Frage von bonnie1511, 78

Trauer um meine Hündin?

Hallo,

ich bin vor kurzem mit meinem Studium fertig und habe nun einen Vollzeit Job. Bis dahin hat mich mein treuer Begleiter (meine Chihuahua Hündin) stets begleitet. Vor 2 Monaten habe ich noch mit meinen Eltern gelebt. Ich war die Bezugsperson und meine Eltern haben sich auch immer liebevoll um sie gekümmert, wenn ich nicht Zuhause war, sie kann aber auch über einige Zeit alleine sein.

Nun bin ich in eine andere Stadt gezogen und wohne allein mit meiner Hündin. Und in letzter Zeit habe ich gemerkt, dass ihr das nicht gut tut, länger als gewohnt alleine zu sein. Sie isst nicht mehr viel und kotzt (Säure?). Es schmerzt richtig zu sehen wie sie leidet!

Vor 2 Tagen habe ich sie dann einer Bekannten anvertraut, damit es ihr besser geht und mehr Aufmerksamkeit bekommt. Seitdem bin ich nur noch am heulen, weil ich sie so sehr vermisse! Ich vermisse ihre Blicke, mit ihr Gassi gehen und wenn sie angerannt kommt und sich zu mir kuschelt.

Ich stelle mir immer die Frage was sie gerade macht, ob es ihr gut geht, ob ihr kalt ist, ob sie schon gegessen hat, ob sie mich auch vermisst ... Die Wohnung ist so leer, leise und leblos ohne sie. Ich glaube ich kann nicht mehr ohne sie. Einerseits will ich, das es ihr gesundheitlich gut geht und andererseits vermisse ich sie so so sehr! ..

Was soll ich tun? Bin echt nur am heulen! Meine Augen sind angeschwollen vom ganzen weinen und werden es wahrscheinlich noch sehr lange sein. Manchmal stelle ich mir vor, dass sie neben mir liegt und mich ansieht und fange an zu weinen. Wenn ich mir Fotos anschaue fange ich wieder an zu weinen .. Die Trauer lässt nicht nach

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Antwort
von LukaUndShiba, 33

Auch wenn es schwer fällt solltest du immer an das beste für deine Hündin denken.

Jetzt egoistisch zu sein wäre der falsche Weg und der Hund würde da drunter leiden.

Aber so lange sie bei einer bekannten ist kannst du sie doch regelmäßig sehen oder?

Antwort
von Negreira, 5

Ich bin seit einigen Jahren krank, habe häufig in Krankenhäusern gelegen, und meine Katzen und Hunde wurden immer von meinem Lebensgefährten versorgt.

Nun haben wir uns im letzten Jahr getrennt, und ich habe festgestellt, daß er mit dem Hund nicht richtig umging. Ich selbst konnte kaum noch laufen, und habe mich dann schwersten Herzens entschieden, meine Stella abzugeben. Das habe ich mir nicht leicht gemacht, und da sind auch strömenweise die Tränen geflossen. Ich weiß, daß es das einzig Richtige war, und obwohl ich diesen Hund ursprünglich eigentlich gar nicht wollte, ist sie mir so ans Herz gewachsen, daß es jetzt, nach knapp 1 1/2 Jahren immer noch weh tut.

Ich weiß, daß es ihr gut geht, ich habe sie über einen Tierschutzverein vermittelt, die neue Besitzerin aber kennengelernt und mit ihr Kontakt. Trotzdem ist eine Lücke da. Sicher könnte ich mir einen anderen Hund holen, die Möglichkeit gibt es immer, aber ich könnte dem nicht gerecht werden, und da muß man einfach vernünftig sein. So kann ich beim Spazierengehen an keinem Hund vorbeigehen, wenn ich ihn streicheln darf, freue ich mich.

Du hast alles richtig gemacht, und ich finde das viel besser, als nicht auf die Bedürfnisse seines Schützlings einzugehen. Halt die Ohren steif, der Verlustgedanke schwächt sich ab. Alles Liebe.

Kommentar von Bitterkraut ,

Du hast auch alles richtig gemacht. Die Trauer kann ich gut nachvollziehen. Krankheit kann man nicht voraussehen und das kann jeden Tierbesitzer treffen. Trotzdem ist es fruchtbar traurig, aber auch richtig.

Meinen allerersten Hund hab ich auch wegen Krankheit bekommen. Eine toll ausgebildete Schäferhündin, deren Besitzer nach einem Unfall nicht mehr richtig laufen konnte. Da war ich 14 und den Hund kannte ich schon lange. Der Vorbesitzer war auch sehr froh, daß der Hund in meine und meiner Familie Hände kam und auch für den Hund war alles gut so. Und ich konnte ihn behalten, als ich berufstätig wurde, weil er tagsüber bei meinen Eltern bleiben konnte. Und meine Mutter war hausfrau, da war immer jemand da.

Antwort
von Bitterkraut, 13

Konntest du sie nicht zu deinen Eltern zurückbringen oder sind die auch Vollzeitberufstätig?

