Frage von Dojando98, 84

Totale Vereinsamung / Isolation. Was sind die Folgen?

Mich würde mal interessieren, was mit dem Menschen passiert, wenn er für einige Zeit komplett von seinem Sozialen Umfeld isoliert wird. Zum Beispiel in einem Gefängnis, ohne Fenster und mit einem Essensaufzug, um jeglichen sozialen kontakt zu vermeiden.

Wie würde sich diese Person verändern, wie würde sie sich nach einiger zeit verhalten? Was Würde diese Person empfiden?

Kann mir auf diese Fragen jemand eine Antwort geben oder zumindest einene Link, wo man das eventuell nachlesen kann, bei google hab ich leider nicht wirklich was brauchbares gefunden.

Liebe Grüße Dojando

Antwort
von colagreen, 53

Wenn ein Mensch eingesperrt ist geht er sowieso daran kaputt egal ob mit oder ohne soziale Kontakte.

Wenn man sich aber mal überlegt, dass z.b. ein mensch eines morgens aufwacht und plözlich ALLE anderen menschen weg sind und für immer weg bleiben. Er wäre ganz allein und wäre erstmal unter Schock weil er keine sozialen Kontakte mehr hat. Nach einiger Zeit ca. 3 jahre würde er vermutlich depressiv werden , nach weiteren 15 jahren würde er das sprechen verlernen.

Die ersten paar Monate bis zu 3 Jahren würde nichts weiter passieren ausser das der Mensch durch die Welt geht und nach anderen menschen sucht. Die ersten 2-5 Monate würde der mensch sich aber in seinem gewohntem Umfeld aufhalten weil er noch unter Schock steht.

Das ist aber alles veranlagt, weil vor mehr als 70.000 Jahren waren die Menschen vom aussterben bedroht und es gab weltweit weniger als 2000 menschen. Einzelne Menschen haben oft ihre Angehörigen verloren und mussten Monate oder Jahre lang allein umherziehen um andere zu finden. Es kam auch vor, dass einzelne Personen mehr als 15.000km laufen mussten um wieder auf andere Menschen zu treffen, manchmal waren sogar welche bis zu 10 Jahren ganz allein und sind letztendlich gestorben.

Ich hab mal von einem Fall gehört, dass 2 Männer 40 Jahre allein im Dschungel überlebt haben. Es kam auch schon vor dass ein einzelner mann Monate lang allein auf einem Rettungsboot im meer umhergetrieben ist und er war trotzdem danach normal.

Wie sehr ein mensch sich ohne soziale Kontakte verändert kommt immer darauf an wie er aufgewachsen ist. Wenn ein Mensch schon immer allein war wird er keinen unterschied merken.

Kommentar von Dojando98 ,

hm gute Antwort und sehr interessant! Vielen Dank :)

Und jetzt wo du es sagst, an beide Fälle erinnere ich mich auch, auch wenn ichmich damals ncht mit ihnen beschäftigt habe. Ich denke ich werde sie mir nochmal ansehen.

Und nochmal danke :D

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

ich finde deine Thesen sehr subjektiv es wird niemals 3 jahre bis zu schweren Depressionen brauchen !

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

genauso warum verallgemeinerst du das bei deinem Weltuntergangszenario jeder Mensch  2 - 5 Monate lang unter Schock steht ?! Das ist eine sehr lange Zeit ! ich denke das man sich nach 2-3 Wochen oder auch nach mehreren Tagen aus einem " Schockzustand " befreit hatt .

Und kein normaler Mensch würde wenn er wüste das er ganz alleine auf dieser Welt wäre 2-5 Monate(!) warten bis er sein Unterschlupf verlässt viel zu depressiv !! alleine in der Kammer sitzen wenn man auch raus gehen kann ich denke selbst du würdest das nicht bringen 

Ich würde mal sagen gerade wenn dies der Fall ist würde man sehr viel rumlaufen und nicht erst nach Monaten sondern gleich alleine um mehr Abwechslung zu haben und nicht die flöhe husten hört

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

was du dir vorstellst hatt nichts mit der Realität zu tun, auch

wie ein Mensch aufwächst hatt damit wenig zu tun, les dir mal mein
Beitrag durch dann weist du was Phase ist, ich möchte jetzt nicht auf
alles eingehen was du vergessen hast oder falsch gesagt hast.


