Frage von biljana017, 174

Total überfordert mit den Kindern?

Ich 33 habe 3 Kinder 10 , 7 und 13 monate und bin seit der Geburt des kleinsten total überfordert. Ich dachte das wird mit der Zeit aber ich merke richtig ich kann nicht mehr körperlich und psyhisch. Der kleine kann keine Minute ohne mich will die meiste zeit getragen werden , das heißt er kommt auch auf Toilette mit ich habe keine freie Minute und muss alles schnell machen und erledigen sei es kochen putzen essen duschen egal was.Mein 7 jähriger Sohn hat auch seine Macken er ist sehr sehr aktiv und immer noch trozig sagen wir mal so er will sich für alles durchsetzen und möchte machen was er will. ( was natürlich nicht geht ) , da ist auch täglich Stress vorprogrammiert auch mit den Hausaufgaben. Meine Tochter 11 ist sehr schüchtern und verträumt sie lebt in einer eigenen Welt und ich werde oft von den Lehrern angerufen da sie wieder mal was vergessen hat etc sie wurde auch gemobbt weil sie so ist wie sie ist. Von meinem Mann habe ich mich mitlerweile auch auseinander gelebt da wir einfach keine Zeit für uns haben alles dreht sich nur um die kinder und ich bin ein reines nervenbündel geworden die nur mit dem Baby und Putzlappen durch die Wohnung rennt. Kennt das jemand bzw hat wer ähnliche Erfahrungen ? Es kann doch nicht sein das einem das Leben kaputt geht (so empfinde ich das , mir tut alles weh bin müde hab keine hobbys mehr bin lustlos) nur weil man 3 Kinder hat oder mache ich was falsch?!

Antwort
von beangato, 21

Ich hatte in Deinem Alter auch 3 Kinder, die in etwa dem Alter Deiner Kinder waren und war alleinerziehnd.

Du machst Dir selbst viel zu viel Druck. Wo Kinder sind, muss die Wohnung nicht picobello aussehen.

Verschieb das Putzen in die Abendstunden, wenn die Kinder schlafen. Aufräumen können sie übrigens auch selbst. Auch Wäschewaschen musst Du nicht tagsüber - ich hab so manches Mal Wäsche erst so gegen 23 Uhr aufgehängt.

Lass morgens den Kleine schlafen und kümmere Dich nur um die Großen. Sorge dafür, dass die 11jährige alles in die Schule mitnimmt. Dann bleiben Dir schon mal die Anrufe aus der Schule erspart.

Dem 7 jährigen musst Du zu verstehen geben, dass sein Rumgemotze Dich nicht im geringsten stört - dann lässt das mit der Zeit auch nach.

Den Kleinen kannst Du auch mal ins Laufgitter setzen/legen, wenn Du kochst oder auf Toilette gehst.

Um die Mittagszeit solltest Du selbst auch etwas Ruhe einhalten - setz Dich mit einem Buch hin.

Wenn dann alle Kinder im Bett sind, geniesst Du erst mal Zeit mit Deinem Mann - der sich übrigens auch mit u den Haushalt kümmern kann. Aufwaschen oder den Geschirrspüler oder die Waschmaschine ausräumen wird er doch wohl schaffen.

Meine Kinder sind heute erwachsen und leben ihr eigenes Leben.

Ich bin sicher, auch Ihr schafft das :)

Antwort
von Steffile, 50

Nicht ungewohnlich was du beschreibst, bloss scheint es bei dir intensiver zu sein. Babies auf der Toilette kennen die meisten Muetter  :)

Wichtig fand ich:

1. Kontakt mit anderen Muettern, um nicht den ganzen Tag so allein zu sein - wir hatten eine kleine Gruppe, die sich fast jeden Vormittag auf einem Spielplatz getroffen hat, und wir treffen uns immer noch regelmaessig ohne die Kinder (die 4.-6 Klasse sind).

