Frage von budspencer12, 19

Trägt der Privatverkäufer in diesem Fall eine Haftung?

Ein Privatverkäufer, verkauft einen Gegenstand, den er in der Überschrift als NEU verkauft. Er teilt mit, dass Gerät noch nie ausgepackt und somit nicht in Betrieb gehabt zu haben.

Der Käufer erhält den Artikel, und stellt fest, dass sich bereits eingespeicherte Daten darauf befinden.

Er fragt beim Privatverkäufer nach, der daraufhin erklärt, er habe das Gerät selbst auf dieser Plattform als Neu gekauft, und seitdem nicht verwendet.

Hat der Käufer irgendwelche Rechte in dieser Angelegenheit ?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von Eisfuchs0, 6

" Hat der Käufer irgendwelche Rechte in dieser Angelegenheit ? "

So wie der Sachverhalt formuliert ist ist es für den Käufer schwer, Ersatz, Rückabwicklung des Kaufs oder Minderung des Kaufpreises zu erhalten. Der Verkäufer behauptet ja : "
er habe das Gerät selbst auf dieser Plattform als Neu gekauft, und seitdem nicht verwendet." Also das er seine Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat und der Irrtum über eine wesentliche Eigenschaft des Gerätes ihm nicht zuzurechnen ist. Er also bei den meist verwendeten Klauseln bei Privatverkäufen (z.B. gekauft wie gesehen, kein Umtauschrecht) nicht haftbar zu machen ist.

Wenn man nicht das Gegenteil nachweisen kann wird es schwer mit Ansprüchen gegen den Verkäufer

Falls man allerdings eine Rechtschutzversicherung hat, die auch diesen Fall abdeckt, kann es sich durchaus lohnen, mit Rechtsanwalt Druck auf den Verkäufer auszuüben.

Um eine Rückabwicklung, Minderung oder Umtausch zu erreichen.

Kommentar von budspencer12 ,

danke für den wunderbaren Kommentar, der ist sehr gut :)

Antwort
von juergen63225, 1

Ich denke, als Verkäufer kann man sich weder auf Ausschluss der Gewährleistung noch auf Unwissenheit oder selber betrogen worden  berufen, es ist ein Vertrag zustandegekommen und steht drin .. neu original verpackt. 

Natürlich sind bei Kleinbeträgen die Anwaltskosten  unverhältnismässig und selbst mit Rechtsschutz die Eigenbeteiligung wird sich kaum rechnen. Also sollten Käufer und Verkäufer ein Interesse haben den Streit durch einen Kompromiss beizulegen. Es gibt da leider sehr viele Verkäufer die sowas absichtlich machen (Dachbodenfund, ich kenne mich ncht aus) und darauf spekulieren, dass der Betrogene den Gang zum Anwalt scheut oder nichts merkt.

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