Traum verwirklichen oder Studium abschließen?

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11 Antworten

Die Lösung, die du in deinem letzten Absatz erwähnst, klingt doch wunderbar. Da hättest du nach deiner Ausbildung einerseits ein solides berufliches Standbein und wärst somit finanziell nicht von deinen künstlerischen Erfolgen abhängig, hättest aber trotzdem genug Zeit, dich nebenbei deinen "Künsten" zu widmen und zu sehen, ob du in diesem Bereich erfolgreich sein könntest. Du könntest z.B. eine Band gründen oder versuchen, bei einer schon existierenden als Schlagzeuger unterzukommen, und ihr versucht, Aufträge bei Veranstaltungen oder zum Wochenende in Discos zu bekommen. Vielleicht ergibt sich draus was.

Das Studium überfordert dich offenbar, oder der Zweig, den du gewählt hast, liegt dir nicht. Na und? Lass dir doch nicht einreden, dass man studiert haben müsste, um etwas "wert" zu sein! Wie würde eine Gesellschaft funktionieren, in der es nur Ärzte, Juristen, Ingenieure gäbe, aber keine Handwerker, Köche, Friseurinnen, Verkäufer/innen? Gar nicht!

Ausserdem bin ich überzeugt, dass man nur das gut macht, was man gern macht. Und dass folglich ein guter Werkzeugmechaniker bessere Karrierechancen hat als ein schlechter Maschinenbauingenieur.

Also lass sich nicht klein machen und geh deinen Weg! Viel Glück!

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Das was du letzten Endes tun musst, ist dir selbst überlassen.

Aber sich hinzustellen und zu sagen: "Alle machen Druck...mimimi...hohe Anforderungen...mimimi...Rassismus...mimimi...keine einfache Schulzeit...mimimi..." ist eindeutig der falsche Weg.

Ich bin auch einmal sitzen geblieben, war auf mehreren Schulen, Polizei etc.; habe mein Abi aber irgendwie geschafft, dann Bundeswehr, dann Lehre, danach Studium ("sehr gut") und nun arbeite ich erfolgreich.
Und während all dieser Lebensphasen, habe ich es dennoch geschafft zwei Alben aufzunehmen (ich spiele Gitarre und sowas), bin ehrenamtlich tätig, spiele Playstation und habe geraucht, gesoffen und gevögelt und und und...
Ich habe alles geschafft! Also mach' dir ein Plan wie du dein Leben ordnen willst.

Was willst du gerne erreichen/machen?
Kannst du das zeitnah schaffen?
Was sind deine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele?

Ich kann dir sagen, Profimusiker (einer meiner besten Freunde ist Producer und hat auch eine eigenes Label) und dazu musst du schon richtig gut sein, um dort Fuss zu fassen. Außerdem wirst du als Studio-Musiker nur gemietet (Tagessätze) und musst halt überzeugen...
Besser ist es sich für nebenbei eine Band zu suchen und sich dort stetig zu verbessern...

Wenn du aber glaubst, dass eine Lehre/Ausbildung dir besser tun würde, dann mach das.
Hör nicht darauf was die anderen sagen; wenn es danach gegangen wäre, hätte ich damals nicht mal meinen Hauptschulabschluss geschafft...

Also...krieg deinen A.r.s.c.h. hoch, mach dir ein Plan, geh da raus und mach DEIN Ding...

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Eine Lehre wäre eine gute Idee, wenn Dir ein handwerklicher Beruf Spaß macht warum nicht? Dann kannst Du später die Meisterschule besuchen und die Meisterprüfung machen und sogar zum Abteilungsleiter befördert werden.

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Mir ging es ganz ähnlich. Erstes Studium abgebrochen, zweites angefangen, lustlos vor mich hin studiert, in Depression verfallen usw.

Irgendwann hab ich die Notbremse gezogen, hab alles hingeschmissen und einen Handwerksberuf ergriffen. Das war die richtige Entscheidung, denn jetzt bin ich zufrieden so wie es ist.