2. Der Ehemann - versuch ihn mehr einzubeziehen, auch wenn er mault, dass er den ganzen Tag gearbeitet hat und seine Ruhe verdient hat. Normale Arbeit ist nicht zu vergleichen mit der Schwerstarbeit, die kleine Kinder und die Organsation des Hauses sind. 

Das mindeste was er machen kann, ist jeden Sonntag morgen mit den Kindern einen Ausflug machen, egal ob Spielplatz oder was auch immer, und dir zu Hause Freizeit zu verschaffen.

3. Und wenn du dann wieder eine zufriedenere Mutter sein wirst, werden auch deine Kinder "leichter" sein.

Antwort
von Nordseefan, 70

Ja du machst was falsch.

Hol dir mal Hilfe, vielleicht auch und sogar in Form einer Kur.

Verabschiede dich vom Gedanken perfekt sein zu müssen.

Und ertrag es mal wenn deine Kinder schreien und bockig sind, deswegen bist du noch lange keine schlechte Mutter.

Auch der kleine ist alt genug zu lernen das man nicht immer auf Mamis arm sein kann ( willst du ihn mit 3 noch rumtragen?) Du sollst ihn ja nicht aprupt gar nicht mehr auf den Arm nehmen, aber eben schrittweise entwöhnen.

Der mitllere brüllt im Supermarkt rum weil er kein Eis bekommt? ok, brüllt er eben, das musst du aushalten, das macht er ein paar mal, dann hört das auf. Aber nur wenn er NIE erfolg hat.

Und die große? Es ist für die Lehrer leicht sich an die Eltern zu wenden. Du weißt ja um die Problematik. Mach mit den Lehrern aus, das sie das mit dem Kind klären und du "nur" eine Info im Hausauafgabenheft bekommst.

Kommentar von biljana017 ,

Das habe ich schon versucht aber er wird richtig blau vor schreien er hört ja nicht auf und steigert sich richtig rein. Er schläft auch immer noch bei uns im Bett weil er nachts aufwacht aus seinem Bettchen und will zu uns sonst schläft er nicht mehr. Was die Lehrer angeht von denen halte ich ehrlich gesagt nichts es ist immer wieder das selbe "sie hat das vergessen sie hat das vergessen" "sie ist so vergesslich" ich kann es echt nicht mehr hören und das sagt die auch noch vor der Mädchen Gruppe von der sie gemobbt wurde ..... tolle Lehrerin

Kommentar von Blumenkrone ,

Das hört sich so an, als bräuchten deine Kinder genauso Hilfe. Ich denke mir, dass sie deinen Stress mitbekommen und auch darunter leiden. Wie schon gesagt, such dir auf jeden Fall Hilfe und vielleicht für den Anfang: Setz dich mit deinen Kindern mal zusammen und dann versucht ihr mal jeder über das zu reden, was euch bedrückt. Dann kannst du auch sagen, dass du nicht mehr kannst. Und falls deine Kinder nicht wollen, sollen sie es mal aufschreiben (ein Brief an dich), weil ihnen wird es auch nicht gut gehen...

Probiers mal!;)

Antwort
von eostre, 27

Ich hatte auch solche Phasen! 

Mir hat es geholfen, meine Wünsche zu hinterfragen und meinen Alltag zu entschleunigen.

Für mich ist eine Pause, wenn die kleinen schlafen wichtiger als eine geputzte Wohnung. Das anzunehmen hat mir viel Stress genommen.

Ich habe mir kleine Hilfen in den Alltag gebaut: eine wippe, in der das baby mal 5 Minuten liegen kann, wenn ich die Wäsche aufhänge, ein tragetuch, indem ich das baby bequem beim saugen und kochen dabei haben kann, bügeln habe ich abgeschafft, glatte Möbel bekamen aufleger, damit sie nicht einstauben, etc. Klingt lapidar, verschafft aber täglich ein paar Minuten Zeit.

Du musst reflektieren, was dir wirklich Zeit und Energie raubt. Sind es wirklich die Kinder oder ist es eventuell fehlende Unterstützung von deinem Mann? Fühlst du dich anerkannt und geliebt? Was würde bewirken, dass es dir besser geht?

