Frage von Hannyiii, 42

Tot von meinem Vater?

Guten tag. Ich bin fast 16. Mein Vater ist am 17.10.2010 und mein Bruder am 8.8.2011 gestorben... Also alles schon ein wenig länger her... aber trotzdem komme ich mit dem tot der beiden nicht zurecht... ich rede sogut wie nie mit Mama oder meinem anderen Bruder darüber... ( was ich auch weiterhin nicht machen werde. Also bitte nicht antworten wie sowas rede mit der Familie drüber!) Ich bin eigentlich ein relativ starkes Mädchen was schon viel durchmachen musste deshalb denken alle das ich das locker Wegstecke. Ich habe auch schon 1. Selbstmord versuch Hinter mir, ritze mich, trinke, rauche &kiffe und das alles weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll... ich kann nicht vor meiner besten Freundin weinen ich weiß nicht wieso... und abends bin ich nur am weinen aber habe noch nie vor und anders geweint es geht auch irgendwie nicht... in der schule bin ich so am verzweifeln... ich hab noch viel mehr Probleme aber das reicht jetzt erstmal... ich hoffe es meldet sich jmd der mir ein Rat gibt oder vllt sogar ein änliches Problem hat. (Es ist KEIN versuch Aufmerksamkeit zu bekommen !!) Danke !

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gamer239, 42

Verzweifle nicht!

Es ist natürlich schrecklich wenn Familienmitglieder sterben, wirklich sehr! Aber deswegen brauchst du den Mut nicht zu verlieren, geh doch einfach einmal zu einem Psychologen der kann dir bestimmt helfen! Aber auf keinem Fall darfst du denken dass das Leben nicht wert ist es zu leben, im Gegenteil, das Leben ist doch das wertvollste was man hat. Ich wünsche dir eine schöne weitere Zeit!

PS.: Und denk immer dran: Man lebt nur einmal und dieses eine Leben ist das wertvollste was es gibt!!

Kommentar von Hannyiii ,

Danke ! sowas stärkt mich für ein kleinen Moment.

Kommentar von gamer239 ,

Freut mich!

Antwort
von Turbomann, 32

Hallo Hannyiii

Tut mir leid für dich, dass du zwei Familienangehörige durch Tod verloren hast.

So etwas steckt man nicht einfach weg und jeder geht anders damit um. Der eine kommt damit besser klar und der andere ist wieder anders gestrickt und braucht länger.

Fakt ist aber, wenn du alles selber mit dir abmachst und mit niemandem reden kannst, dass du damit total überfordert bist. Es ist wie bei einem Fass, das fast voll ist, wenn man das nicht entleert, dann braucht es nur noch einen Schluck Wasser und das Fass läuft über.

Ob deine anderen Probleme jezt nur mit den beiden Todesfällen zusammenhängen, kann man als Aussenstehender nicht beurteiilen. Die meisten Jugendlichen die sich so verhalten, haben in der Regel noch mehr "Baustellen" egal welcher Art sie auch sind. Aber irgendwoher müssen die ja kommen.

Auch wenn du der Meinung bist, dass du mit niemand aus deiner Familie sprechen kannst, du wirst deine Gründe haben. Wäre aber schön gewesen, wenn man als Familie zusammen die Trauer überwinden könnte.

Du bist noch zu jung, um das weiterhin mit dir selber abzumachen und du solltest dich mit einem Psychologen mal unterhalten. Die Vergangenheit kannst du nicht einfach abstreifen wie ein Hemd und auch der Tod von zwei Mitgliedern der Familie muss verarbeitet werden. Deine Psyche leidet und schreit nach Hilfe und das wirkt sich in körperlichen Symptome aus. Aber dagegen kannst DU was tun und das heisst Reden, Reden und nochmals reden.

Ritzen  und Kiffen sind keine Lösung, nur eine Verdrängung und wenn du seither nicht richtig weinen konntest, dann hast du eine Mauer um dich herum aufgebaut, als Selbstschutz. Deshalb hilft dir nur Reden um die einzureissen, damit du auch wenn es spät ist, um deinen Vater und deinen Bruder weinen kannst und hinterher wirst du dich um einiges besser fühlen.

