Buddysuperdog am 04.06.2009 um 7:54 Uhr
Hallo Ihr alle@,
ich habe eine liebe Bekannte deren Tochter(10j.) vor 8 Monaten tödlich verunglückt ist, neben der Trauer kommen herbeliche finaz. Probleme dazu, da sie momentan nicht arbeitsfähig ist und Krankengeld bezieht was hinten und vorne nicht reicht. Sie ist in Psychoterapeutischer Hilfe, hat Medis vom Arzt bekommen und versucht über soziale Einrichtungen wie Trauercafe und Diakonie weiter zu kommen. Wie kann ich Sie unterstützen außer für sie da zu sein, zu zuhören und aufmunternde Worte an sie richten? Ich überlege sie etwas mehr in das gesellschaftliche Leben mit ein zubinden, da sie wie ich Single ist+ 14jähr. Sohn. Wäre eine Fahrradtourmit Beiden zu einem Piknik im Grünen oder ähnliches eine Idee. Ich möchte ihre Trauer Raum geben, aber sie auch aus der Trauer begleiten/helfen, bin sehr unsicher was richtig oder falsch ist. Auch möchte ich nicht die Retterin der Nation spielen, habe selbst einige Päckchen zu tragen, die ich nicht außer Acht lassen darf. Dennoch möchte ich helfen. Der Junge mäht gegen ein kleines Taschengeld bei mir den Rasen, ich denke so hat er schon mal eine kleine finaz. Unterstützung und es ist eine kleine Entlastung für die Mutter beim Taschengeld.Dazu wird meine Bekannte gegen ein kleines Endgeld auf meinen Hund einige Tage aufpassen. Was kann ich sonst noch tun??? Freue mich auf Antworten
LG Buddy

Das was du machst, finde ich richtig toll. Es ist gut, daß der Junge deinen Rasen mähen darf für ein kleines Taschengeld und das deine Bekannte gegen ein wenig Geld auf deine Hund aufpassen darf. Das wichtigste ist, daß du immer da bist und ihr zuhörst, wenn sie reden will Ich denke, ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste was es überhaupt gibt. Man wird über diesen großen Schmerz und großen verlust nie hinweg kommen. Du kannst ihr aber immer als Freundin zu Seite stehen. Die Idee mit der Fahrradtour und dem Picknick finde ich super. Ihr könnt auch mal ein einen Freizeitpark gehen, an einen See fahren usw. Das sind schöne Erlebnisse, besonders für den Jungen und sie lassen für Deine Freundin und den Sohn das traurige Schicksal für ein paar Stunden vergessen. Es ist so lieb von Dir, daß du ihnen hilfst. Alles Gute für Dich und Deine Freundin und den Jungen!!
Jeder Mensch verarbeitet seine Trauer anders und es braucht seine Zeit. Ich finde was du machst ist schon sehr viel und lobenswert. Dennoch denke ich, das du deiner Freundin nicht alles abnehmen kannst, das "Ja" zum Leben muß von ihr kommen, schon allein wegem ihren Sohn der ja auch den Verlust der Schwester verarbeiten muß. Das mit dem Piknik ist eine gute Sache. Ich wünsche Deiner Freundin, die Kraft mit dem Schiksalsschlag abzuschließen. Der Mensch, der eine Freundin wie dich hat, ist ein reicher Mensch!!
Buddysuperdog am 4. Juni 2009 08:14 Danke an Euch alle, das ist ja toll soooo schnell eine und gleich mehrere Antworten zu erhalten. Ich hoffe die Idee mit dem Piknik schnell in die Tat umsetzten zu können. Vielen vielen Dank noch mal. Habe selber viele Schiksalsschläge und Trauer erlebt, kann somit die innere Verzeiflung sehr gut nachvollziehen und habe auf mein "Lebensblatt" ein Stück "Helfen wo ich kann..."geschrieben, Unmenschlickeit und Wegsehen machen schon andere...sorry klingt etwas geschwollen, aber habe solche Dinge erlebt und das macht mich wütend und zu gleich traurig
Euch allen einen schönen Tag
LG Buddy
... mach Dir bloß kein schlechtes Gewissen. Sie kann froh sein, dass sie jemand wie dich neben sich hat, der zuhört und einfach nur da ist.
Das was Du tust, ist schon sehr viel.

Dasein und Zuhören ist das Beste. Ich war zum Glück noch nie in so einer Situation, könnte es dann aber nicht ertragen, glückliche Familien und halbwüchsige Kinder um mich rum zu haben. Gib ihr Zeit und mach ihr klar, daß Du immer für sie da bist. Aber dräng sie nicht. Ab und an mal freundlich nachfragen, ob sie was mitmachen möchte, ist sicherlich in Ordnung. Aber ich könnte es verstehen, wenn sie ablehnt.

Deine Art mit der Trauer deiner Bekannten/Freundin umzugehen verdient meinen Respekt.
Die Idee, etwas mit den beiden zu unternehem und Raum für Gespräche zu schaffen ist optimal und du scheinst einfühlsam genug sie nicht zu drängen.
Da ich selber 2 Jungs im Alter von 10 und 14 habe, kann ich mir wage vorstellen , wie es "in" deiner Bekannten aussehen muß und hoffe nie selber in diese Situation zu kommen.
Alles Gute und Hut ab vor deinem Engagament, du bist ein wahrer Freund!

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten,sei einfach für Sie da,ich glaube das ist das beste.