Sollte dein Zustand anhalten, dann brauchst du professionelle Hilfe.

Kommentar von Steffile ,

Super Antwort.

Und noch ein Trick: Matte in der Kueche, dann sieht man die Kruemel nicht :)

Antwort
von amy2107, 28

hallo! also dein jüngster ist 13 monate alt... das ist eine anstrengende zeit, selbst, wenn man nur das eine kind hat. eben weil er ja noch wirklich völlig unselbständig ist und dich extrem viel braucht. dann noch zwei weitere kinder, auch wenn die schon etwas grösser sind und selbständiger, das ist klar, dass das hart ist. einerseits musst du da durch, bis dein jüngster mal ein alter hat, wo er sich auch mal ne gewisse zeit allein beschäftigen kann und nicht zu hundert prozent deine aufmerksamkeit fordert aber andererseits bist du natürlich auch noch mensch und nicht nur mama! daher zwei vorschläge, die mir spontan gekommen sind: 1. wie wäre es, den kleinen schon mal halbtags in der kita unterzubringen? falls es dafür die möglichkeit gibt, würde ich mal drüber nachdenken. das tut ihm bestimmt auch gut, denn er merkt ja auch, dass mama gestresst ist und das tut ihm auf dauer auch nicht gut und so hat auch er abwechslung, soziale kontakte, wird gefördert. und du hast den vormittag für dich. und den solltest du dann nicht nur nutzen, um hausarbeit zu erledigen (klar, das muss auch sein) aber auch mal wenigstens einmal die woche in dieser "kinderfreien" zeit etwas nur für dich machen! mit ner freundin frühstücken gehn, schwimmen, solarium oder sonst irgendwas, was dir einfach mal gut tut und dich für 2 stunden aus deiner alltagsroutine rausholt! das ist auch wichtig und du hast ein recht dazu! dann fühlst du dich besser, die kinder haben mehr von einer ausgeglichenen mama und vielleicht gilt das gleiche auch für deinen mann. 2. wie wäre es, zb an jedem zweiten wochenende mal einen abend nur für dich und deinen mannzu haben? zb jeden zweiten samstag? das machen ich und mein mann so, und das tut uns auch gut. überleg doch mal, ob die möglichkeit besteht, omas, tanten, paten der kinder oder so zu fragen, ob die da aufpassen könnten?! das wären jetzt so meine tips, was mir auch geholfen hat, denn auch, wenn du mama bist und es ganz natürlich ist, dass deine kinder dich noch sehr brauchen - du bist auch ein mensch und eine frau mit eigenen bedürfnissen, vergiss das nicht! alles gute!

Kommentar von biljana017 ,

Danke , er kommt ab September in die Krabbelstube , da werde ich aber bestimmt einen Kurs vom Arbeitsamt besuchen müssen bis ich eine Arbeit gefunden habe. Meine Mutter wohnt leider nicht in unserer Nähe und ist gesundheitlich nicht ganz fit und mit meiner Schwiegermutter haben wir keinen Kontakt . Sonst ist da niemand mehr. Leider.... es ist wirklich sehr schwer.. aber vielen Dank für die Tipps :)