Wegen genau solchen Ereignissen, raten wir jungen Leuten, die zu Schule gehen und denken, sie haben Zeit für einen Hund immer erst mal ab. Irgendwann kommt der Tag im Leben des Hundes, wo der Besitzer auf einmal Vollzeit arbeiten geht - und das ändert alles. Für die Hunde ändert es alles zum Schlechten. Da muß man frürzeitig, am besten vor der Anschaffung dran denken und eine Lösung haben.

Der Hund kann auf gar keinen Fall einen ganzen Arbeitstag allein sein da verkümmert er. Scheinbar übersäuert er auch weil er zu lange nix frißt. Wenn er jetzt weniger allein ist, hast du alles richtig gemacht. Das sollte aber eine Dauerlösung für den Hund sein. Wenn deine Bekannte ihn nicht bis zum Ende seines Lebens behalten kann, dann such was Dauerhaftes für den Hund, sonst wird er nur rumgeschoben.

Antwort
von Blackfrvr, 38

Oh nein, ich habe auch eine Hündin(9 Jahre alt)... Hunde können es nicht lange aushalten alleine zu sein. Deine Entscheidung war richtig.

Wenn man keine Zeit für ein Haustier hat, dann sollte man keins haben, besonders keinen Hund!

Ich kann dich total verstehen, ich hänge auch soooo sehr an meiner Lucy. Und wenn ich  mal 2 Wochen ohne sie im Urlaub bin dann halte ich es kaum aus. Es ist wirklich Schade und sehr traurig.. Wie wäre es denn, sie Tagsüber in eine Pension zu geben (bei uns gibt es so Einrichtungen wo man seinen Hund am Tag abgeben kann und Abends abholt, dort laufen sie den ganzen Tag Frei herum und können spielen)

Kannst du es auch in erwägung ziehen deine Hündin bei einem Privaten Tageshundestiiter abzugeben? Oder in eine WG zu ziehen mit Haustieren?

Viel Glück noch!!!

Antwort
von auchmama, 30

Du hast das einzig vernünftige getan, was jeder verantwortungsvolle Hundehalter in solch einem Fall tun sollte! Auf kurz oder lang wäre es dem Hund nur noch viel schlechter gegangen und er wäre vielleicht sogar viel zu früh gestorben!

Ich hoffe, dass Deine Frage viele junge Menschen lesen, die sich alle zu Schul- oder Studienzeiten mit einem Hundewunsch tragen und sich dann doch besser dagegen entscheiden sollten! Mit einem Vollzeitjob ist eine Hundehaltung nicht mehr möglich und das bringt dann Trauer auf beiden Seiten :-(

Du aber bist ein Mensch und kannst denken - ein Hund folgt nur seinen Instinkten - Du kannst Dich aber jetzt damit trösten, dass es dem Hund gut geht! Jeder der mal einen Hund hatte oder hat, wird Deinen jetzigen Kummer verstehen und trotzdem war und ist es die richtige Entscheidung! Tröste Dich damit und wachse an dieser Erfahrung in Deiner zukünftigen Verantwortung!

Alles Gute wünsche ich Dir

Antwort
von xttenere, 27

trauern darfst Du....aber Du solltest Dich auch für Deine Kleine freuen, dass sie nicht mehr alleine sein muss...alles andere wäre egoistisch..

Versuch doch, sie regelmässig zu besuchen...besprich Dich einfach mit Deinen Bekannten

Antwort
von Jasminanne, 28

Versuch sie halt ab und zu mal zu besuchen oder den bekannten Anrufen, ob es ihr gut geht?

Wenn du kurz vorm Weinen bist, sag dir selber: Es ist das beste für sie! oder sowas in der Art 

Vielleicht geht es dir dann auch besser wenn du weißt das es ihr gut geht (;

Antwort
von TygerLylly, 14

Ich verstehe dich gut. Ich bin vor einem Jahr Mutter geworden, hatte drei Hunde. Als ich im Krankenhaus war, waren zwei der Hunde bei mir zuhause und einer bei meinen Eltern. Meine Mutter ist drei Mal am Tag mit denen raus und hat sie gefüttert. Der Hund, der bei denen war, hing enorm an mir und konnte nicht alleine sein. Deswegen haben die ihn mitgenommen. Da die selbst zwei Hunde haben wäre es mit den anderen beiden zu viel geworden.

Ich war 13 Tage im Krankenhaus. Der Hund ist in der Zeit quasi durchgedreht. Er hat meine Eltern gestellt und hätte die fast gebissen. Daraufhin haben die ihn in eine Pension gebracht. Schweren Herzens habe ich mich entschieden, ihn nicht wieder nach hause zu holen, weil das mit Kind zu gefährlich gewesen wäre. Und dadurch, dass er nicht alleine sein konnte auch enorm stressig...

Du hast das Richtige gemacht. Und auch, wenn du es nicht hören willst, der Hund wird dich zwar nicht völlig vergessen, sich aber auf eine andere Person fixieren. Wichtig ist aber, dass du den Hund nicht mehr siehst. Das würde ihn völlig aufwühlen und verunsichern. Und auch dir wird es guttun, erstmal Abstand zu gewinnen...

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