Jedenfalls würde ich gerne in deiner Vorstellung leben dort scheint
es sehr schön zu sein mit der Abstinenz jeglicher böser Kräfte und
einzig und alleine der " Depression " bei längerfristigen Isolation O_O


Das es Menschen geschafft haben ihr ganzes Leben lang alleine zu
meistern kann schon sein aber es gab auch schon Affen die in einer
Rakete ins Weltall gedüst sind.


Im großen und Ganzen ist zu sagen je Länger die Isolation desto
ausgeprägter die Effekte und desto geringer die Überlebenschancen eines
Einzelnen. ( in deinem Weltuntergangsszenario wovon der TE übrigens gar
nicht gesprochen hatt ).


Die Rede war von einem Gefängnis 


Ausserdem hast du dir schonmal gedanken gemacht wie man denkt wenn man nach 15 Jahren die Sprache verlernt ?!


Denkt man dann wieder in Bildern oder wie ?!


ich denke sowie man eine Sprache erlernt hatt hört die Stimme in
deinem Kopf niemals auf zu plappern etwas anderes zu erlernen bzw dieses
zu Verlernen ist so ohne weiteres nicht möglich


Deine Antwort und so wie du dir das vorstellst . . .  ne !


wäre toll aber ne !


und wenn man keine Ahnung hatt .  . .

Kommentar von Kitharea ,

Chillt mal ist doch trotz Allem nur Theorie

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

ne alter ich hab die Theorie gelebt mehrere Jahre, außer zum Supermarkt gehen hatte ich keine sozialen Kontakte .

und damit meine ich keine Famillie keine arbeitskollegen, keine Menschen mit den man reden kann außer den Verkäufern vom Supermarkt 0 soziale Kontakte halt .

Und dann regt es mich auf wenn hier jemand erfahren will was passiert ?!

und jemand haut hier romantische Vorstellungen hin

Antwort
von regex9, 58

Siehe hilfreichste Antwort:

https://www.gutefrage.net/frage/was-wuerde-passieren-wenn-man-einen-menschen-kom...

Kommentar von Dojando98 ,

wow super, wie hast du das gefunden, ich habe 2 stunden lang gegooglet und teilweise nur mist herausbekommen.

Kommentar von regex9 ,

Ich habe mich daran erinnert, schon einmal auf so eine Frage geantwortet zu haben.

Bezüglich des Inhalts der Antwort: Ich habe bereits genügend Dokumentationen zu Hochsicherheitsgefängnissen gesehen, dass musste ich nur noch mit der Situation der Isolation assoziieren. ;)

Kannst es beim nächsten Mal ja anders versuchen, bspw. indem du dir eine Mindmap o.ä. erstellst und überlegst, wann ein Mensch schon allein ist. Mir fallen da nur Eremiten ein oder Inhaftierte. Bei beiden zeigen sich mit der Zeit gleiche Verhaltensweisen. Wenn du nun an die Figur des Ben aus "Die Schatzinsel" denkst, so hatte der ebenso Probleme, sich gegenüber der Schiffsmannschaft zu artikulieren. Oder ein noch bekannteres, moderneres Beispiel ist wohl Gollum.

Antwort
von SiebenSiebenAQ, 19

Es gab früher solche art Gefängnisse, man dachte früher das totale Isolation den geist reinigen würde und dergleichen .

Erstmal dazu ich kann aus eigener Erfahrung dir sagen was dir bei Isolation blüht also bzw max zum supermarkt gehen so ungefähr .

Sozialphobie, schwere Depressionen, Agorarphobie schwund des Selbstbewusstseins, böser Realitätsverlust, Psychosen,  und soviele Effekte das die versmockten Herren Psychologen Proffessoren nicht mal einen Namen dafür kennen !

Es ist immer eine Sache, eine Sache zu studieren oder den Feldversuch selbst zu machen !!!

