Frage von Ronnypaw, 82

Ich will mich von einer Frau zu einem Mann umoperieren lassen. Meine Frage ist nun, ob man den neuen Namen bezahlen muss oder nicht?

Antwort
von sangreazul, 24

Aus deiner Frage schließe ich, dass du transsexuell bist.

Für eine Vornamensänderung (und Personenstandsänderung, also eine rechtliche Änderung von weiblich zu männlich) musst du zu dem Amtsgericht, das für deinen Wohnort zuständig ist. Für die Änderung von Vornamen und Personenstand musst du nachweisen, dass du dich in einer Therapie befindest (die nicht kurieren soll oder ähnliches, sondern eher eine begleitende, diagnostizierende und unterstützende Funktion hat) und einen so genannten Alltagstest durchführst. Der Alltagstest ist das Erproben in der angestrebten Geschlechterrolle und dient der Feststellung, ob du damit zurecht kommst und darin leben kannst.

Bei mir war es 2011 so, dass dieser Prozess beim Amtsgericht Potsdam 2000€ gekostet hätte. Da ich selbst keine Vermögenswerte hatte (Sparkonto, Auto, Bargeld, Girokonto, Gehalt/Lohn u.ä.), die diesen Betrag auch nur in Teilen hätten decken können, konnte ich Prozesskostenhilfe beantragen, wodurch die Kosten vom Amtsgericht getragen wurden. Hierbei ist zu beachten, dass das Amtsgericht bis zu 4 Jahre nach Prozessende unangekündigt nachfragen kann, ob mittlerweile Vermögenswerte bestehen, die die Kosten decken können.


Um deine Frage also kurz und knapp zu beantworten: Ja, du musst die Vornamens- (und Personenstands-)änderung selbst bezahlen, wenn du nicht nachweisen kannst, dass bei dir keine Vermögenswerte bestehen. Wie hoch der zu zahlende Betrag dann ist, ist auch vom Amtsgericht abhängig. Die Änderung von Personalausweis und anderen Dokumenten erfolgt zwar infolge der Vornamensänderung ist aber davon (und auch von der Prozesskostenhilfe) unabhängig und muss von dir selbst bezahlt werden.

Antwort
von Wischkraft1, 32

Das mit dem Namen wird ja wohl das allerkleinste Problem sein.

Mach erst mal Abklärungen, ob du das denn überhaupt willst, wie lange das dauert und wieviel das kosten wird, welche Folgen das haben wird auf dein weiteres Leben etc etc

Das mit dem Namen und Eintrag ist dann so ziemlich der letzte Punkt.

Antwort
von transeltern, 26

Mal wieder wie üblich hat hier kaum einer Ahnung. Generell muß man die Verfahrenskosten und Gutachterkosten zur Vornamens- und Personenstandsänderung selber zahlen. Es sei denn Du bist minderbemittelt wie z. B. Hartz 4, Schüler oder Student, was zu beweisen wäre. Kannst Du Deine Minderbemittlung nachweisen, hast Du die Möglichkeit bei Deinem zuständigen Amtsgericht Prozeßkostenhilfe (PKH) zu beantragen. Bekommst Du diese genehmigt, wird Dich das Amtsgericht vier Jahre später nochmals nach Deiner finanziellen Situation befragen. Hast Du bis dahin Deine finanzielle Situation z. B. durch eine Berufsausübung verbessert, mußt Du die Kosten zurückzahlen, geht auch ratenweise. Bist Du weiterhin, aus welchen Gründen auch immer, minderbemittelt, mußt Du nichts zurückzahlen.

LG transeltern

Kommentar von Hayat17 ,

Ich freue mich tierisch, dass du sehr viel Ahnung hast. Wir betroffenen sind stark, wären die Leute für uns, uns nicht gegen uns, hätten wir es leichter. Aber so ist es eben nicht...

Antwort
von XHeadshotX, 40

Du brauchst damit auch neue Papiere und ja, die sind zu bezahlen. Namensänderung wahrscheinlich ebenso - ist ja auch mit Verwaltungsaufwand verbunden.

Kommentar von Hayat17 ,

Falsch! -.

Antwort
von Halunkenbande, 34

Seinen namen zu ändern kostet Geld ja.

Die leute die dort arbeiten arbeiten ja nicht umsonst und müssen irgendwie bezahlt werden, und es muss im system so wie auf blatt alles umgeändert werden. sprich post, sprich ausweis, sprich system ect.

Allerdings musst du einen Grund dafür haben und der Name muss genehmigt werden, Es wird nicht jeder Name angenommen auch nicht jeder Grund.

Kommentar von Hayat17 ,

Falsch!!

Antwort
von Berlikatze, 33

Die Verwaltungsgebühren musst du zahlen, Ja.

Kommentar von Hayat17 ,

Falsch!!

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