Viele haben Angst davor, wenn sie reden müssen (was aber sein muss), dass dann alles aus ihnen herausbricht und das wollen sie alle nicht. Aber das muss sein, nur so kannst du mit deinen Problemen fertig werden.

Also suche dir einen Therapeuten und dann fange schrittweise an Veränderungen herbeizuführen: Rauchen und Kiffen sein zu lassen, dann kommt das Ritzen dran und wenn du einen Schritt nach dem anderen machst, dann klappt das auch. Bei dir wird es immer ein Auf- und Ab geben, das sollte dich nicht abschrecken weiter zu machen.

Öfters hinfallen kannst du und dann stehst du wieder auf. Wenn du liegenbleibst, dann wären deine Mühe und die Anstrengungen umsonst.

Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen, kommt nur darauf an, was man damit macht. Versuchen die Päckchen leichter zu machen, oder noch mehr oben drauf zu packen, bis man zusammenbricht.

Drücke dir die Daumen

Antwort
von MayMai, 29

also erstens ist es dein gutes Recht und völlig normal, dass dich der Verlust von deinem Vater und deinem Bruder weiter fertig macht, das sind mit die heftigsten Verluste, mit denen man im Leben klarkommen muss, das ist nicht so schnell zu verarbeiten. 

Sorgen mache ich mir, wenn du schreibst, dass du dich ritzt, kiffst und versuchst hast dich umzubringen.... auch wenn du schreibst, dass du ein starkes Mädchen bist, scheinst du im Moment einfach keine Kraft mehr zu haben.

Warst du denn in einer Therapie? Ich denke, dass das viel helfen kann, vor allem, weil du schreibst, dass du mit deiner Familie nicht darüber reden willst. Ein Therapeut/Psychologe kann dir zuhören und hat gute Ideen, an wen du dich sonst noch wenden kannst und er kann deine Situation professioneller einschätzen, als es hier jemand kann, der "nur" die Informationen aus deinem Text hat.

Wenn du mit deiner Mutter und deinem Bruder nicht sprechen willst, kannst du deine Gedanken auch schriftlich festhalten, indem du beispielsweise an deinen Vater und/oder deinen Bruder schreibst, wie es dir geht, was du machst, was dich beschäftigt. Das klingt vielleicht erstmal komisch und ist am Anfang wahrscheinlich auch seltsam und kostet Überwindung, aber ich kenne einige Menschen, denen das sehr geholfen hat.

Ich finde es auf jeden Fall  beeindruckend, wie du deine eigene Situation reflektierst und dir deiner Situation bewusst bist, und dass du weißt, dass du schon viel durchstehen konntest und stark bist! 

Was du selbst vielleicht noch tun kannst, ist verstärkt anderen Hobbys nachzugehen, so dass du dich nicht so viel durch kiffen etc. ablenken/... musst... Ich denke aber, dass es in deiner Situation sehr schwer ist, das aus eigener Kraft zu schaffen, das kannst du aber bestimmt selbst am besten einschätzen! 

ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, gib nicht auf! <3

Antwort
von xbuttercupx, 26

tut mir so leid für dich... :( vielleicht hilft es mit jemanden fremden darüber zu reden? vielleicht ein Psychiater? manche Leute können mit außenstehenden besser über Probleme reden.
wünsch dir weiterhin alles gute

Kommentar von xbuttercupx ,

oder Psychologe? gibt's einen unterschied? ich weiß es nicht genau😐

Antwort
von astroval18, 34

Hey Hannyii, das tut mir sooo leid. Wirklich. Das muss bestimmt schlimm sein. Ich weiß, dass das was ich jetzt sage, wahrscheinlich auf taube Ohren stößt, aber sich selber kaputt machen hilft nicht. Tu mir den Gefallen und schmeiß die blöden Kippen weg und trink nicht so viel... das bringt echt nicht viel. Ich glaube, reden ist das beste und wenn du nicht mit deiner Familie oder deiner Freundin reden willst, dann können wir ja schreiben, weil aussprechen immer hilft, oder fast immer, oder wie wärs vielleicht mal mit einem Psychologen oder so? :( 

Kommentar von Hannyiii ,

Hey. ja ich will nicht rauchen aber nach dem tot von meinem Bruder habe ich angefangen das heisst jz fast 7 Jahre und dann ist es nicht so einfach... gerne können wir schreiben aber wie ?