Antwort
von Kitharea, 35

Soweit ich weiß gibt es Stellen, wo man Haushaltshilfen zur Verfügung gestellt bekommt - ich weiß nicht, ob man das über den Arzt oder das Jugendamt regeln muss.
Sofern du dich so viel um die Kinder kümmern musst - vielleicht schaffst du es dass sie alle bis auf den Kleinen etwas selbstständiger werden - Hausaufgaben, Müll wegtragen, Tisch abräumen,... man kann vieles als Verantwortung auf Kinder in dem Alter übertragen. Die Haushaltshilfe soll dich beim Haushalt selbst unterstützen - putzen, vllt kochen was auch immer - aber jede Hilfe ist besser als keine.
Wenn es für dich in Frage kommt vielleicht auch mal einen Babysitter holen und einfach mal rausgehen oder schlafen und alle wegschicken. Mit deinem Mann würde ich auch nochmal ein Wörtchen reden - so geht es halt nicht. Es kann nicht sein dass er holladrio ganzen Tag "arbeiten" geht und dich 24 Stunden im Stich lässt (sofern er das macht). Du solltest dir mind. einen Tag von zu Hause "frei" nehmen versuchen - wo ER mit den Kindern unterwegs ist oder sich darum kümmert. Wenn er sich weigert machst du ihm auch nichts mehr zur Unterstützung - Bügeln, Kochen und Waschen für ihn - kann er auch selbst machen. Wie gesagt - sofern er dich gar nicht unterstützt. Den ganzen Tag zu arbeiten - kannst ihm auch vorrechnen - ist weniger als 24 Stunden hab Acht zu stehen.

Du wirst sehen, du findest ganz einen anderen Umgang mit den Kindern und vieles löst sich von selbst wenn er dir selbst besser geht. Es bringt den Kindern nichts so wie es ist. Da ist es besser wer anderes kümmert sich mal zeitweise darum.

Antwort
von Maeggi96, 77

Hallo,
ich denke nicht das du grundsätzlich etwas falsch machst. Das man mit drei Kindern in diesem Alter überfordert sei kann ist nicht undenkbar. Grade dann wenn man auch noch alleine ist.
Ich würde dir vorschlagen zum Amt zu gehen. Es gibt Haushaltshilfen in solchen Fällen die in einigen Fällen das Amt übernimmt. Nicht die ganze Woche über aber zwei drei Mal in der Woche. Ich würde dort einfach mal nachfragen oder auch beim Jugendamt nachfragen. Es ist keine Schande sich dort zu melden und mach Hilfe zu bitten. Das geht nicht nur dir so. Dafür sind die schließlich auch da. Wenn du dazu kommen solltest kannst du dich auch erst mal im Internet belesen aber es gibt viele Möglichkeiten mittlerweile sich Hilfe zu holen.
Das hat dann auch nichts damit zu tun das meine eine schlechte Mutter oder sonstiges ist.
Ich weiß das weil ich noch vier Geschwister habe... Da war das früher auch nicht einfacher...
Ansonsten musst du auch schon die kleinen mit in den Haushalt einbinden und kleine, machbare Aufgaben verteilen.
Das klappt nicht sofort aber da musst du mit Nachdruck dran bleiben. Bei uns hat das dann irgendwann auch so funktioniert und um so älter ich wurde desto selbständiger war ich im frühen Alter.

Ich hoffe das dir das eventuell ein klein wenig geholfen hat.
Wünsche dir alles Gute für die Zukunft.

LG,
Mäggie

Antwort
von Volkerfant, 25

Wenn du keine Mithilfe von deiner Familie bekommst, keine Unterstützung von deinem Mann, dass ist das ein Gewaltakt.

Versuche den Kleinen nicht zu verwöhnen. Lass ihn vor der Tür stehen oder sitzen, wenn du alleine auf die Toilette willst. Er muss auch lernen, draußen zu warten, wenn er schreit, dann schreit er halt mal 2 Minuten. Beim nächsten Mal wird es besser und beim Übernächstenmal auch wieder etwas.

Er wird lernen, dass du gleich wieder kommst und dass sein Weinen nichts bringt. Schließlich hört er auf. Du kannst ihn auch ablenken, indem du ihm ein Spielzeug in die Hand drückst und ihm jedes Mal sagst. Ich gehe nur auf die Toilette, bin gleich wieder da.

Du bauchst ihn auch nicht immer herumzutragen, auch wenn er das verlangt. Wo kommst du hin, überleg mal, wenn du alles machst, was dein Kleiner will?! Setze ihn auf den Boden, wenn er mit will, muss er ein bisschen robben, wenn er weint, lass ihn etwas weinen, aber nehme ihn nicht stäbndig auf den Arm.

Er muss lernen, dass er sich alleine fortbewegen kann, so strengt er sich an.

