Siam1 am 28.09.2008 um 22:03 Uhr
Wie lange dauert es bis man über den Verlustschmerz eines Menschen hinweg ist. ?
Und was kann man tun, wenn man darüber nicht reden möchte und auch niemanden sehen will ..
und statt dessen oft am PC sitzt, um nicht ganz alleine zu sein.Wie findet man "den Faden "wieder. Natürlich ,Beratungsstellen wäre die erste Alternative ,aber wie schafft man es aus eigener Kraft.

Zwischen zwei Stunden und lebenslang.
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Vielleicht hilft es Dir, ins Kino zu gehen. Mir jedenfalls tut das gut.

Die Dauer kann sehr stark variieren. Und man muss sich selbst Zeit lassen, aber auch nicht in eine Selbstmitleidsspirale verfallen. Ist schwierig. Austausch mit Gleichgesinnten kann hilfreich sein. Ggf. sogar in Form einer Selbsthilfegruppe.

Das Gefühl der Trauer ist individuell. der eine trauert einige Wochen, beim anderen Jahre. Es gibt auch Fälle, dass die Trauer ihm das das Herz gebrochen hat und es nie überwuindet werden kann. Ich empfehle auf jeden Fal den Kontakt zum Psychologen. Der wird Hilfestellung geben und Lösungen zeigen Trauer zu überwinden.

Wie lang dauert das? Das ist verschieden. Versuch es mal mit aufschreiben von Gedichten oder Gefühlen, was ihr zusammen erlebt habt. Das hat mir sehr geholfen. Verkrich dich nicht´in das Schneckenhaus sondern geh raus sonst hat man irgendwann keine Freunde mehr...

Ich denke, es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen. Aus eigener Kraft dauert es sicher lange, und die Gefahr ist groß wenn man mit niemandem redet, dass über einem alles zusammenbricht. Wichtig ist reden. Wenn man es alleine versucht auszubrüten wird es nicht schneller besser.

Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich,jeder geht anders damit um.

Auch wenn man das nicht gern liest..es kann ein leben lang dauern! Aber mit der Zeit lernt man damit umzugehen..
donnerunddoria am 29. September 2008 23:22 Du sprichst mir aus der Seele ---> DH
Vielleicht kannst du auf dieser Seite auch noch Hilfe finden: www.trauerratgeber.info Mir hat sie sehr geholfen. mutex

je nach dem wie nah dir die Person stand
und wie sehr erdverbunden du bist.
aber ich frage mich, ob das, was du empfindest, weniger Trauer, als viel meher einer Depression ähnelt ...sorry
Siam1 am 28. September 2008 22:30 das ist es ja was ich mich auch frage.Aber wo ist dann darin der Unterschied.Gut,ich werde mir nach soviel Zuschriften weitere Schritte überlegen,soweit ich ...werde erstmal darüber eine Nacht schlafen,soweit ich das kann.

-Wie WolfRichter schon sagt, kann morgen schon vorbei sein oder Dich Dein Leben lang begleiten (oder verfolgen)

Das ist unterschiedlich, manche kommen schneller über diesen Schmerz hinweg als andere. Fakt ist, da muß leider irgendwann jeder durch. Habe selber vor knapp 6 Monaten, plötzlich und unerwartet meinen Vater verloren. Er ist mit 69 gestorben und ich leide sehr darunter. Das Leben ist leider immer mit dem Tod verbunden. Irgendwann wird es Dir wieder besser gehen.
Früher hätte ich gesagt es geht vorbei und irgendwann ist alles wieder gut. Aber nach dem mein Vater gestorben ist sehe ich das anders. Am besten ist es, zu verträngen.
Das ist unterschiedlich... Den Tot meiner Großeltern hab ich fast ohne Trauer überstanden.... In meiner Jugend sind 3 Freunde gestorben, 2 durch einen Autounfall, 1 durch einen Herzinfakt. Es ist nicht mehr so nah, aber es tut immer noch weh. L.G.

Das ist bei jeden Menschen unterschiedlich. Ich habe einen geliebten Menschen vor 9 Jahren verloren und ich bin immer wieder traurig darüber. Behalte den Menschen so in Erinnerung, wie er war bzw wie du ihn erlebt/gesehen hast zuletzt. Rede mit Verwandten/Familie oder Freunden darüber oder schreib dir es von der Seele.
Trauer kann sehr lange dauern,da jeder Mensch anders veranlagt ist.Aber die Art,wie Du es momentan machst,ist auch nicht die Beste.Gut,man kann sich mal zurückziehen,aber auf Dauer bringt es Dich auch nicht weiter.Denn Du brauchst jemanden,mit dem Du reden kannst.Du mußt Dir die Trauer von der Seele reden,sonst frißt sich alles in Dir rein.Nach gewisser Zeit treten dann Depressionen auf.

Das ist sehr unterschiedlich.Manche schaffen es aus eigener Kraft,andere brauchen Hilfe,was auch nicht verkehrt ist.Der Schmerz vergeht wenn man es in Zahlen ausdrücken kann/soll,nach 1-2 Jahren(Trauer verarbeitet)Es gibt verschieden Trauerphasen glaube 5 waren es.Doch der Verlust bleibt ein leben lang.Trauer ist auch wichtig um verarbeiten zu können,lass dir Zeit.....

Gar nicht! Ich habe erst heute wieder geweint. Und es ist inzwischen fast 10 Monate und 7 Monate her! Du brauchst psychologische Hilfe! Aber die habe ich bisher auch nicht in Anspruch genommen.
Es gibt keine Normzeiten für Trauer. Aber wenn Du Dich hier "unterhältst" ist es immerhin ein erster Schritt nach draußen. Wir können hier nicht beurteilen, ob Du es aus eigener Kraft schaffst, aber wie wäre es, wenn Du zunächst mal Kontakt zu Menschen in Deiner Situation aufnimmst? Vielleicht zunächst virtuell, dann persönlich? Ich denke, dann hast Du gute Chancen, in kleinen Schritten Deinen Verlust zu überwinden.

Mein Mann ist vor über 2 Jahren gestorben und ich bin erst die letzten ca 7 Monaten ein wenig da drüber weg und meine Kids fragen auch immer weniger nach ihrem Papa . Lasse Dir Zeit und dann wird auch Dein Schmerz weniger !

Die Art und Länge der Trauer ist individuell sehr unterschiedlich. Hilfreich kann die Telefonseelsorge sein.

Ich selbst kauer noch am Tod eines Familienangehörigen... Die Person starb vor fast 15 Jahren... Und ich habe Leute verloren, denen ich nach ner Woche kaum noch nan Gedanken widme... Nun... Da ich in der Medizin tätig bin, bin ich nicht ganz der Maßstab... trauern kann ich dennoch...

Zeit heilt Wunden, ist wirklich so
donnerunddoria am 29. September 2008 23:25 Nein - sie heilt keine Wunden, man lernt nur, mit der Trauer besser umzugehen: der Schmerz wird erträglicher