Kommentar von astroval18 ,

Ich würde echt gern in Whatsapp, aber leider hab ich gerade bis zum 28. Dezember kein Handy :(

Antwort
von zarrehsshiva, 16

Vielleicht solltest du einen Sinn im Leben finden bzw. eine Art Ziel (sei es Liebe, Erfolg, Freundschaft, Religion, die Welt an sich (haha wahrscheinlich), Sport, Musik und, und, und.. ) 

Etwas auf andere Gedanken kommen ist auch eine Lösung (Lesen (einfach in eine andere Person "hineintauchen"), zu Veranstaltungen gehen oder Reisen bzw. eine Auszeit nehmen)

Ein Therapeut kann dir natürlich helfen - allein, dass du frei einer fremden Person aus einer anonymen Sicht berichten kannst. Du kannst dich auch mit anderen Personen unterhalten, die ihre Familienangehörigen verloren haben (wie z.B. in Selbsthilfegruppen). 

Ich würde dir an sich nicht raten, dich mit dem Thema Tod zu beschäftigen, außer wenn du in Richtung Religion und Glaubensbekenntnis gehen willst. 

Ich wünsche dir viel Erfolg :) Du darfst einfach nicht daran verzweifeln. Denk einfach daran, was dein Vater/dein Bruder in der Situation getan hätte, und was du für sie gewollt hättest, falls du diejenige gewesen wärst, die nun nicht mehr in der Nähe ihrer Familie ist. Lass dich niemals entmutigen und tu das, was du für das Richtige hältst. 

Antwort
von polsinim, 37

Wie wärs mit einer Therapie ? Das ist nichts schlimmes oder versuche es mit Betten un deine innere Ruhe zu finden..Ich hoffe du findes dein weg.Wir alles sterben mal egal ob Heute in 3 jahre oder in 30 jahren....Probier mal mit deiner Beste Freudin zu reden..lg alles gute 

Kommentar von Hannyiii ,

ich bete jeden tag für die beiden, meiner Familie und für meine Freundin. aber ich bekomme es nicht übers Herz für mich selbst zu beten weil ich ein schlechter Mensch bin und gott (oder an was auch immer menschen glauben ) ausnutzen will...

Kommentar von MayMai ,

warum solltest du ein schlechter Mensch sein?

Kommentar von Hannyiii ,

so sehe ich mich selber.

Antwort
von MayMai, 18

vielleicht hilft es dir auch, wenn du dich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander setzt... das kannst du nur für dich tun, falls du nicht die Kraft aufbringen kannst, mit jemand anderem zu sprechen...

Suche vielleicht nach Sprüchen/..., die dich inspirieren und dir Trost spenden, dich motivieren, mit der ganzen Sch*** von wegen kiffen und ritzen aufzuhören, all deine Kraft zusammenzunehmen und dich von dem, was du durchmachen musstest nicht kaputt machen zu lassen!

Das Leben ist schwächer als der Tod, aber der Tod ist schwächer als die Liebe. Solange jemand an die Verstorbenen denkt, sind sie nie ganz verschwunden.

Antwort
von Maile, 29

Ich würde dir raten zum Psychologen zu gehen.

Antwort
von Hijiki, 25

Hm schwer ... warum versuchst du nicht mit deiner Freundin drüber zu sprechen. Weil Freunde sich ja immer da wenn man sie braucht

Antwort
von EnTeKing2015, 9

Ich kann mich gut in deine Lage hineinversetzen....

Ich weiß wie es dir geht...

Näheres möchte ich nicht sagen...

Ich würde dir raten mir einem Psychologen über deine Probleme zu sprechen.

Falls du dich jedoch nicht trauen solltest können wir beide auch schreiben, werde alles erdenkliche tun um dir zu helfen..

Kannst mir ja eine PN schicken.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten