus,

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die man nicht mit dämonisierten Menschen gleichsetzen sollte. Das Erscheinungsbild dieser Krankheit ist für Außenstehende absolut schrecklich.

Du darfst die Stelle aus Lukas 9,37 nicht falsch interpretieren. Dort geht es um einen Menschen, der mit einem Dämon besessen war.

Ich finde die Überschrift zu dem Abschnitt in Lukas 9 nicht passend. Die Überschriften haben Menschen gemacht. Sie sind nicht inspiriert, d.h. von Gott eingegeben.

Kommentar von Say9009 ,

Es ist nicht bewiesen  das es Gott gibt, die Annahme basiert nämlich  nur auf Aussagen anderer Menschen über 100000 Ecken. Krankheiten, wie Epilepsie hingegen,  sind durchaus reell, bewiesen und wahr. Ich glaube nur an dass was ich sehe bzw. Handfeste Beweise hat. Also, wer an Gott/Geister/Dämonen usw. glaubt, kann das gerne tun, jeder hat seine eigene Meinung.  

Aber bitte behauptet dann nicht solchen Stuss wie das es keine Krankheit  ist, sondern ein "Dämon"... Das ist Aberglaube, doch keine Medizin. 

Klartext: Meine Mutter hat eine Krankheit und ist definitiv  nicht von einem "Dämon" besessen! Ich sage auch nicht, das du manchmal nicht schlafen kannst weil du dich Nachts in einen Drachen verwandelst... Naja. 

Kommentar von Alburnus ,

Vergib´ mir bitte meine Offenheit, aber ich muss widersprechen. Auch Epilepsie ist dämonisch bedingt, wie fast alle psychischen oder neurologischen Erkrankungen. In allen freikirchlichen Kreisen international weiß man das, und es gibt sehr viele Bücher und Material darüber, auch von anerkannten Medizinern. Ich bin selbst Augenzeugin von Heilungen im christlichen Befreiungsdienst gewesen. - Du brauchst das selbstverständlich nicht zu glauben. Aber mich macht es traurig, dass Du selbst in so einer Not offenbar nie daran gedacht hast, mal zu beten oder Gott zu suchen. Dann kann die Not wohl so groß auch nicht sein ?!

Kommentar von Alburnus ,

Es gibt sehr viel Material darüber, dass Epilepsie dämonisch bedingt ist, wie fast alle psychischen und neurologischen Erkrankungen, und wie Menschen in Befreiungsdiensten davon vollständig geheilt wurden. - Ich verweise nur auf die Literatur von Dr. Wolfhard Margies.

Antwort
von Sandra1234566, 53

Hallo. Das tut mir wirklich leid :-( ich kann dich nur zugut verstehen.. Schau, dass du morgen nicht umbedingt alleine bei ihr bist. Sodass du auch jemanden hast und dir eine last abnimmt.. Und in zukunft würde ich dir vlt eine pschologin empfehlen ( nicht böse gemeint) mit der kannst du reden und dir gute tipps holen! Viel glück in deiner zukunft :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community