Das Einzige, was ich bereue ist, daß ich sehr lange gezögert habe diesen Schritt zu machen. Also zögere nicht zu lang und höre auf dein Gefühl.

:-)

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Hallo =) ich denke ich kann dir etwas helfen, oder hoffe ich zumindest..^^

Ich bin 22 Jahre geworden und fange nächsten Monat mein neues Studium Philosophie an, nach 4 Semestern Wirtschaftsingenieurwesen. Meine Motivatoin für - naja für so gut wie egal was- war seit meinem 13. Lebensjahr auf 0 gesunken, meine Zeit habe ich mir hauptsächlich mit Computerspielen vertrieben, was mir auch unglaublich viel Spaß gemacht hat. Nach der Schule wollte ich dann erst mal professioneller Gamer werden, aber ich hatte Angst vor dem gesellschaftlichen Druck ( im nachhinein bin ich glücklich, dass ich es nicht versucht habe ).

So habe ich Wirtschaftsingenieurwesen begonnen, ebenfalls mit 0 Motivation, es lief gut bis ich mir im 3. Semester dann angefangen habe die Frage zu stellen, warum ich das eigentlich studiere, wenn es mich doch 0 interessiert. Ich habe dann aufgehört zu studieren und begonnen mir etwas Gedanken über mich zu machen, was ich eigentlich möchte; ich habe wieder mit dem zeichnen angefangen, viel gelesen, und mich in alle möglichen Gebiete eingelesen, sei das Mathematik, Physik, Psychologie, Philosophie, Volkswirtschaftslehre, Politik, egal was, hauptsache einen Überblick verschaffen. Es dauerte ein paar Monate, aber vor 5 Monaten etwa habe ich dann gemerkt, was mir wirklich gefällt, nämlich Philosophie. Warum ich mich Philosophie entschieden habe hat mehrere Gründe: 

erstens interessiere ich mich für nichts wirklich genug, meine Interessen wechseln ständig; genauso wie die Themen, die man in Philosophie behandelt; 

zweitens bildet es Kompetenzen aus, die sehr wichtig sind

drittens, und das ist de wichtigste Punkt, hilft es mir mehr als alles andere Selbsterkenntnis zu erlangen, was meiner Meinung nach das erste und oberste Ziel eines jeden Menschen sein sollte. 

Ich will dich jetzt nicht dazu bewegen Philosophie zu bewegen, du musst dir nur darüber klar werden, was dir wichtig ist. Ich möchte gut im schreiben, zeichnen, kochen werden; aber vor allen Dingen möchte ich glücklich werden und andere glücklich machen, ich liebe es im Gras zu liegen, mich um Tiere oder Menschen zu kümmern, ich möchte kein Forscher werden oder jemand mit einem ehrbaren Beruf, das ist mir alles ziemlich egal.

Wenn es wirklich dein Traum ist Künstler zu werden, dann tu es; es kann aber auch sehr gut sein, dass du dir nur einredest, es wäre wirklich das einzige, was dir gefällt, weil du dich mit vielem noch nicht befasst hast. Ich zeichne, wie gesagt, auch sehr gerne. Ich kann schon mal jeden Tag 2 Stunden damit verbringen, aber.. mehr auch nicht. Dann will ich plötzlich etwas lesen, rumliegen, vielleicht Mathematik lernen, aber ich habe für nichts dieser vielen Beschäftigungen genug Interesse, um es wirklich den ganzen Tag über zu machen, sie sind nichts weiter als nette Beschäftigungen und ich liebe es zu zeichnen, auch wenn ich damit niemals Geld verdienen werde. Also.. meiner Meinung nach solltest du nicht versuchen Schlagzeugspieler oder Künstler zu werden, es hört sich für mich wirklich nach einer Kurzschlussreaktion an, weil du gerade ziemlich frustriert mit deiner Leistung in deinem Studiengang bist.

Weißt du.. meinen ganzen Text hier kannst du eigentlich in die Tonne kloppen, der ist wirklich schlecht geschrieben und ich glaube nicht, dass ich dir irgendwie helfen konnte wenn ich ehrlich bin..