So sind die meisten Psychologen etc einfach nur gute Bücherwürmer können sich aber meist kein stück in dich hineinversetzen und erkennen somit die Wurzel des wahren problems nicht ! 

Das gibt es in vielen Bereichen " ( jemand der gut Auto fährt muss nicht wissen wie die Maschine funktioniert )

 aber sie geben Gegenteiliges vor um dein Misstrauen nicht zu wecken immerhin können sie dir ja helfen wenn sie die "Diagnose " schaffen.

Woher soll ein Psychiater/Psychologe wissen wie es ist eine psychose zu haben ?! alleine am Verhalten des Patienten kann man das nur schlecht ableiten und die richtige Behandlung fällt dabei auch schwer vorallem wenn er betreffenden Patienten nur eine halbe Stunde am Montag sieht und dabei auch die falschen Fragen stellt bzw beantwortet .

Deswegen werden auch etliche Fälle als " Psychose " abgestempelt was sich dann aber doch als falsch erweist und betreffende Personen bekommen über Jahre eine extrem giftige Nervenschädigende medikamentöse Behandlung .

Aber es gibt auch viele gute Theoretiker und (eher weniger) Menschen mit einem, ich möchte sagen, fast " paranormalen " Einfühlungsvermögen !

Das Ding ist hierbei immer das die studierten Psychologen und Psychiatern Herren Doktoren etc. meist aus guten stabilen Familien und lebensfreundlichen Umfeldern kommen. 

Ihre Patienten hingegen aus Isolation häuslicher Gewalt, Isolation, Leben in der Extreme, Kriegsgebieten, Drogensümpfen etc (um nur einige zu nennen) kommen.

Somit prallen 2 Gegensätze aufeinander wo Einer den Anderen nicht versteht, Unverständnis möchte ich da vorraussetzen .

Deshalb ist das Fachwissen gerade für den Patienten ja so extrem wichtig !

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Ein Mensch der der totalen Isolation wie in beschriebenen Gefängnissen ausgesetzt wird bekommt extrem schwere psychische Schäden es werden sich suicidversuche(möglich) und Wahnsinn als entkonsequenz einstellen .

Wie sich so jemand verhält ---> ja wie ist es Wahnsinnig zu werden ? das ist bei jedem anders und sieht auch bei Jedem anders aus .

Das Jeder krank wird ist sicher ! 

Vorallem bei der Reintegration in die Gesellschaft erkennt man "dein"  bzw das "Verhalten " denn in der Isolation spürst du nur einen Defizit der langsam immer weiter wächst und sich ausprägt das Denken verändert sich auch maßgeblich in der Isolation. 

Außerdem ist es auch ein sehr viel freudloseres Dasein das in starken Realitätsverlusten, Ersatzwirklichkeiten, paranoider Schizophrenie und Psychosen mündet. außer multiple Persönlichkeitsstörung kann/wird es so, zu vielen Zuständen kommen .

Doch kommen betroffene Personen wieder in Kontakt mit anderen Menschen so haben sie sozusagen bis auf das Sprechen alles verloren denn dies ist wie ein Muskel den man trainieren muss .

Sie haben in erster Linie mit schweren Angststörungen zu tun !

Sich wieder in eine neue Umgebung einzufügen die vorher  "Menschenabstinent " war, ist selbst für das Gehirn eine Aufgabe !

Dem entsprechend reagiert es auch und setzt eine ganze Pallette vielfarbiger und in allen geschmacksrichtungen verschiedener uminöse Effekte frei, stell dir zum Beispiel vor du hast Angst vor Menschen ohne welche zu haben !

Das nennt man dann auch Phobie das Gehirn reagiert so auf die Umstellung gefolgt von sozial Phobie, also der Angst sich in einem sozialen Umfeld zu bewegen, Agorarphobie z. Bsp.die Angst von deinem angestammten Ort oder Umgebung weg zu sein (agorarphobie umfasst noch mehr) und etliche unzählige andere Effekte für die es noch keine Namen gibt.

