Frage von xleoniexxxx, 46

Trauer überwinden bzw. Gedanken verhindern?

Vor fünf Wochen ist Mein Vater gestorben und seit einer Woche gehe ich jetzt wieder zur Schule. Aber immer wenn ich an ganz alltägliche Dinge denke, denke ich kurz danach an meinen Vater und muss dann immer fast losheulen. Ich weiß, dass das normal ist, weil sein Tod ja erst fünf Wochen her ist, aber ich will nicht den ganzen Tag nur an ihn denken. Ich muss doch mein Leben wieder in den Griff kriegen! Hat jemand einen tipp, wie ich zumindest für den Moment die Gedanken an ihn "verscheuchen" kann?

Antwort
von Sky123123, 9

Hallo,
Bei Personen, die mir fehlen, habe ich mir ein Bild, eine Geste oder ein Merkmal der Person, was ich besonders gemocht habe, oder welches die Person beschreibt gemerkt und in meinem Kopf sozusagen abgespeichert.
Immer wenn ich merke, dass die Trauer wiederkommt denke ich an diesen Eindruck und muss lächeln, einfach nur weil es mich an schöne Dinge erinnert.
Dadurch hab ich dann ein Gefühl der Verbundenheit und kann mich wieder auf andere Sachen konzentrieren, besonders in der Schule sehr hilfreich. :)

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen!

Antwort
von Philipp59, 6

Hallo xleoniexxxx,

da Du Dich im Moment wohl in der ersten und damit extremsten Phase der Trauer befindest, ist es völlig normal, dass die Gedanken an Deinen Vater immer wieder zurückkehren. Würdest Du versuchen, diese zu unterdrücken, so würdest Du die so wichtige Trauerarbeit unterbinden.

Ich selbst habe vor wenigen Jahren meinen Vater, meine Mutter und eine meiner Schwestern durch den Tod verloren. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen (was Du ja auch tust).Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, hat schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

LG Philipp

Antwort
von Virginia47, 9

Warum willst du nicht mehr an deinen Vater denken? Das ist doch voillkommen normal nach so kurzer Zeit.

Allerdings solltest du deine Gedanken ein bisschen steuern. Erinnere dich an die schönen Zeiten mit ihm. Freue dich, ihn gekannt zu haben. Und vielleicht auch viel mit ihm erlebt zu haben.

Antwort
von comhb3mpqy, 10

Hallo,

mein Beileid. Du kannst mit einem Menschen über Deine Trauer reden. Im Internet und über das Telefon gibt es kostenlose Seelsorge.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Antwort
von leoniesmiles, 22

Rede. Rede mit allen Menschen die du findest. Bei mir ist es zu einer Pathologischen Trauer geworden, weil ich nicht darüber geredet habe. Mit niemanden. Deshalb rate ich allen. REDET

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