Frage von 59Dieter, 65

Trägt die Haftpflichtversicherung die Kosten für einen Schaden, die Versicherungsnehmerin als Mitfahrerin verursacht hat?

Meine Frau nimmt in ihrem Auto eine Freundin mit. Dieser wird während der Fahrt übel, sie muss sich am Straßenrand übergeben und wird anschl. im Auto ohnmächtig und ist kurzzeitig inkontinent. Wer trägt die Kosten für einen neuen Autositz?

Antwort
von RudiRatlos67, 26

Da die Frau ohnmächtig / bewusstlos war, war sie zum Zeitpunkt des Schadensereignis deliktunfähig.

Versicherte Gefahren einer privaten Haftpflichtversicherung sind aber nur fahrlässige Handlungen. Also grundsätzlich nicht versichert da die Frau nicht fahrlässig gehandelt hat und auch keine Möglichkeit hatte das "Unglück" zu vermeiden.

ABER:
Bei modernen Top Tarifen besteht meistens der zusätzliche Einschluss "Schäden durch deliktunfähige Personen" sofern der Einschluss vorhanden ist, besteht Versicherungsschutz.
(Sollte überigens jeder haben der ein Kind im Vorschulater hat, die sind nämlich grundsätzlich deliktunfähig)

Antwort
von Apolon, 15

 Wer trägt die Kosten für einen neuen Autositz?

Auch einen Autositz kann man reinigen lassen!

Wie kommt man auf die Idee, dass eine Haftpflichtversicherung in solch einem Fall einen neuen Autositz bezahlt ?

Antwort
von peterobm, 34

solche Schäden werden von ihrer Haftpflicht übernommen; Der Bekannten wäre aber anzuraten einen Doc oder Krankenhaus aufzusuchen; sowas hat meist einen Grund.

ob gleich  ein neuer Sitz vonnöten ist?

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Hallo.... Herr Kollege????
Natürlich versuchen wir alles um Schäden regulieren zu können....
Aber ich gehe davon aus, dass bei korrekter Schadensschilderung einer Standarttarif- Haftpflicht Versicherung im gleichen Atemzug eine Absage erfolgt da die Verursacherin nicht fahrlässig gehandelt hat.

Antwort
von Hoegaard, 30

Ich frage mich, ob ihre Privathaftpflichtversicherung einen neuen Sitz bezahlt und nicht etwa nur die Kosten einer professionellen Reinigung.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

weder noch....
Die Verursacherin hat nämlich nicht fahrlässig gehandelt. Daher besteht keine Haftpflicht gegenüber der Kfz Besitzerin. Wo keine Schadensersatzpflicht besteht, kann auch keine Versicherung die Schadensersatzpflicht übernehmen.

Allerdings sind solche Schäden, da sie immer wieder entstehen in guten Tarifen mitversichert.
(Schäden durch deliktunfähige Personen)

Antwort
von acoincidence, 31

Also hat sie ihre Freundin anschließend zum Arzt begleitet ? War es dann eine Art der ersten Hilfe ? Da man in Deutschland gesetzlich verpflichtet ist Hilfe zu leisten. Ist man auch versichert durch den Gemeindeunfallversicherungsverband

Anlaufstelle zum Ortsverband gibt es hier. http://www.dguv.de/de/index.jsp

Da würde ich die Sache mal schildern. 

Oder die Haftpflichtversicherung der Verursacherin

Kommentar von Hoegaard ,

Da ist man versichert, wenn man einen anderen aus erheblicher gegenwärtiger Gefahr für seine Gesundheit rettet.

Jemanden zum Arzt fahren, dem schlecht geworden ist, ist weder Rettung noch eine "erhebliche gegenwärtige Gefahr".

Kommentar von acoincidence ,

Ok das klingt überzeugend. Ich ziehe meine Antwort zurück. 

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Die Antwort war durchaus richtig, allerdings bezieht sie sich nicht auf Sachschäden sondern auf Personenschäden die der Helfer währen der Hilfe selbst erleidet.

Jemanden zum Arzt fahren, dem schlecht geworden ist, ist weder Rettung noch eine "erhebliche gegenwärtige Gefahr".

Weiss der Helfer denn ob der Ohnmacht nicht eine lebensbedrohliche akute Erkrankung (Herzinfarkt Schlaganfall Zuckerschock) zugrunde liegt?

Natürlich ist man während der Hilfe einer bewusstlosen- oder bewusstlos gewesenen Person über die gesetzliche Unfallversicherung gegen eigene Gesundheitsschäden geschützt

Kommentar von RudiRatlos67 ,

So... hier nochmal verständlicher mit richtig eingestellten Zitaten:

Also hat sie ihre Freundin anschließend zum Arzt begleitet ? War es dann eine Art der ersten Hilfe ? Da man in Deutschland gesetzlich verpflichtet ist Hilfe zu leisten. Ist man auch versichert durch den Gemeindeunfallversicherungsverband

Die Antwort war durchaus richtig, allerdings bezieht sie sich nicht auf Sachschäden sondern auf Personenschäden die der Helfer währen der Hilfe selbst erleidet.

Jemanden zum Arzt fahren, dem schlecht geworden ist, ist weder Rettung noch eine "erhebliche gegenwärtige Gefahr".

Weiss der Helfer denn ob der Ohnmacht nicht eine
lebensbedrohliche akute Erkrankung (Herzinfarkt Schlaganfall
Zuckerschock) zugrunde liegt?

Natürlich ist man während der Hilfe einer bewusstlosen- oder
bewusstlos gewesenen Person über die gesetzliche Unfallversicherung
gegen eigene Gesundheitsschäden geschützt

Antwort
von Nordseefan, 35

Keiner, dafür gibt es nämlich keinen neuen Sitz!

Der wird gereinigt, basta.

Und die Kosten dafür trägt in der Regel die Versicherung der Verursacherin

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