Aber ich empfehle dir ein Buch zu lesen, Narziss und Goldmund, das wird alle deine Fragen sehr gut beantworten und dir weiterhelfen, da bin ich mir ganz sicher =)

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Kommentar von Rationales
27.09.2016, 12:34

Dein Text ist. wie Du erfreulicherweise selbst zugibst, für die Tonne.

Als Absolvent von "Philosophie" hast Du miserable Stellenaussichten.

Freilich gibt es ab und zu Beispiele, wo es mit viel Glück und Beziehungen zu einer Einstellung gekommen ist, aber damit kann man nicht planen.

Ein Schulabgänger hat die Pflicht und Schuldigkeit, zu sorgen, daß er bald auf eigene Füße kommt.

Das Thema Eltern wurde leider nicht erörtert. Aber wenn die Eltern eher kleine Leute sind, sollte man nicht auf deren Kosten Künstler werden.

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Lass dich niemals von jemanden schlecht einreden! Du darfst nie die Hoffnung zu dir verlieren.

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Kommentar von Zicke52
27.09.2016, 23:07

Gibt es denn wirklich kein Thema, wo nicht irgendjemand seine religiöse Propaganda anbringen muss?

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Dein Leben bestand ja bis jetzt aus einem Dilemma, da verstehe ich auch deinen Frust und das HIN UND HER.......du brauchtest Zeit dich zu finden und du solltest dir unbedingt "Ich bin ein wertvoller Mensch!" sagen und danach LEBEN.

Lebenskrisen fordern uns heraus. Und manchmal überfordern sie uns. Dann gerät der Boden ins wanken und der Alltag ist plötzlich eine Plage. Du fühlst dich überrascht, ratlos und alleine gelassen.

Was jedoch Kraft gibt, ist das Vertrauen in sich. Zu spüren, dass wir etwas Besonderes sind, unabhängig von äußeren Erfolgen und Verlusten. Wir sind nicht unser Beruf.  Krisen sind ein Teil des Lebens. Wir werden kritisiert, abgelehnt, ausgeschlossen, verlassen und zurückgewiesen. Ebenso werden wir geliebt, gelobt und angenommen.

Ich denke aber auch, hinter unserer Traurigkeit, unserer Wut und unserer Angst ruht ein Ozean. Auf diese unerschütterliche Tiefe können wir uns ausrichten. Sie gibt uns Halt, Geborgenheit und schenkt uns die Antworten, dass wir wertvoll sind.....und das bist du auf jeden Fall!!! 

"Eine Idee wäre es, dass ich eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker beginne, da mir handwerkliches Arbeiten viel Spaß macht und ich so mehr Freizeit bekäme, wegen geregelter Arbeitszeit."................genau diese Überlegung solltest du realisieren, also in die Tat umsetzen, denn Traum und Realität verbinden sich.....dieses  Ziel zu verfolgen wird dein Leben positiv verändern....viel Glück!!!

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Na, in Deinem letzten Absatz hast Du doch schon eine ganz gute Idee, wie Du Dein Leben so gestalten kannst, dass Du Spaß daran hast!

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Klasse Idee, das mit dem Werkzeugmacher!

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Mir scheint, dass der Studiengang einfach nicht das richtige für dich ist.

Vielleicht wäre es wirklich nicht so schlecht, erst mal eine normale Ausbildung zu machen. Dann kannst du dir auch wieder eher Zeit für Schlagzeug und Zeichenblock nehmen und auf eine Ausbildung kann man bei Interesse immer noch mit Weiterbildung aufbauen.

Und wer weiß, vielleicht schaffst du es dann doch noch in die Musik einzusteigen und damit etwas Geld zu verdienen.

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Wäre sicher keine schlechte Idee etwas in die Richtung wie Werkzeugmechaniker, CNC-Fräser etc. zu machen, damit sollte man mehr Geld verdienen als in einigen Studiengängen, Musik könntest du dann hobbymäßig machen, den Durchbruch schaffen eh die wenigsten.

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