Frage von Nylonfootsmell, 53

Trauer bekommen?

Mein Vater ist am Freitag gestorben und ich bin nicht mehr der Alte habe mich zurück gezogen und habe keine Energie mehr bin bald der letzte wenn ich auch noch meine Mutter verlieren würde ,denn seit Vaters tot hat sie einen zu hohen Blutdruck ich mach mir Sorgen hab zwar noch eine Schwester aber die hat sich nie um uns gekümmert das geht jetzt schon über 20 Jahre schon so die hat nie angerufen kein Geburtstag, Weihnachten, Muttertag, Vatertag nichts.

Ich kann nicht mehr alles ist so still und kalt , mein Herz rast und ich hab so das Gefühl als ob ich immer nur auf meinen Vater warten würde Schau ständig aus den Fenster und hoffe dass er bald wieder kommt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 6

Hallo Nylonfootsmell,

Da ich selbst vor wenigen Jahren sowohl meine beiden Elternteile als auch meine Schwester durch den Tod verloren habe, kann ich Deine Empfindungen einigermaßen nachvollziehen.

Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über seine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Da es allerdings manchmal sehr schwerfallen kann, über seine Gefühle zu sprechen, fand ich den Tipp sehr hilfreich, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig? Diese Hoffnung lässt mich immer wieder aufleben, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Vielleicht könnte Dir ebenso wie mir die Hoffnung der Auferstehung helfen, mit der Trauer besser umgehen zu können. Ich sehe mit großer Erwartung der Zeit entgegen, in der niemand mehr den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen muss und sich das erfüllt haben wird, was mit sehr ergreifenden Worten im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird, wo es heißt: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4). Dieser Text aus der Bibel gefällt mir besonders gut und ich denke oft über die Zeit nach, in der Gott dieses Versprechen wahr macht.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich in meiner Antwort mehrmals die Bibel zitiert habe, da ich ja nicht weiß, wie Du dazu stehst. Ich habe jedoch festgestellt, dass sie eine unvergleichliche Quelle des Trostes und der Ermunterung ist.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und ihn nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Kommentar von Philipp59 ,

Vielen Dank für den Stern!

Antwort
von StopTheBull, 53

Tut mir sehr leid für deinen Verlust. Trauern muss jeder, daher nimm dir die Zeit.
Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld und hoffe, es geht dir bald besser.

Kommentar von Nylonfootsmell ,

Danke ihr seit so lieb Dankeschön

Antwort
von sfthisgirl, 12

jeder Verlust schmerzt im herzen vor allem wenn das die so nahestehende person war... es wird eine zeit dauern bis du über den verlust hinweg bist... und bis du wieder daran denkst dass dein leben wieder einen sinn ergibt 

rede mit freunden zb deiner besten freundin oder red mit einem familien mitglied... die zeit kann schwer werden aber versuche sie dir nicht selber noch schwerer zu machen als sie so oder so schon ist....

viel Glück

Antwort
von Wonnepoppen, 20

Mein Beileid!

Was du empfindest u. spürst ist eine ganz normale Reaktion. 

auch die Symptome deiner Mutter (hoher Blutdruck) sind durchaus nach voll ziehbar. 

Ist sie denn sonst immer gesund?

Wie alt bist du?

ich frage wegen einem evtl. pflanzlichem Beruhigungsmittel?

könnt ihr denn miteinander reden?

Antwort
von Welfenfee, 17

Es ist ganz schrecklich, wenn ein Mensch, an dem man hängt und den man liebt so scheinbar endgültig aus dem Leben verschwindet. Ein herzliches Beileid von mir wird Dir da auch nicht weiterhelfen und auch nicht mein Wissen, doch der Schmerz wird vielleicht nicht vergehen, doch ganz sehr nachlassen, denn die Zeit heilt alle Wunden.'

Deine Mama macht mir auch Sorgen, denn ein so plötzlich auftretender Bluthochdruck weist meistens auf eine andere Krankheit hin und sie sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und ihre Nieren kontrollieren lassen. Du bist auf der Welt nicht alleine und so viele andere haben einen Menschen verloren und großen Kummer. Es gibt hier in Deutschland Vereine, die die Trauer- und Sterbebegleitung anbieten, um Betroffenen wie Dir zu helfen.

Egal, was ich persönlich von der Kirche auch im Großen und Ganzen halten mag, doch so ist vielleicht auch ein Pastor oder Pfarrer ein Ansprechpartner oder Du wendest Dich einfach mal an eine andere Institution. Wenn Du überhaupt Redebedarf hast, kannst Du Dich auch an die Telefonseelsorge wenden, die kostenlose Telefonnummer findest Du bestimmt im Netz.

Das Leben geht weiter und die Welt hört sich nicht auf zu drehen und der Tod von Deinem Vater stellt vielleicht einen guten Grund dar Deine Schwester zu kontaktieren und warum hat sie denn mit der Familie gebrochen - was bitte ist denn vorgefallen?

Dann gibt es noch recht gute Medikamente, die Dir in der ersten Zeit helfen könnten und scheue Dich bitte nicht einen Arzt aufzusuchen. Neurologen sind da die richtigen Ansprechpartner und da wir heute Sonntag haben, solltest Du vielleicht ein Krankenhaus aufsuchen, die auch eine Psychiatrie haben, denn dort kann man Dich entsprechend versorgen oder wende Dich an den medizinischen Notdienst.

Fühle Dich mal ganz lieb von mir in den Arm genommen und auch wenn es augenblicklich unmöglich erscheint, so werden auch diese schlimmen Gefühle wieder aus Dir verschwinden. Kümmere Dich um Deine Mama, denn es wird Dich auch ablenken und sie wird Hilfe brauchen.

Spaziergänge im Wald geben auch Kraft und helfen dabei sich zu sortieren.

Antwort
von SandyGermany, 21

Das tut mir echt leid!

Unternehme doch irgendwas! Geh raus an die frisch Luft. Mach einen Tagesausflug. Treffe Freunde!
Alles Gute wünsch ich dir!

Kommentar von Nylonfootsmell ,

Danke das werde ich versuchen hab ganz weiche Knie aber ich Versuch es Dankeschön

Antwort
von wernher88, 20

Es ist eine sehr schwere Zeit für dich und deine Familie. Zieh dich nicht zu sehr zurück und kümmere dich um deine Mutter. Sie hat sicher auch sehr zu kämpfen. Versuch deine Schwester wieder mit ins Boot zu holen.

Trauerarbeit ist wichtig und kann nicht verdrängt werden. Wenn du sie jetzt nicht leistest, dann holt sie dich irgendwann wieder ein. Nutze die Zeit, um dich zu verabschieden und lass den Gefühlen freien Lauf.

Kommentar von Nylonfootsmell ,

Am liebsten würde ich meinen Schmerz irgendwo raus Schreien ,ich weiß ja nicht genau wo meine Schwester sich aufhält und ich habe Angst dass sie mir Vorwürfe macht und es wird Streit gibt .

Antwort
von 123ok456, 24

Trauern ist gut in diesem Fall . Mein Beileid und viel Kraft Energie und Wunder

Kommentar von Nylonfootsmell ,

Dankeschön Gott soll euch segnen

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