Antwort
von Norina78, 30

Ich denke auch, Du würdest mit der Situation besser zurecht kommen, wenn Du zumindest ab und an mal ein bisschen Energie tanken könntest. Und wenn es nur einmal die Woche ein paar Stunden sind. Sobald neue Energie da ist, ist auch die Ruhe da, auf die Kinder "richtig" zu reagieren.

Mein Sohn war auch ein schwieriges Kind. Er wollte immer alles ausdiskutieren, hat an mir gehangen wie eine Klette und ich hatte oft das Gefühl, dass er mich erdrückt. Als ich einen Weg gefunden hatte, damit umzugehen, ist es schrittweise besser geworden. Das einzige, was hilft, ist absolute Konsequenz in der Erziehung. Und das bedeutet nicht, dass man sich zu Fräulein Rottenmeier umwandeln muss, aber die Kinder müssen genau wissen, was ihnen blüht, wenn sie Käse machen (altersabhängig).

Eigentlich kommen oft täglich die gleichen Situationen und dann sollte man versuchen, die Ruhe zu bewahren und "Strafen" zu finden, die zum Vergehen passen. Das verstehen und akzeptieren Kinder eher als rumschreien und Verzweiflung.

Die große braucht einen großen Wochenplan an ihrer Tür, in den sie rein schreiben kann. Ist sie noch auf der Grundschule? Die Lehrer an der weiterführenden Schule bei uns machen nicht so ein Trara und rufen nicht wegen Kleinigkeiten an.

Ich wünsche Dir viel Kraft mit den dreien und dass Du nicht aufgibst. Es wird alles besser. Versprochen!

Antwort
von Wurzelstock, 47

Hallo Biljana!

Ich kenne das bestens aus meiner Kindheit.

Ich vermute, dass dein Mann vollzeitbeschäftigt ist. Der kann dich nicht entlasten. Nicht, weil er nicht will, sondern weil Männer den täglichen Wechsel zwischen Arbeitssituation und häuslicher Situation einfach nicht hinkriegen. Nicht gerade selten gehen sie deshalb nach Feierabend in die Stammkneipe statt nach Hause.

Deine wichtigste Aufabe ist, nicht in Panik zu geraten. Allein das ist schon Schwerarbeit.

Du musst dir unbedingt Prioritäten bei der Arbeit setzen. Nach dem, was Du uns darlegst, muss deine Tochter am Morgen vor der Schule oberste Priorität haben. Begib dich in "ihre eigene Welt", bereite sie für die Schule vor (Waschen, Anziehen, Frühstück, Pausenbrot, Schulranzen kontrollieren), und konzentriere dich nur darauf, selbst wenn hinter dir die Welt untergeht. Es könnte etwas dauern, bis Du merkst, dass sie in dieser ihrigen und deinigen Welt nicht mehr nur träumt. Dann kannst Du sie nach der Schule bitten, die eine oder andere Hausarbeit zusammen (!) mit dir zu erledigen. Wenn Du dich dann noch bedankst und sie lobst, wird sie dich entlasten. Das ist Ziel und Lohn deiner Arbeit.

Dein Siebenjähriger fordert noch deine Zuwendung ein, was deine Tochter längst aufgegeben hat. Er tut es anscheinend genauso, wie dein Kleinster. Nur dass er nicht mehr die Luft anhält bis er blau wird. - Übrigens: Davon stirbt er nicht.

Falls dein Sohn und deine Tochter morgens gleichzeitig in die Schule gehen, lass sie zusammen frühstücken. Achte darauf, dass Du das Wort auch an ihn richtest. Wann das nötig ist, müsste an einer auffällig zunehmenden Zappeligkeit erkennbar sein. Lass nicht zu, dass er sich hinter seiner Schwester zurückgesetzt fühlt. Konzentriere dich immer ausschließlich auf das Kind, mit dem Du gerade sprichst. (Du siehst, wie wichtig es ist, nicht in Panik zu geraten)  Die Priorität, die sie hat, darf er möglichst nicht spüren. Auch einen Sohn darf man nach der Schule zu Handreichungen bitten. Anders lernen Kinder nicht das Arbeiten.