Paranoir, Misstrauen gegenüber allen Menschen bis hin zu Schizophrenie und ausgeprägten ernstzunehmenden Wahnvorstellungen. 

Dann ist es so durch die ganzen Angststörungen und der Verlust der Sozialkompetenz ist es für betroffene Personen fast unmöglich sich erfolgreich mit Personen zu unterhalten, bzw betreffende Personen wirken auf andere als"ängstlich" oder "Wunderlich" was wiederum zurück in die Isolation führen kann .

Die Insassen in diesen "Isolationshaftanstalten " wurden bei längeren Haftstrafen in der Regel alle verrückt,  sie bekamen schwere psychische Schäden die bishin zum Selbstmord gingen .

Eine der berühmtesten dieser Haftanstalten aus Amerika ist heute einer der berühmtesten Spukorte und für mehrfache Geistersichtungen bekannt .

dieses Gefängnis ich hab den Namen vergessen wo alle Zellentrackte Sternförmig ins Zentrum laufen .

Wenn ich noch näher auf die psychischen effekte eingehen soll schreib einen Kommentar

Kommentar von Kitharea ,

Sehr ausführlicher Beitrag. Ich muss dir allerdings in einem Punkt widersprechen. Auch Therapeuten kommen nicht unbedingt aus einem heilen Elternhaus wie du das nennst. Ich kenne zumindest 2 die Schreckliches durchlebt haben (mal mehr mal weniger) und sich aufgrund dieser Erlebnisse - wo ich dir Recht gebe - sicher besser in Patienten hineinversetzen können.
Es hat einen Grund warum sich Therapeuten oft auf etwas spezialisieren. Und es kommt noch dazu dass im Laufe der Ausbildung jeder selbst eine Therapie machen muss (soweit ich weiß). Was auch immer in deinem Leben ablief - so etwas ist - trotz gutem Elternhaus - immer und für jeden extrem lehrreich und allein schon deswegen bekommt man einen riesen Haufen Einfühlungsvermögen. Davon abgesehen denk ich nicht dass man alles selbst gefühlt haben muss. Es reicht wenn man fähig ist wertungsfrei das anzunehmen was einem erzählt wird - man soll ja kein Mitleid entwickeln, sondern den Überblick behalten was helfen würde. Es hilft keinem Patienten wenn der Therapeut sich seinerseits in diese Lage hineinfühlen kann. Er muss nur wissen dass der Patient darunter leidet und herausfinden was der nächste Schritt ist der dem Patienten helfen könnte.

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

Ja du hast Recht tatsächlich habe ich auch schon ein paar kennen gelernt die es drauf hatten die mir helfen konnten die mich angehört haben die mir auch den richtigen Informationsinput geben konnten .

Und so wie du sagst wird es auch welche geben die aus eigener Erfahrung helfen können da sie ähnliches oder Gleiches durchlebt haben .

Aber geh mal davon aus das dies eine sehr geringe Dunkelziffer ist aus meiner Erfahrung sind Ärtzte gerade in diesem Bereich noch schlimmer als Beispielsweise Lehrer . Du kennst das ja als Schüler kannst du gut beurteilen welcher Lehrer gut ist und welcher nicht (ausgehend davon das du unvoreingenommen bist und nicht den Lustigsten oder unterhaltsamsten als besten empfindest. )

schlimmer ist es im Bereich psychologie und ich bin ein sehr umgänglicher und ruhiger Mensch, ich raste nicht aus, ich bekomme keinen Wutanfall das ging bei mir leider immer in eine andere Richtung

Kommentar von SiebenSiebenAQ ,

Wahrscheinlich ist das auch Ortsgebunden ich erhoffe mir auch immer das es in meiner Umgebung nur so schlimm ist .

Ich weiß ja das es gerade in meiner Stadt über 7 stück gibt die volle sau ausgebucht sind selbst auf die Warteliste kommt man dort nicht .

Dann gibt es einen (!) bei dem komischerweise jeder ein Termin bekommt ohne Warteliste (!) 

Was denkst du woran liegt das ?!

Und dieser jemand hatt die schlechteste Bewertungen eva seen auf Jameda

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