Frage von xray2016, 16

Trauerbegleitung: Eine gute Freundin (Mitte 30) hat kürzlich ihren Vater verloren, was sie sehr mitnimmt - wie kann ich sie im Trauerprozess unterstützen?

Sie ist selbst verheiratet und hat 2 kleine Kinder, ihre Mutter lebt 600 km entfernt. Der baldige Tod des Vaters war ihr durch seine lange Krankheit bewusst. Ich habe das Gefühl sie braucht im Moment Unterstützung.

Was wäre hilfreich in dieser Situation des Trauerns, und was wäre nicht ratsam ? (Ich habe zu ihr nur noch telefonischen Kontakt, da sie umgezogen ist.)

DANKE

Antwort
von gri1su, 14

Da gibt es wohl keine Faustregel, weil Jede/r die Trauer für sich allein und individuell verarbeitet. Manche wollen allein damit sein, Andere suchen Gespräche....

Sei für sie da, wann auch immer sie dich braucht - aber ohne dich aufzudrängen. Versuche sie abzulenken, aber zwing ihr nichts auf.

Biete ihr an, dass sie sich jederzeit an dich wenden kann - dass sie sich bei dir ausheulen und aussprechen kann. Frag sie, ob du zu ihr kommen sollst - aber akzeptiere auch ein Nein.

Viel mehr wirst du wohl nicht machen können.

Antwort
von skyberlin, 10

In Kontakt bleiben, wie auch immer. Und Eure Beziehung aufrecht erhalten.

Mit allen Medien, die es gibt: Fon, Mail, schick mal eine Grußkarte per Post, oder lass Dir sonstwas einfallen.

Ein Päckchen mit Gutwohl-Tee, ein Foto, 3 Zeilen, dass Du an sie denkst.

Kontakt und Beziehung sind die keywords!.

Viel Glück1

Antwort
von Virginia47, 8

Trauerbegleitung ist das richtige Stichwort. Sie sollte sich einer Selbsthilfegruppe für Trauernde anschließen. Bekannte haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. 

Du selbst kannst nicht viel tun - außer für sie da sein, wenn sie reden will. 

Was du nicht tun sollst? Erspare ihr Sprüche wie Das Leben geht weiter., Ich kann dir nachfühlen. Das kann keiner, der das nicht selbst durchgemacht hat. Für mich klang das eher wie Hohn, als ich meine Tochter verloren habe. 

Da es damals noch keine Trauergruppen gab, bin ich zu einem Psychologen gegangen, weil ich mit dem plötzlichen Ableben meiner Tochter nicht fertig wurde. 

Am meisten hat mir aber auch geholfen, wenn jemand von Alltäglichem erzählt hat. Das hat mich auf andere Gedanken gebracht. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community