Wenn die beiden aus dem Haus sind, hat dein jüngster Priorität. Mit 13 Monaten müsste er laufen und etwas sprechen können? Probier mal mit ihm zu sprechen, statt ihn auf den Arm zu nehmen. Laß ihn mal das Geben und Nehmen üben - Du weißt ja, Kinder können das stundenlang, bevor es ihnen langweilig wird, und dann kommen sie mit dem nächsten Gegenstand :-)))

Das alles wird dir nicht auf Anhieb gelingen. Wenn es aber anfängt zu klappen, wirst Du es womöglich nicht einmal merken. Wenn Du es aber merkst, dann kommt die letzte Aufgabe:

Falle nicht ins Bett zur wohlverdienten Ruhe, sondern falle über deinen Mann her, und lass nicht locker, wenn er dich verdrossen zurückweist ;-)

Ich halte dir die Daumen, liebe Biljana!

Kommentar von ellaluise ,

Ich finde dies ist ein sehr schöner Ratschlag.

Desweiteren solltest/könntest du mal mit deinem Hausarzt/Kinderarzt sprechen und auf eine Mutter-Kind-Kur hinarbeiten. Hauptsächlich sollte es für dich sein, damit deine "Akku´s" aufgeladen werden.

Antwort
von Blumenkrone, 54

Such dir am besten Hilfe. Es gibt beim Jugendamt Unterstützung für genau solche Eltern wie dich. Keine Angst, dir werden da nicht die Kinder abgenommen oder so, die sind sehr nett und hilfsbereit. Informiere dich mal in deiner Nähe!;) Alles Gute!:)

Antwort
von HalloRossi, 39

Du brauchst Freiräume. Der kleine kann vielleicht zweimal die Woche vormittags, wenn auch die andern in der Schule sind, in die Krippe/ zur Oma/ Tagesmutter. Und das ist dann die Zeit für dich. Du wirst sehen, das wirkt Wunder!

Antwort
von user8787, 55

Vielleicht ist es an der Zeit das du um Hilfe bittest....Familie, Verwandte, Hausarzt, Familien- / Sozialdienst . 


Antwort
von aloisff, 37

Es ist schon mal gut, dass Du selber erkennst, dass Du da ein Problem hast. Unbürokratisch und schnell helfen tut z.B. die Caritas (https://www.caritas.de/). Wenn Du gar nicht weiter weisst geh einfach mal zum Jugendamt, die werden dann auch Hilfe vermitteln (keine Angst, die werden Dir die Kinder nicht wegnehmen)

Antwort
von Blumenkrone, 44

Ach ja noch was: Es ist wichtig, dass du jetzt auch etwas tust, da du dir selbst sonst schadest. Die Überforderung lässt nämlich nicht nach und dann kann es dir noch schlechter gehen (Burnout, Depressionen etc...)

Antwort
von halloschnuggi, 28

Ich musste oft die Mutterrolle übernehmen weil es meiner Mutter auch so ging... Hast du nicht Geschwister, Eltern oder Schwiegereltern die dich unterstützen könnten? Du solltest auch versuchen mit deinem Mann zu reden, ich kann es zwar verstehen aber ihr seid verheiratet...

Kommentar von biljana017 ,

Meine Mutter wohnt weiter weg wir sind umgezogen und sie ist gesundheitlich nicht mehr die beste und mit meiner Schwiegermutter haben wir keinen Kontakt. Mein mann hilft ja auch nimmt ihn gleich wenn er von der Arbeit kommt aber dann kommt das , das wir wieder zu kurz kommen dann ist er mit dem kleinen ich mit den großen oder räume auf :/

Kommentar von halloschnuggi ,

Gehen die Kinder Nachmittags irgendwo hin? Zb Sport o.ä... Wenn gehen die Kinder schlafen? Habt ihr den überhaupt keine Zeit an dem ihr "alleine" seid?

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