Frage von Blablablub30, 97

Trauma, gespaltene Persönlichkeit?

Also und zwar weiß ich nicht genau ob ich nun eine gespaltene Persönlichkeit habe oder einfach irgendwie anderweitig verrückt bin und mir das alles nur einbilde.

In unregelmäßigen Abständen bin ich sehr merkwürdig, ich verhalte mich nicht wie ich selbst, also mir ist z.B. alles vollkommen egal und mit vollkommen egal meine ich das auch so, ich bin nicht gesprächig und wenn dann sage ich merkwürdige Sachen, die ich sonst nie sagen würde. Ok also eigentlich habe ich in diesem Zustand nur einmal mit Leuten geredet bzw geschrieben, weil das sonst nur ist wenn ich alleine bin. Ich denke anders und kann mich in diesem Zustand auch nicht mit meinem sonstigen ich identifizieren, also garnicht, es ist wie ein fremder Mensch für mich und eben umgekehrt auch.

Ich kann mich daran im Nachhinein immer erinnern, habe also keine Blackouts oder so, allerdings verschwimmt die Erinnerung sehr schnell, schneller als Erinnerungen das normalerweise tun.

Nun habe ich gelesen, das so etwas in nahezu allen Fällen durch ein (Kindheits)trauma ausgelöst wird und wenn das das Einzige gewesen wäre hätte ich mir halt gedacht, ok dann bist du eben einer dieser 3% bei denen das nicht so ist, zumal ich mir ja nicht sicher bin, aber ich habe auch noch andere "Symptome" für ein Trauma wie z.B. hatte ich als Kind Nachtschreck (ist wenn man im Schlaf weint und nicht ansprechbar ist) in einer sehr extremen Form (eigentlich geht das maximal bis zu ner halben Stunde, bei mir waren es manchmal Stunden), was wohl auch durch Traumata ausgelöst werden kann(oder durch genetische Veranlagung, was bei mir definitiv nicht so ist), sowie einige andere Anzeichen für Traumata, die ich jetzt nicht näher erläutern möchte, das Problem ist nur ich kann mich an überhaupt kein Trauma erinnern, beim besten Willen nicht. Irgendwie beunruhigt mich das Ganze ein wenig und ich weiß nicht, was ich tun oder glauben soll.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psyche & Psychologie, 47

Hallo Blablablub30,

ich fange mal mit dem Thema Trauma an. Es kann durchaus sein, dass Du Dich nicht an ein Trauma, vor allem wenn es in der Kindheit war, erinnern kannst. Das ist eine Schutzfunktion unseres Körpers, damit es nicht immer so wehtut. Deshalb spürt man oft 'nur' die Symptome. Soweit alles normal, also kein Grund zur Beunruhigung.

Setzt man ein traumatisches Ereignis voraus, kann dies zu unterschiedlichen Problemen führen, wie z. B. auch einer Abspaltung von Persönlichkeitsanteilen.

Bitte verstehe aber, dass eine Ferndiagnose nicht möglich ist, ja sogar schädlich sein kann, wenn es sich um eine falsche Verdachtsdiagnose handelt, die Dich beunruhigt oder zu einer eventuell kontraindizierten Selbsttherapie führt.

Deshalb gehe bitte zu einem Arzt/Psychiater oder einem Psychologen. Nur solch professionell ausgebildete Fachleute sind in der Lage, eine richtige Diagnose zu stellen. Und die wiederum ist notwendig, um auch eine adäquate Therapie auszuwählen.

Alles Gute

Buddhishi

Antwort
von skogen, 49

Wenn du keine Amnesien hast, dann hast du auch keine dissoziative Identitätsstörung, weil bei dieser ja komplette Anteile ABGESPALTEN wären.

http://www.dissoziation-forum.de/index.php Hier findest du vielleicht irgendwelche Informationen. Wenn du dich unwohl fühlst, dann begib dich in Therapie.

Kommentar von skogen ,

Wenn du willst, kannst du mir eine Freundschaftsanfrage schicken und wir können reden. Mein Psychiater sagt, ich leide höchstwahrscheinlich unter ESD, das ist sozusagen die schwache Form der DIS.

Antwort
von Kittylein123, 11

Nach Trauma klingt das schon. Ich bin traumatisiert und konnte mich z.B. erst nach sehr langer Zeit in bißchen erinnern.

Du spaltest dich ab. Vermutlich dissoziierst Du auch. Jedenfalls mußte ich beim Lesen dran denken.

Ein Psychologe wäre glaube ich angebracht. Dann kann das Trauma hochkommen und er kann sagen, was es wirklich ist. Wir sind hier nur Laien oder wie ich Betroffene.

Antwort
von Schokolinda, 24

nach meiner meinung gehört zu einem trauma, dass man aktuell "was davon hat".

eine katastrophe, die man überlebt hat, die aber null auswirkungen auf das erleben hat, ist kein trauma.

was du beschreibst, ist nichts zwingend pathologisches - das nennt sich stimmungsschwankung oder auch launen.

je nach stimmung denkt man anders über dinge und man handelt anders. das ist verschieden stark ausgeprägt. manche haben ein recht konstantes denken und verhalten, die gelten vielleicht als sehr zuverlässig oder ausgeglichen. andere dagegen sind unstet, unzuverlässig, entscheiden sich um.

den nachtschreck finde ich auch nicht pathologisch. das kommt mir vor, als bräuchte jedes ding seinen medizinischen namen. wahrscheinlicher als ein verschüttetes traumatisches erlebnis ist, dass deine eltern mit der situation überfordert waren, dich falsch behandelt haben und sich die situation aufgeschaukelt hat.

Kommentar von Blablablub30 ,

Ja aber normalerweise bin ich überhaupt nicht unstetig und stimmungsschwankungen sind eben auch anders, was auch noch merkwürdig ist, ist, dass ich nur so werde, wenn ich über etwas bestimmtes nachdenke, ich vergesse aber immer was es ist, aber immer der selbe Gedanke löst das aus, auch bin ich echt nicht der Typ der plötzlich alle seine Menschen, die ihm nahe stehen, vollkommen ohne ersichtlichen Grund nicht mehr leiden kann.

Kommentar von Schokolinda ,

wenn es immer der selbe gedanke ist, dann hast du ein Problem - Betonung auf "ein". der Gedankeninhalt ist dein Problem.

und wenn man sich von einem Gedanken die Stimmung verhageln lässt, dann ist das relativ normal.

versuche, dich von dem Gedanken abzulenken. oder versuche, das Problem zu lösen.

Antwort
von MinnaEvelyn, 7

Bei einem Trauma aus der Kindheit ist das je nach Schwerengrad häufig der Fall. Ich kann dir raten zu einem Psychologen zu gehen. Da gibt es dann mehrere Möglichkeiten deine andere 'Persönlichkeit' kennen zu lernen. Du wirst bewußt mit ihr agieren und wenn du rechtzeitig Hilfe holst kann es komplett in eine Persönlichkeit 'verschmolzen' werden. :) viel Kraft

Antwort
von Dahika, 19

1. Du kannst einen Therapeuten aufsuchen.2. Hör auf, küchenpsychologischen Mist zu lesen. Das hilft enorm.

Antwort
von voayager, 15

Such mal einen Psychologen auf, dann weißte anschließend mehr und es kann dir dort auch geholfen werden.

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